Ein Bodychart verortet, was eine Person über eine Körperregion berichtet. Gesprächsanlass und Terminbezug erklären die Markierung; ohne diese Angaben bleibt offen, worauf sie sich bezieht.
In easymed wählen Sie anatomische Strukturen am 3D-Körpermodell. Die Auswahl erscheint in der Behandlungsliste, die Markierung im Patientendokument; passende ICD-, Leistungs- und Textangaben werden vorgelegt und für den tatsächlichen Fall ausgewählt.
Die genannte Region direkt am Körpermodell erfassen
Ein Bodychart ist eine Körperskizze für Körperstellen, die eine Person berichtet oder Fachkräfte beobachten. Es hilft, wenn sich die räumliche Lage besser zeigen als beschreiben lässt. Das easymed-Modell unterscheidet sich davon: Es bietet die Auswahl benannter anatomischer Strukturen. In beiden Fällen ordnet eine kurze Notiz die Stelle ein.
Die Australian Physiotherapy Association führt eine Körperskizze als mögliche Hilfe auf, um Symptome im subjektiven Interview zu beschreiben, wenn sie im konkreten Fall passt. Die Skizze ergänzt damit die Aussage der Person. Ihre eigenen Beobachtungen und die fachliche Einordnung bleiben davon unterscheidbar.
Eine Patientin zeigt im ersten Gespräch auf die rechte Schulter. Sie öffnen in easymed das 3D-Körpermodell, wählen die passende Ansicht und die betreffende anatomische Struktur. Skelett, Muskeln und Organe lassen sich getrennt betrachten; eine Struktur kann auch über ihren Namen gesucht werden. Der Klick legt die Struktur in der Behandlungsliste ab.
Daneben halten Sie fest, was die Patientin zur Schulter berichtet. So bleibt die Struktur aus dem Modell mit dem Gesprächsanlass verbunden.
Region und Ansicht eindeutig zuordnen
Bei einer Vorderansicht liegt die rechte Schulter der Patientin auf der linken Seite des Bildes. Benennen Sie Ansicht und Patientenseite gemeinsam. Der Satz „Patientin zeigt auf die rechte Schulter, Vorderansicht“ macht die Orientierung unmittelbar verständlich und passt zur grafischen Markierung.
Die Detailtiefe richtet sich nach dem Gespräch. Eine breit beschriebene Region darf so in der Notiz stehen; eine gezielte anatomische Struktur wählen Sie, wenn sie für den Befund passt. Patientenbeschreibung und eigene Feststellung bleiben dadurch klar zugeordnet.
Bei einem gezeichneten Bodychart erklärt eine kurze Legende Farben und Zeichen, etwa welche Farbe die von der Patientin benannte Region markiert.
Die Grafik durch wenige klare Angaben ergänzen
Eine knappe Notiz verbindet Markierung, Termin und Aussage: Welche Region wurde genannt, bei welcher Tätigkeit und mit welcher Beschreibung? Verwenden Sie die Worte der Person dort, wo sie den individuellen Bezug erklären. Ihre fachliche Einordnung ergänzen Sie als eigene Aussage.
Im Schulterbeispiel sind „beim Anheben der Tasche“ und „aktuell im Sitzen“ unterschiedliche Gesprächsanlässe. Notieren Sie, was tatsächlich besprochen wurde, damit eine Kollegin die Grafik ohne mündliche Ergänzung einordnen kann.
Zwei Kontakte mit ihrem jeweiligen Grafikstand lesen
Im Folgetermin beschreibt die Patientin eine andere Region. Sie dokumentieren die neue Angabe beim neuen Kontakt. Die frühere Darstellung zur rechten Schulter bleibt mit ihrem Entstehungsbezug erhalten. In der Patientenakte lässt sich nachvollziehen, was beim ersten und was beim späteren Termin markiert wurde.
Lesen Sie beide Darstellungen mit der dazugehörigen Frage. Die erste kann die Empfindung beim Anheben einer Tasche festhalten, die zweite eine andere Alltagstätigkeit. Für einen zeitlichen Vergleich betrachten Sie deshalb Region, Beschreibung und Bezugsfrage gemeinsam. Eine Änderung der Markierung wird dadurch fachlich verständlich.
Die Leitlinie von World Physiotherapy zur Dokumentation beschreibt den Verlauf von Untersuchung und Beurteilung über Planung und Behandlung bis zur Reaktion und zu späteren Veränderungen. Eine neue Markierung wird deshalb zusammen mit dem jeweiligen Gespräch und den übrigen Befunden gelesen, nicht isoliert als Maß für eine Veränderung.
Grafik und Notiz bei einer Übergabe zusammen nutzen
Eine berechtigte Kollegin bereitet den nächsten Kontakt aus derselben Patientenakte vor. Sie sieht die frühere Schulterangabe und die spätere Rückmeldung mit ihrem jeweiligen Termin. Die gemeinsame Ablage gibt ihr einen konkreten Einstieg für das Gespräch.
KI Generiert
Fragt sie nach der Bedeutung einer Farbe, ergänzen Sie die Legende bei Grafik und Notiz. Ist die zeitliche Reihenfolge offen, ergänzen Sie den Datumsbezug der betreffenden Darstellung. Die Klärung bleibt auf die tatsächlich fehlende Information begrenzt. Danach kann die Kollegin direkt am vorhandenen Stand weiterarbeiten.
Gemeinsame Begriffe helfen Kolleginnen und Kollegen, die den ersten Termin nicht übernommen haben. Der Berufsverband Chartered Society of Physiotherapy nennt als Ziel, dass andere Gesundheitsberufe Gespräche, Untersuchungen, Behandlung und fachliche Entscheidungen aus der Akte nachvollziehen können.
Die passende Darstellung im Gespräch und Bericht verwenden
Im Patientengespräch können Sie die genannte Region gemeinsam betrachten. Zeigen Sie die Ansicht und erläutern Sie kurz, welche Aussage die Markierung festhält.
Für einen Therapiebericht wählen Sie die Darstellung, die dessen Frage erklärt. Geht es um den aktuellen Stand, nutzen Sie den passenden aktuellen Eintrag. Geht es um eine Veränderung, beziehen Sie die frühere Darstellung mit ein. Datum, Frage und kurze Erläuterung halten die Auswahl nachvollziehbar.
Die Befunddokumentation in easymed verbindet am 3D-Körpermodell ausgewählte Strukturen mit der Patientenakte. So finden Sie die Markierung im Verlauf wieder; Ihre Notiz ergänzt Gesprächsanlass und fachliche Einschätzung.