Mehrere Therapiemethoden: gemeinsame Akte mit easymed
Wenn eine Patientin Physiotherapie und später Osteopathie in derselben Praxis nutzt, gehört beides zu ihrer Behandlungsgeschichte. Die einzelnen Kontakte müssen trotzdem unterscheidbar bleiben. Eine gute interdisziplinäre Dokumentation verbindet die Termine in einer Patientenakte und zeigt bei jedem Eintrag, was die Patientin berichtet, was Sie selbst beobachten, welche Maßnahme stattfindet und was als nächstes vereinbart ist.
easymed führt eine Patientenakte pro Person und verknüpft sie mit dem gemeinsamen Teamkalender. Jeder Termin erhält seine eigene Dokumentation. In einer gemischten Praxis bleibt die erbrachte Leistung ihrem Abrechnungsweg zugeordnet: etwa der Physiotherapie auf Verordnung oder der osteopathischen Behandlung. Frühere Kontakte und Unterlagen stehen im selben Zusammenhang bereit, während die behandelnde Fachkraft den eigenen Schwerpunkt beim aktuellen Termin festhält. Mehr zur gemeinsamen Praxis für Physiotherapie und Osteopathie.
Dokumentation bei Physiotherapie und Osteopathie am selben Fall verbinden
Beginnen Sie beim aktuellen Anliegen: Was möchte die Patientin heute klären? Welche Angaben gehören zu dieser Sitzung, und was hilft beim nächsten Kontakt? Die Methodenbezeichnung ordnet den Eintrag ein. Sie ersetzt weder den konkreten Behandlungsinhalt noch die Einordnung, aus welcher Perspektive eine Aussage stammt.
KI Generiert
Ein Beispiel aus einer gemischten Praxis: Bei einem Physiotherapietermin berichtet eine Patientin, dass ihr das Treppensteigen schwerfällt. Sie halten diese Schilderung, Ihre eigene Beobachtung in der Sitzung, die tatsächlich ausgeführte Maßnahme und die Reaktion darauf im Termin fest. Bei einem späteren osteopathischen Kontakt liest die Fachkraft die dafür relevanten vorherigen Angaben und dokumentiert ihre eigenen Beobachtungen und Maßnahmen als eigenen Eintrag. So bleibt sichtbar, was zu welchem Kontakt gehört und von wem eine Aussage stammt.
In easymed öffnen Sie die bestehende Patientenakte, dokumentieren beim aktuellen Termin und ordnen die erbrachte Leistung dem passenden Abrechnungsweg zu. Die gemeinsame Akte verbindet die Kontakte; die Dokumentation bleibt am jeweiligen Termin. Sie finden die Physiotherapie- und Osteopathiekontakte unter derselben Akte und können beim aktuellen Termin an relevante Angaben anknüpfen.
Interdisziplinäre Patientenakte strukturieren, ohne Fachsprachen zu vermischen
Eine übersichtliche Grundstruktur reicht oft aus: Anliegen, Angaben der Patientin, eigene Beobachtung, durchgeführte Behandlung und nächste Vereinbarung. Innerhalb dieser Struktur beschreibt jede Fachkraft ihren Schwerpunkt mit den passenden Begriffen. Kolleginnen und Kollegen können erkennen, was feststeht und woran sie beim nächsten Kontakt anknüpfen.
Die Herkunft einer Aussage gehört direkt zum Inhalt. „Die Patientin berichtet …“ markiert eine persönliche Schilderung. „In der heutigen Sitzung beobachtet …“ beschreibt Ihre eigene Beobachtung. Ein mitgebrachter Befund bleibt eine zusätzliche Quelle mit Datum und konkretem Bezug. So bleibt sichtbar, ob eine Information aus dem Gespräch, aus Ihrer Befunderhebung oder aus einer Unterlage stammt.
Eine gemeinsame Gliederung sorgt für Lesbarkeit; jede Fachkraft behält dabei ihren fachlichen Blick. Legen Sie im Team fest, welche Kontakte für eine Übergabe relevant sind und welche Fachkräfte sie dafür sehen oder bearbeiten müssen. In easymed können Sie Rechte je Behandler festlegen. Gesundheitsdaten gehören zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten; die Artikel 5 und 9 der DSGVO geben dafür den Rahmen zu Zweckbindung, Datenminimierung und Gesundheitsdaten vor.
Therapiemethoden im Verlauf unterscheiden: durchgeführt, besprochen, vorgesehen
Diese drei Zustände machen einen Eintrag besonders verständlich. Durchgeführt beschreibt die Behandlung der aktuellen Sitzung. Besprochen hält fest, welche Möglichkeit Sie mit der Patientin erörtert haben. Vorgesehen benennt einen vereinbarten nächsten Schritt. Ein Blick auf die Dokumentation zeigt damit, was tatsächlich schon stattgefunden hat und was noch offen ist.
Für Behandlungen auf Grundlage eines Behandlungsvertrags verlangt § 630f BGB, die Akte in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang zu führen und fachlich wesentliche Maßnahmen sowie ihre Ergebnisse festzuhalten. Auch nach einer Berichtigung müssen ursprünglicher Inhalt und Zeitpunkt der Änderung erkennbar bleiben. Bei Physiotherapie im Rahmen der GKV-Versorgung wird die Verlaufsdokumentation zusätzlich je Behandlungseinheit fortgeschrieben. Die aktuelle Leistungsbeschreibung des GKV-Spitzenverbands nennt dafür die erbrachte Leistung, die Reaktion der Patientin oder des Patienten und mögliche Besonderheiten bei der Durchführung.
Im Beispiel wurde die physiotherapeutische Behandlung durchgeführt. Eine osteopathische Behandlung wurde später besprochen und für einen weiteren Termin vorgesehen. Erst wenn dieser Termin stattfindet, dokumentieren Sie die Behandlung als durchgeführt. Ändert sich eine Vereinbarung, erhält sie einen neuen Bezug zum aktuellen Kontakt. Muss ein früherer Eintrag berichtigt werden, bleibt seine ursprüngliche Fassung nachvollziehbar.
Methodenbezogene Dokumentationsvorlagen sinnvoll weiterverwenden
Bewährte Formulierungen erleichtern den Einstieg in den nächsten Behandlungstext. Übernehmen Sie eine passende Struktur und ergänzen Sie die Inhalte der aktuellen Sitzung. Bei einem Methodenwechsel können einzelne Fragen anders gewichtet sein; der Eintrag beschreibt dann den tatsächlichen Anlass und den eigenen fachlichen Blick.
Für die Aufnahme lassen sich in easymed eigene digitale Anamnese-Fragebögen konfigurieren. Eine gemeinsame Basis kann Angaben erfassen, die Sie bei allen Patientinnen und Patienten benötigen. Ergänzende Fragen passen zu Ihrem jeweiligen Angebot; die Antworten stehen zur Vorbereitung in der Patientenakte bereit.
Wenn Sie eine Frage ändern, prüfen Sie, ob die neue Formulierung etwas anderes erfragt. Notieren Sie die bisherige Fragestellung und den neuen Wortlaut, wenn sich der Bedeutungsumfang ändert. Die neue Antwort ergänzt den Verlauf an ihrem eigenen Zeitpunkt; die ältere bleibt als frühere Angabe nutzbar. So lesen Sie frühere Antworten nicht nachträglich wie Antworten auf eine neue Frage.
Unterlagen und neue Vereinbarungen bei derselben Person zusammenführen
Mitgebrachte Unterlagen helfen, einen Kontakt vorzubereiten. Ordnen Sie sie dem Anliegen zu, auf das sie sich beziehen, und nennen Sie beim Behandlungseintrag die konkrete Information, die für die Sitzung wichtig war. Damit bleibt der Unterschied zwischen einem vorliegenden Befund und Ihrer eigenen Beobachtung erkennbar.
Patientinnen und Patienten können Befunde in easymed selbst hochladen. Die Unterlagen stehen anschließend in ihrer Akte zur Verfügung. Wenn Sie eine Unterlage verwenden, halten Sie im Termin fest, worauf Sie sich beziehen und wie es zum aktuellen Anliegen gehört. Das verkürzt den Weg von der eingegangenen Information zur Vorbereitung, während die fachliche Einordnung bei Ihnen bleibt.
Wenn eine frühere Vereinbarung beim neuen Kontakt ergänzt wird, genügt eine konkrete Notiz: Was wurde jetzt besprochen, wer übernimmt den nächsten Schritt und für welchen Termin ist er vorgesehen? Der frühere Verlauf bleibt lesbar; die neue Vereinbarung erhält ihren eigenen Zeitpunkt.
Einen Bericht aus mehreren therapeutischen Schwerpunkten vorbereiten
Ein hilfreicher Bericht beantwortet eine konkrete Frage. Wählen Sie die dafür relevanten Kontakte und Unterlagen aus. Verbinden Sie das Anliegen, die dokumentierten Beobachtungen, die tatsächlich durchgeführten Behandlungen und ihre Ergebnisse sowie die nächsten Vereinbarungen. Ein sorgfältiger Verlauf liefert dafür die Grundlage, ohne dass Sie die ganze Akte in den Bericht kopieren müssen.
In easymed lassen sich Informationen aus der Patientenakte als PDF bereitstellen. Für zusammenfassende Therapieberichte gibt es außerdem ein optionales KI-Zusatzmodul. Es erstellt einen Bericht aus Ihrer Dokumentation; Sie prüfen, ob die ausgewählten Angaben die Frage des Empfängers beantworten, und ergänzen den Text passend zum Anlass.
Einen Methodenwechsel mit einer neuen Fachkraft vorbereiten
Eine gute Übergabe zeigt das aktuelle Anliegen, die dafür relevanten bisherigen Kontakte, die Herkunft wichtiger Angaben und die nächste Vereinbarung. Die neue Fachkraft kann so direkt beim passenden Punkt einsteigen und ihre eigene Sitzung als neuen Eintrag dokumentieren. Frühere Behandlungstexte und Unterlagen bleiben erreichbar, wenn sie für den neuen Schwerpunkt gebraucht werden.
In easymed gehören Kalender, Patientenakte und Behandlungseinträge zum selben Praxisablauf. Wenn Sie diesen Weg für Ihr Team kennenlernen möchten, vereinbaren Sie eine persönliche Vorführung und bringen Sie einen typischen Ablauf aus Ihrer Praxis mit.