Physiotherapie ohne eigene Praxisräume kann Hausbesuche, gemietete Behandlungszeiten oder wechselnde Arbeitsorte bedeuten. Räume müssen Ihnen nicht gehören; eine GKV-Zulassung setzt dennoch konkrete Praxisflächen voraus.
Der GKV-Spitzenverband führt den aktuell gültigen Physiotherapie-Vertrag samt Anlagen. Anlage 5 verlangt mindestens 23 Quadratmeter Therapiefläche: einen Bereich mit mindestens 15 und einen mit mindestens 8 Quadratmetern. Jeder zusätzliche gleichzeitig tätige Leistungserbringer braucht einen weiteren 8-Quadratmeter-Bereich. § 11 des aktuellen Vertrags (PDF) nennt als Nachweise Eigentum oder ein Recht an der Praxisnutzung, zum Beispiel einen Mietvertrag, sowie Raumskizze, Fläche, lichte Deckenhöhe und Geräteliste. Anlage 5 verlangt für Behandlungsräume und -bereiche mindestens 2,40 Meter lichte Deckenhöhe. Die Praxis muss für Versicherte zugänglich und von privaten Bereichen getrennt sein; die Räume sollen zusammenhängen. § 12 verlangt außerdem, dass die Praxis GKV-Versicherten an mindestens drei Tagen und für mindestens 25 Stunden pro Woche zur Verfügung steht. Ärztlich verordnete Hausbesuche gelten während der Öffnungszeiten als zeitweilige Abwesenheit.
Ein Miet- oder Kooperationsmodell kann eine eigene Immobilie entbehrlich machen, belegt aber nicht automatisch, dass jede stundenweise Mitnutzung für die Zulassung genügt. Klären Sie das konkrete Raum- und Zeitmodell mit der zuständigen Arbeitsgemeinschaft. Da Anlage 5 zusätzlich die Praxisfläche beschreibt, ersetzen Hausbesuche diese Voraussetzungen nicht einfach; das ist die Folgerung aus den getrennten Vertragsregeln.
Für die tägliche Organisation bündelt easymed im Browser Teamkalender, Patientenakte und Behandlungsdokumentation. Die Smart-Warteliste bietet frei werdende Termine passenden Wartenden automatisch an. Ob Zeitfenster, Arbeitsort, Anfahrt und Vorbereitung zusammenpassen, entscheidet weiterhin das Team.
Arbeitsorte und Aufgaben eindeutig zuordnen
Erstellen Sie eine Übersicht der Orte, an denen Sie tatsächlich arbeiten: Mietraum, Hausbesuch und gemeinsamer Standort. Notieren Sie je Ort Adresse, Nutzungszeit, Zugang, Kontaktperson und vorhandene Ausstattung. Bei geteilten Räumen halten Sie fest, wer Schlüssel und Material bereitstellt und wie Reinigung und Ablage geregelt sind.
Vergleichen Sie die vereinbarte Nutzung mit den benötigten Arbeitszeiten. Für eine GKV-Zulassung müssen Nutzungsrecht und Raumaufteilung zum beantragten Standort passen. Stellen Sie dafür den Nachweis, die Raumskizze und die Geräteliste gemeinsam zusammen.
Bei Hausbesuchen leiten Sie die Packliste aus den Therapieinhalten und -zielen des jeweiligen Einsatzes ab. Anlage 5 verlangt geeignete und notwendige Ausstattung. Bestimmen Sie, wer die Tasche vorbereitet, Material reinigt und Verbrauchtes ergänzt.
Terminplanung über mehrere Orte hinweg gestalten
Verbinden Sie jeden Termin mit seinem Arbeitsort. Halten Sie Adresse oder Raum, Nutzungszeit und Zugangshinweis im gemeinsamen Kalender fest. Rechnen Sie den Weg vom vorherigen Einsatz, den Zugang und die Vorbereitung am Zielort ein; ein freier Uhrzeitblock zeigt allein noch nicht, ob der Übergang funktioniert.
Ordnen Sie Hausbesuche nach den tatsächlichen Wegen und gemietete Räume nach ihrer bestätigten Verfügbarkeit. Reservieren Sie Zeit für Dokumentation, Materialpflege und den Wechsel zwischen Orten. So sehen Sie, welcher Teil des Tagesplans von einer kurzfristigen Änderung betroffen ist.
Nach einer Absage kann die Smart-Warteliste von easymed ein freies Zeitfenster passenden Wartenden anbieten. Das Team prüft vor der Zusage, ob Ort, Anfahrt, Raumzugang und Vorbereitung zum nächsten Kontakt passen. Die Funktion vermittelt den Termin; die Routenentscheidung bleibt beim Team.
Benötigte Informationen verbindlich organisieren
Legen Sie vor einem Einsatz fest, was verfügbar sein muss: genaue Adresse, Zugangshinweis, Kontaktperson, benötigte Unterlagen und richtiger Patientenvorgang. Bestimmen Sie, über welches von der Praxis freigegebene Gerät und Konto Sie die Angaben am Arbeitsort abrufen.
Der Physiotherapie-Vertrag verpflichtet zugelassene Leistungserbringer zur Einhaltung der gesetzlichen Datenschutzbestimmungen. Für mobile Geräte empfiehlt das BSI Gerätesperre, Verschlüsselung und zeitnahe Sicherheitsupdates. Die Gerätegrundverschlüsselung umfasst keine separat auf einer Speicherkarte oder in einer Cloud abgelegten Dateien. Nutzen Sie für Patientendaten daher den freigegebenen Praxiszugang statt einer privaten Zweitablage.
Fehlt eine Berechtigung, halten Sie die benötigte Information und die zuständige Unterstützung fest. Vereinbaren Sie, wer den offenen Dokumentationsschritt anschließend im richtigen Vorgang ergänzt. So wird eine Unterbrechung zu einer klaren Aufgabe.
Zusammenarbeit mit klaren Übergaben beschreiben
Ordnen Sie die Rollen Ihrem tatsächlichen Modell zu: Wer öffnet einen Mietraum, bereitet Material vor, nimmt Rückfragen an und bestätigt Terminänderungen? Benennen Sie auch, wer den nächsten administrativen Schritt erledigt.
Eine Übergabe nennt den passenden Vorgang, Arbeitsort, bestätigte Änderung und offene Aufgabe. Bei einer Verschiebung gehören der neue Zeitblock sowie geänderter Zugang oder Vorbereitungsbedarf dazu. Die nächste Person sollte sehen, was geklärt ist und was sie übernehmen kann.
1 · Nach dem mobilen Einsatz
Vorgang vervollständigen
- Passenden Patientenvorgang öffnen
- Arbeitsort und bestätigte Änderung eintragen
- Offene Aufgabe mit nächstem Schritt festhalten
2 · Für das Team
Weiterarbeit ermöglichen
- Geklärten Stand im Vorgang lesen
- Verbleibende Aufgabe erkennen
- Nächsten Schritt übernehmen
Testen Sie diese Abfolge mit einer Vertretung. Findet sie den richtigen Termin, den aktuellen Stand und den nächsten Schritt? Ergänzen Sie fehlende Angaben dort, wo das Team den Kontakt verwaltet.
Verwaltung und Unterbrechungen mitplanen
Reservieren Sie nach Hausbesuch oder Raumwechsel Zeit für Befund, Verlauf und Verwaltung. Ordnen Sie die Dokumentation dem richtigen Patienten und Termin zu und markieren Sie offene Aufgaben mit Zuständigkeit und Zeitpunkt. So kann eine Kollegin weiterarbeiten, auch wenn sie beim Termin nicht am selben Ort war.
KI Generiert
Vergleichen Sie bei einem Mietmodell neben der Raummiete auch Nutzungszeiten, Anfahrt, Auf- und Abbau und bereitgestellte Ausstattung. Ein regelmäßiger Raumblock kann die Wochenplanung vereinfachen; einzelne Stunden brauchen oft genauere Absprachen über Schlüssel, Material und Verfügbarkeit.
Einen Standortwechsel nach einer Terminänderung planen
Nehmen Sie für eine Beispielwoche einen Hausbesuch und einen gemieteten Behandlungsraum. Der Ablauf zeigt, was sich ändert, wenn der erste Kontakt verschoben wird.
Die Änderung mit dem gesamten Tagesweg vergleichen
Im Beispiel wird der erste Kontakt verschoben. Halten Sie den neuen Ort und Zeitblock fest und prüfen Sie den Weg vom letzten Einsatz. Rechnen Sie die Vorbereitung am nächsten Ort dazu und klären Sie, ob der zweite Kontakt erreichbar und der Raum zur neuen Zeit verfügbar bleibt.
Vor dem zweiten Kontakt braucht das Team die erforderlichen Unterlagen über den bestätigten Praxiszugang am vorgesehenen Arbeitsplatz. Fehlt eine Berechtigung, halten Sie den offenen Punkt und die zuständige Unterstützung fest. Sobald Ort, Zeit, Weg und Zugang geklärt sind, teilen Sie die Änderung den Beteiligten mit und prüfen, ob eine frei gewordene Zeit im Tagesplan nutzbar ist.
Die Rückkehr in die gemeinsame Organisation prüfen
Ergänzen Sie nach dem mobilen Arbeitstag offene Angaben am richtigen Patientenvorgang: Wo fand der Kontakt statt, welche Änderung wurde bestätigt und welcher administrative Schritt ist noch offen? Weisen Sie den nächsten Schritt einer Person und einem Zeitpunkt oder Auslöser zu.
Eine Beispielwoche zeigt, ob Raumzeiten, Wege, Unterlagen und Zuständigkeiten zu Ihrem Modell passen. Mit easymed sehen Sie, wie Teamkalender, Patientenakte und Behandlungsdokumentation dafür in einer Praxissoftware zusammenspielen.