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Team und Zusammenarbeit

Datenschutz im Praxisalltag: Sichere Routinen im Team

Passende Mitarbeiterrechte, Bildschirmsperren und eine gemeinsame Patientenakte erleichtern den Datenschutz im Praxisalltag. So gestaltet Ihr Team sichere Übergaben am Empfang und unterwegs.

easymed.digital Redaktion 5 Min. Lesezeit
Zwei Praxismitarbeiterinnen richten einen geschützten Arbeitsplatz am Empfang ein.

Datenschutz bei Praxissoftware wird im Teamalltag greifbar: Jede Person weiß, welche Bereiche sie für ihre Aufgabe braucht, wo Befunde und Unterlagen weitergeführt werden und wie eine Anfrage vor der Weitergabe geprüft wird. In easymed stehen Stammdaten, Verlauf, Dokumente und Hinweise in der Patientenakte; Mitarbeiterrechte legen fest, welche Bereiche einzelne Personen sehen und bearbeiten dürfen. So kann das Team am gemeinsamen Patientenbezug weiterarbeiten, ohne den aktuellen Stand zusätzlich in privaten Kopien zu sammeln.

Die Datenschutz-Grundverordnung, Artikel 32 richtet Schutzmaßnahmen nach Art, Umfang, Zweck und Risiko der Verarbeitung aus. Für eine Therapiepraxis lässt sich daraus ein einfacher Prüfweg ableiten: Wer benötigt welche Information? Was ist am Empfang oder auf einem mobilen Gerät sichtbar? Und wie wird ein Dokument sicher an die richtige Person weitergegeben?

Praxissoftware-Zugänge passend zur Aufgabe einrichten

Persönliche Benutzerkonten und abgestufte Rechte machen im Team nachvollziehbar, wer auf welche Informationen zugreift. Die KBV nennt in ihren IT-Sicherheitshinweisen für Praxen individuelle Konten und eine Rechtevergabe nach dem tatsächlichen Bedarf als geeignete Arbeitsweise. Im Anhang der IT-Sicherheitsrichtlinie werden Benutzer und Rollen als Möglichkeit beschrieben, Zugriffe auf Patientendaten zu steuern.

Legen Sie die Bereiche so fest, dass sie zu den Aufgaben passen. Eine Kollegin am Empfang bearbeitet beispielsweise Termine und organisatorische Angaben; die behandelnde Person ergänzt Befund und Verlauf. In easymed können Sie Rechte je Mitarbeiter festlegen. Das Team kann dadurch den gemeinsamen Patientenbezug nutzen, während die freigegebenen Bereiche zur jeweiligen Aufgabe passen.

Richten Sie für neue Teammitglieder die benötigten Zugänge zum Start ein und erklären Sie am Arbeitsplatz, wo die jeweilige Aufgabe fortgeführt wird. Ändern sich Aufgaben, prüfen Sie die betroffenen Rechte; endet die Mitarbeit, werden nicht mehr benötigte Zugänge beendet. Die KBV empfiehlt denselben Abgleich bei Einstieg, Aufgabenwechsel und Austritt. Eine kurze Einweisung am echten Arbeitsweg klärt zugleich, welche Angaben zum Empfang gehören und wo die Behandlungsdokumentation ergänzt wird.

Den Bildschirm am Empfang vor Einblicken schützen

Die Datenschutzhinweise der KBV für Arzt- und Psychotherapiepraxen nennen eine automatische Bildschirmsperre und so angeordnete Patientenunterlagen, dass andere Patientinnen und Patienten sie nicht einsehen können. Am Empfang lässt sich das mit zwei konkreten Einstellungen verbinden: Der Bildschirm sperrt sich nach kurzer Inaktivität, und der Monitor steht so, dass Wartende die geöffnete Akte nicht lesen können.

Geht eine Kollegin zur Eingangstür oder verlässt kurz den Tresen, sperrt sie den Bildschirm vor dem Aufstehen. Bei der Rückkehr meldet sie sich mit ihrem Zugang wieder an und öffnet den gespeicherten Vorgang. Ist der letzte Arbeitsschritt bereits in der Akte festgehalten, braucht der Zwischenstand keinen zusätzlichen persönlichen Merkzettel oder eine Chatnachricht.

Den Bildschirm vor dem Weg vom Empfang sperren
Bildschirm am Empfang sperren und am gespeicherten Vorgang weiterarbeitenEmpfangsbildschirmsperrt nach InaktivitätVor dem Weg zur TürBildschirm sperrenMit Zugang zum Vorgang zurückund dort weiterarbeiten
Bei der Rückkehr meldet sich die Mitarbeiterin an und öffnet den gespeicherten Vorgang.

Papier bleibt während der Bearbeitung bei der zuständigen Person und kommt danach an den vorgesehenen Platz zurück. Am Tresen erhält ein Anruf nur die Informationen, die zum Anliegen gehören; persönliche Gespräche führt das Team so, dass andere Wartende sie nicht mithören. Die kurzen Handgriffe passen in den vorhandenen Empfangsablauf und lassen sich neuen Kolleginnen direkt am Arbeitsplatz zeigen.

Unterlagen im gemeinsamen Patientenbezug weiterführen

Legen Sie Befund, Verlauf und Dokumente beim passenden Patienten ab. In easymed führt die Patientenakte Stammdaten, Verlauf, Dokumente und Hinweise zusammen; die Behandlungsdokumentation lässt sich dem jeweiligen Termin zuordnen. Berechtigte Teammitglieder finden dadurch denselben gespeicherten Arbeitsstand wieder, wenn eine Kollegin den nächsten organisatorischen oder therapeutischen Schritt übernimmt.

Ein konkreter Übergang: Ein neu eingegangener Befund wird der passenden Patientenakte und dem betreffenden Behandlungstermin zugeordnet. Die behandelnde Person ergänzt den Verlauf dort; für eine Vertretung bleibt der Bezug sichtbar, ohne dass ein privater Ordner erst durchsucht werden muss. easymed stellt dafür Akte und Dokumentation bereit. Das Team ordnet weiterhin ein, welches Dokument zu welchem Patientenvorgang gehört.

Den Befund der passenden Patientenakte zuordnen
Unterlagen beim Patienten weiterführen und eine Arbeitskopie anschließend abschließenArbeitskopiefür einen SchrittPatientenaktemit TerminbezugBefund dem Termin zuordnenund im Verlauf weiterführenArbeitskopie nach dem Schrittnach Praxisroutine abschließen
Der gespeicherte Verlauf bleibt beim Patienten; eine kurzfristige Kopie wird nach der Arbeit nach der Praxisroutine abgeschlossen.

Eine kurzfristige Kopie kann für einen bestimmten Arbeitsschritt trotzdem nützlich sein. Speichern Sie sie an einem von der Praxis freigegebenen Ort, führen Sie das Ergebnis in den vorgesehenen Patientenbezug zurück und beenden Sie die Zwischenablage nach der vereinbarten Ablage- und Löschroutine. So bleibt der fortzuführende Arbeitsstand beim Patienten, während die Kopie eine begrenzte Arbeitshilfe bleibt.

Ungewöhnliche Unterlagenanfragen über bekannte Wege klären

Eine Nachricht oder ein Anruf bittet um einen Befund oder andere Unterlagen und nennt eine neue Adresse. Klären Sie zuerst über den bereits bekannten Kontaktweg, welcher Patient und welches Dokument gemeint sind, wer es erhalten soll und welcher Übermittlungsweg in Ihrer Praxis vorgesehen ist. Bei neuen Kontaktdaten bestätigen Sie den Wechsel über einen bekannten Kontakt und nicht allein mit den Angaben aus der unerwarteten Anfrage. Die KBV nennt für telefonische Auskünfte gezielte Zusatzfragen oder einen Rückruf als Möglichkeiten, die Identität der anfragenden Person zu sichern.

Im Beispiel bittet eine Nachricht um einen Befund und nennt dafür eine neue E-Mail-Adresse. Die Mitarbeiterin nutzt die bisher hinterlegte Telefonnummer, ordnet die Anfrage der richtigen Patientenakte zu und bestätigt die gewünschte Empfängeradresse. Erst danach gibt sie die benötigte Unterlage über den von der Praxis freigegebenen Übermittlungsweg weiter. Die KBV-Praxishinweise führen aus, dass Patientendaten nicht unverschlüsselt über das Internet versandt werden sollen, auch nicht per E-Mail.

Empfänger und Übermittlungsweg vor dem Versand klären
Neue Adresse über bekannten Kontakt prüfen und Unterlage gezielt weitergebenBitte um UnterlageAnfrage mit neuer AdresseBekannten Kontaktzur Bestätigung nutzenEmpfänger bestätigtÜber freigegebenen Weg senden
Die Anfrage wird über einen bereits bekannten Kontakt bestätigt und über den vorgesehenen Weg beantwortet.

Halten Sie die Bestätigung am dafür vorgesehenen Vorgang fest, wenn Ihre Praxisroutine das vorsieht. Die nächste berechtigte Person kann dann sehen, warum eine Unterlage weitergegeben wurde und welcher Schritt als Nächstes ansteht. So bleibt die Rückfrage beim konkreten Anliegen, statt parallel in einer persönlichen Ablage weiterzulaufen.

Mobile Geräte beim Arbeitsplatzwechsel schützen

easymed läuft im Browser auf PC, Mac und Tablet; jede Praxis hat eine eigene Instanz. Nutzt Ihr Team ein Tablet an freigegebenen Arbeitsplätzen, gehört sein Geräteschutz zur Routine vor dem Ortswechsel. Die KBV-Richtlinie für Praxis-IT nennt für mobile Geräte einen Gerätesperrcode, die Bildschirmsperre und eine Beschränkung von App-Zugriffen auf das Notwendige. Vertrauliche Benachrichtigungen sollten nicht auf dem Sperrbildschirm erscheinen.

Vor dem Transport sperren Sie das Gerät und verstauen es in seinem vorgesehenen Fach. Nach dem Wechsel melden Sie sich am freigegebenen Arbeitsplatz wieder an und öffnen den passenden Vorgang. Das gilt auch, wenn das Tablet nur für einen kurzen Weg zur Eingangstür oder in einen Behandlungsraum mitgenommen wird.

Ein Arbeitsgerät mit ausgeschaltetem Bildschirm wird in das gepolsterte Fach einer Tasche gelegt. KI Generiert
Vor dem Transport wird das Gerät gesperrt und in seinem vorgesehenen Fach verstaut.

Besprechen Sie diese Routine beim Einstieg neuer Mitarbeitender anhand des tatsächlich verwendeten Geräts: Wie wird es gesperrt? Wo wird es nach dem Transport aufbewahrt? Welche Dateien dürfen für einen Arbeitsschritt lokal vorliegen und wo werden sie anschließend weitergeführt? Eine gemeinsame Antwort auf diese Fragen verbindet Geräteschutz, Aktenablage und Zugriffsrechte mit dem alltäglichen Arbeitsweg.

Häufige Fragen

Wie sollten Zugriffsrechte für ein Praxisteam eingerichtet sein?

Richten Sie persönliche Zugänge ein und geben Sie pro Person die Bereiche frei, die zur Aufgabe gehören. Prüfen Sie die Rechte bei einem Aufgabenwechsel und beenden Sie nicht mehr benötigte Zugänge, wenn eine Mitarbeit endet.

Was schützt den Bildschirm am Empfang vor Einblicken?

Lassen Sie den Bildschirm nach kurzer Inaktivität automatisch sperren und stellen Sie den Monitor so auf, dass Wartende die geöffnete Akte nicht lesen können. Vor einem kurzen Weg vom Tresen sperren Mitarbeitende den Bildschirm zusätzlich direkt.

Wie lässt sich eine Bitte um Unterlagen an eine neue Adresse prüfen?

Klären Sie über einen bereits bekannten Kontaktweg, wer die Unterlage erhalten soll. Bestätigen Sie eine neue Adresse separat, ordnen Sie das Dokument dem richtigen Patientenbezug zu und verwenden Sie den freigegebenen Übermittlungsweg Ihrer Praxis.

Wie unterstützt easymed die gemeinsame Ablage von Patientendokumenten?

In easymed führt die Patientenakte Stammdaten, Verlauf, Dokumente und Hinweise zusammen; die Behandlungsdokumentation lässt sich dem jeweiligen Termin zuordnen. So kann das berechtigte Team am gespeicherten Patientenbezug weiterarbeiten.

Welche Schutzroutine gilt für ein Tablet am Arbeitsplatz?

Sichern Sie das Tablet mit einem Gerätecode, aktivieren Sie die automatische Bildschirmsperre und blenden Sie vertrauliche Mitteilungen auf dem Sperrbildschirm aus. Verwenden Sie es an freigegebenen Arbeitsplätzen und verstauen Sie es vor dem Transport gesperrt.

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