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Team und Zusammenarbeit

Bewegungsraum gemeinsam nutzen in der Gemeinschaftspraxis

So stimmen Gemeinschaftspraxen Fläche, Geräte, Wege, Raumwechsel und Fachkräfte ab. Mit konkreten GKV-Flächenvorgaben für Physiotherapie und einer klaren Kalenderbelegung.

easymed.digital Redaktion 7 Min. Lesezeit
Zwei Therapeuten planen die gemeinsame Nutzung eines Bewegungsraums.

Gemeinschaftspraxis Raumplanung für einen Bewegungsraum beginnt mit zwei Entscheidungen: Welche Angebote sollen gleichzeitig stattfinden, und welche brauchen getrennte Zeitfenster? Vergleichen Sie je Angebot die benötigte Fläche, Geräte, Zugangswege, Aufmerksamkeit und Vorbereitungszeit. easymed führt Termine, Behandler, Arbeitszeiten und Räume im gemeinsamen Kalender zusammen; die Kalenderansicht kann auch Räume mit mehreren Plätzen zeigen. So sieht das Team denselben Buchungsstand. Welche Kombination in der Praxis passt, legen die Beteiligten anhand der tatsächlichen Nutzung fest.

Das Beispiel verbindet Physiotherapie und Sportwissenschaft. Eine Behandlung kann in einer Kabine beginnen und im Bewegungsraum weitergehen; ein anderes Angebot nutzt den Bewegungsraum durchgehend. Dazu kommen Materialwagen, Übergangszeit und gelegentliche Absagen. Verlässlich wird der Plan, wenn die realen Abschnitte und Ressourcen berücksichtigt werden und nicht nur ein Termin mit dem Vermerk „Raum frei“.

Räume nach ihrer tatsächlichen Nutzung beschreiben

Beschreiben Sie den Bewegungsraum mit den Angeboten, die dort stattfinden. Freie Bewegungsfläche, Liegen, Matten und Materialwagen bestimmen, welche Nutzung gut möglich ist. Ein übersichtlicher Raum unterstützt den Wechsel zwischen Einzelbehandlung, angeleitetem Training und anderen vereinbarten Angeboten.

Eine Aquarellillustration zeigt eine Fachkraft, die gefaltete Matten auf einem Materialwagen in einem hellen, freien Bewegungsraum ordnet; neben dem Wagen liegen Bälle und kleine Trainingsgeräte. KI Generiert
Das Raummotiv zeigt einen Materialwagen, freie Bewegungsfläche und Trainingsgeräte für die gemeinsam geplante Nutzung.

Zeichnen Sie Eingang, Geräte, Liegen, Materialwagen und die freien Flächen in einer einfachen Draufsicht ein. Markieren Sie auch die Wege zwischen den Bereichen: Wo kommt eine zweite Fachkraft hinein, ohne durch die laufende Nutzung zu gehen? Wo bleibt Platz, um Material zu holen oder zurückzustellen? So wird sichtbar, ob eine Fläche im Praxisalltag tatsächlich frei bleibt.

Für Beschäftigte verlangt die Arbeitsstättenverordnung, dass die freie Fläche am Arbeitsplatz Bewegungen ungehindert ermöglicht und Arbeitsplätze sicher erreichbar und verlassbar sind. Die DGUV-Information zur Physio- und Ergotherapie empfiehlt dafür ausreichend Bewegungsraum und Barrierefreiheit; Behandlungsliegen sollen von beiden Seiten zugänglich sein. Prüfen Sie beim Rundgang daher auch den Weg um eine Liege, zur Tür und zum Materialwagen, während der benachbarte Bereich genutzt wird.

Raum- und Leistungsnamen sollten für alle gleich verständlich sein. „Kabine 1“ und „Bewegungsraum“ sind hilfreicher als wechselnde Kürzel, wenn genau diese Orte im Kalender ausgewählt werden. Bei mehreren Plätzen im Bewegungsraum zeigt die Raumansicht die vereinbarte Belegung; sie ersetzt nicht die Entscheidung, welche Angebote dort parallel stattfinden können.

GKV-Flächenvorgaben für Physiotherapie gesondert prüfen

Wenn Sie eine Physiotherapiepraxis für Leistungen nach dem Vertrag der gesetzlichen Krankenkassen planen, gelten konkrete räumliche Zulassungsvoraussetzungen. Der GKV-Spitzenverband veröffentlicht den aktuell gültigen Physiotherapievertrag samt Anlagen. Dessen Anlage 5 nennt insgesamt mindestens 23 m² Therapiefläche, davon einen Behandlungsbereich mit mindestens 15 m² und einen mit mindestens 8 m². Für jeden zusätzlichen gleichzeitig tätigen Leistungserbringer ist ein weiterer Behandlungsbereich von mindestens 8 m² erforderlich; Behandlungsbereiche dürfen grundsätzlich keine Durchgangsräume sein.

Für gerätegestützte Krankengymnastik schreibt die Anlage zusätzlich einen Behandlungsbereich von mindestens 30 m² vor. Je weiterem Gerät kommen 4 m² zusammenhängende Fläche hinzu; zwischen Geräten ist grundsätzlich ein Sicherheitsabstand von 1 m vorgesehen. Diese Vorgaben betreffen die Zulassung für die beschriebene Physiotherapieleistung. Sie sagen für sich genommen nicht, ob zwei konkrete Angebote mit ihren Wegen, Geräten und der erforderlichen Aufmerksamkeit gleichzeitig in einen Raum passen.

Gleichzeitige Nutzung ausdrücklich vereinbaren

Eine gleichzeitige Nutzung sollte für die konkrete Kombination von Angeboten geplant werden, nicht pauschal für den Raum. Gehen Sie die Nutzung gemeinsam durch:

  • Welche Fläche und Geräte braucht jedes Angebot gleichzeitig?
  • Können Fachkräfte und Teilnehmende ihre Wege nehmen, ohne sich durch den jeweils anderen Bereich zu bewegen?
  • Bleiben Tür, Liegen und gemeinsam genutztes Material zugänglich?
  • Passen Geräusche, Gesprächssituation und die Aufmerksamkeit der Fachkräfte zu beiden Abläufen?

Wenn sich Bereiche oder Wege überschneiden, vereinbaren Sie, wann die Überschneidung unproblematisch ist und wann Angebote zeitlich getrennt werden. Halten Sie die abgestimmte Belegung im gemeinsamen Kalender fest. Ein freier Platz zeigt die Terminmöglichkeit; die Eignung der parallelen Nutzung beurteilt das Team.

Fachkraft und Raum gemeinsam planen

Für einen Termin werden die passende Fachkraft und die passende Ressource gemeinsam berücksichtigt. Beginnt die Behandlung in einer Kabine, braucht der erste Nutzungsabschnitt die Kabine und die zuständige Person. Der spätere Bewegungsraum gehört ebenfalls zum geplanten Ablauf.

Den Raumwechsel mit der Fachkraft planen
Ein Termin, zwei Räume Beginn in der KabineErsten Nutzungsabschnittmit Fachkraft abbilden. Tatsächliche Übergangszeit. Danach BewegungsraumZweiten Bedarf und dessenFachkraft berücksichtigen. Auch die Vorbereitung desfolgenden Termins einplanen.
Ein Termin beginnt in der Kabine und führt danach in den Bewegungsraum. Übergangszeit und Vorbereitung des folgenden Angebots gehören zum passenden Ablauf.

In easymed kann das Team die Behandler- oder Raumansicht wählen, um die jeweilige Belegung zu überblicken. Serientermine und Pufferzeiten unterstützen die Terminorganisation. Für einen Wechsel von der Kabine in den Bewegungsraum zählt die tatsächliche Zeit für Weg und Vorbereitung; tragen Sie den Ablauf so ein, dass beide Räume und der folgende Termin passend berücksichtigt werden.

Farben und Bezeichnungen gezielt verwenden

Behandlerfarben zeigen, welcher Fachkraft ein Termin zugeordnet ist. Raumbezeichnungen zeigen, wo er stattfindet. Wenn beide Informationen dieselben klaren Namen verwenden, kann das Team einen freien Platz im Wochenplan leichter einordnen. Farben sollten dabei der Orientierung zwischen Behandlern dienen und nicht zusätzlich Räume oder Angebotsarten codieren.

Änderungen auf den gesamten Raumablauf beziehen

Wird ein Termin verschoben oder abgesagt, prüfen Sie, welcher Raum und welche Fachkraft dadurch tatsächlich frei werden. Ein anderes Angebot im Bewegungsraum bleibt bestehen, wenn es nicht von der Änderung betroffen ist. Bei einem Raumwechsel gehören auch Vorbereitungszeit und der Beginn des folgenden Angebots zur Abstimmung.

Im gemeinsamen Kalender sehen die Beteiligten den aktualisierten Terminstand. So kann der Empfang einen neuen Platz mit der verfügbaren Fachkraft und dem passenden Raum abstimmen, ohne getrennte Übersichten nachzuführen.

Den Wochenplan gemeinsam lesen

Prüfen Sie den Wochenplan aus zwei Blickwinkeln: Wo sind Fachkräfte verfügbar, und welche Räume beziehungsweise Raumplätze sind bereits belegt? Bei regelmäßig wiederkehrenden Angeboten kann die Serienplanung die vereinbarten Termine zusammenhängend organisieren. Ändert sich eine Raumregel oder die Nutzung eines Platzes, prüfen Sie die betroffenen Termine und stimmen die Änderung mit dem Team ab.

Gleichzeitige Nutzung eines Bewegungsraums anhand konkreter Angebote beurteilen

Nehmen wir als Beispiel ein ruhiges Einzelangebot in einem Bereich und ein angeleitetes Training im anderen. Zeichnen Sie ein, wo beide Angebote stattfinden, welche Geräte bereitstehen und welchen Weg jede Fachkraft nimmt. Prüfen Sie, ob eine Person beim Materialholen durch die aktive Fläche der anderen gehen müsste oder ob sich die benötigten Bereiche überschneiden. Dann entscheiden beide Fachkräfte, ob die konkrete Kombination passt oder ob getrennte Zeiten besser funktionieren. Die Grafik zeigt ein schematisches Beispiel mit einer Überschneidung, keinen vermessenen Grundriss.

Ein Bewegungsraum mit zwei farbig dargestellten Nutzungszonen, die sich in der Mitte überschneiden.
Schematisches Beispiel: Die gemeinsame Planung berücksichtigt freie Flächen, Material und Zugänge beider Angebote.

Einen Raumwechsel von der Kabine in den Bewegungsraum planen

Beginnt ein Termin in der Kabine, wird der erste Behandlungsabschnitt dort eingeplant. Danach führt der Ablauf mit der zuständigen Fachkraft in den Bewegungsraum. Beide Räume werden entsprechend ihrem tatsächlichen Bedarf berücksichtigt.

Zwischen den Abschnitten liegt die tatsächliche Übergangszeit. Sie umfasst den Weg und die Vorbereitung, die für das folgende Angebot benötigt werden. Ein direkter Wechsel kann kurz sein; ein Materialwechsel benötigt mehr Zeit.

Auch der folgende Termin hat seinen eigenen Beginn. Der Raumablauf soll deshalb genug Platz für dessen Vorbereitung lassen. So bleiben der aktuelle Termin und das nächste Angebot gut aufeinander abgestimmt.

Gemeinsam genutztes Material in die Raumplanung einbeziehen

Ein gemeinsam genutzter Materialwagen wird so abgestellt, dass beide Fachkräfte ihn gut erreichen können. Freie Wege und verständliche Ablageplätze unterstützen die vereinbarte gemeinsame Raumnutzung.

Im Beispiel bereitet die erste Fachkraft Material vor, während das Angebot der zweiten bereits läuft. Der Materialwagen bleibt erreichbar, ohne die laufende Nutzung zu stören. Ein passender Zugangsweg erleichtert beiden Personen ihre Arbeit.

Den Materialwagen für beide Fachkräfte erreichbar halten
Ein Materialwagen Fachkraft 1BereitetMaterial vor. Fachkraft 2Angebot läuftbereits. Ist der Wagen erreichbar,ohne die laufende Nutzungzu stören? Den konkreten Zugangsweggemeinsam vereinbaren.
Während ein Angebot läuft, kann die andere Fachkraft Material vorbereiten. Ein passender Zugangsweg verbindet beide Nutzungen.

Für das wiederkehrende Angebot genügt eine klare Vereinbarung zum Standort und zum Materialbedarf. Diese praktische Raumorganisation ergänzt den Kalender; das Material selbst wird am vereinbarten Platz bereitgehalten.

Kurzfristige Absage im Bewegungsraum einfach weiterverwenden

Eine Absage gibt den betreffenden Terminplatz frei. Entscheidend ist, welche Fachkraft und welcher Raum dadurch tatsächlich verfügbar werden. Ein gleichzeitig laufendes anderes Angebot bleibt davon unberührt.

Die gemeinsame Kalenderübersicht zeigt dem Empfang den freien Terminplatz. easymed kann einen frei gewordenen Termin passenden Wartenden automatisch anbieten. Bei gemeinsam genutzten Räumen prüfen Sie zusätzlich, ob das Ersatzangebot zum verfügbaren Raum und zur Fachkraft passt.

Wie passt ein neues Angebot in eine gut belegte Gemeinschaftspraxis?

Beschreiben Sie zuerst Fachkraft, Raum, Ausstattung und den tatsächlichen Zeitbedarf des neuen Angebots. Vergleichen Sie diese Angaben mit dem Wochenplan und rechnen Sie Weg und Vorbereitung ein. So erkennen Sie, ob eine freie Zeit wirklich passt oder eine bestehende Raumregel angepasst werden muss.

Mit easymed organisiert das Team Termine, Räume, Arbeitszeiten und Serien im gemeinsamen Kalender. Die Behandler- und Raumansicht erleichtern den Überblick über die vereinbarte Belegung; die fachliche Entscheidung über passende Angebote bleibt beim Team.

Häufige Fragen

Wie prüfe ich, ob zwei Angebote gleichzeitig in den Bewegungsraum passen?

Vergleichen Sie benötigte Flächen und Geräte, die Wege der Fachkräfte und Teilnehmenden, den Materialzugang sowie Geräusche und Aufmerksamkeit. Wenn Wege oder Nutzungsbereiche stören, planen Sie die Angebote zeitlich getrennt.

Wie plane ich einen Raumwechsel von der Kabine in den Bewegungsraum?

Berücksichtigen Sie den tatsächlichen Bedarf beider Räume und die Zeit für den Weg und die Vorbereitung. Lassen Sie auch Platz für den Beginn und die Vorbereitung des folgenden Angebots.

Wie bleibt gemeinsam genutztes Material erreichbar?

Vereinbaren Sie einen festen Standort und halten Sie den Zugangsweg frei. Im Beispiel kann eine Fachkraft Material vorbereiten, während das andere Angebot läuft, ohne den Bewegungsraum zu durchqueren.

Was wird bei einer kurzfristigen Absage im Bewegungsraum frei?

Im frei gewordenen Terminplatz kann die automatische Warteliste passenden Wartenden ein Angebot senden. Bei gemeinsam genutzten Räumen prüfen Sie zusätzlich, ob der Ersatz zum verfügbaren Raum und zur Fachkraft passt.

Welche Flächenvorgaben gelten für GKV-Physiotherapie und gerätegestützte Krankengymnastik?

Anlage 5 zum Physiotherapievertrag nennt mindestens 23 m² Therapiefläche mit Bereichen von 15 m² und 8 m² sowie je einen weiteren 8-m²-Bereich pro gleichzeitig tätigem Leistungserbringer. Für gerätegestützte Krankengymnastik sind zusätzlich mindestens 30 m² vorgesehen, mit 4 m² je weiterem Gerät und grundsätzlich 1 m Geräteabstand. Diese Vorgaben betreffen die jeweilige Zulassung und bestimmen nicht allein die Eignung paralleler Angebote.

Wie unterstützt easymed die Raumplanung einer Gemeinschaftspraxis?

easymed führt Termine, Behandler, Arbeitszeiten und Räume im gemeinsamen Kalender zusammen. Sie können zwischen Behandler- und Raumansicht wechseln und Räume mit mehreren Plätzen abbilden; das Team vereinbart, welche Angebote tatsächlich zusammenpassen.

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