Wenn das Personalmenü eines Verwaltungsprogramms gesperrt ist, eine Personaldatei im Windows-Explorer aber trotzdem geöffnet werden kann, prüfen Sie den direkten Dateipfad separat. Programmberechtigungen steuern die Bereiche innerhalb ihrer Anwendung; Windows regelt den Zugriff auf Dateien und Ordner. NTFS-Rechte können von einem übergeordneten Ordner auf Dateien und Unterordner vererbt werden, sofern die Berechtigung dafür markiert ist. Microsoft erklärt die Windows-Zugriffskontrolle und Berechtigungsvererbung.
Bei einem Netzwerkpfad kommen Freigaberechte hinzu. Windows führt die Berechtigungen der Freigabe und die NTFS-Rechte am Ordner getrennt; Microsoft nennt Freigaberechte als eigene Berechtigungsart neben NTFS-Rechten. Richten Sie deshalb beide Ebenen auf den vorgesehenen Personenkreis aus und prüfen Sie den Netzwerkpfad, den das Team tatsächlich nutzt.
Mit easymed legen Sie Rechte je Mitarbeiter für die Praxisbereiche der Software fest. Kalender und Patientenakte bilden die gemeinsame Arbeitsgrundlage für Termine und Dokumentation. Eine separat gespeicherte Personalabrechnung erhält diese Programmrechte nicht: Für den Windows-Ordner richtet die technische Betreuung die passenden Dateirechte ein.
Den unerwarteten Zugriff mit seinem tatsächlichen Weg aufnehmen
Im Beispiel lässt sich die Datei „Personalabrechnung.pdf“ im Ordner „Praxisbüro/Personal“ mit dem persönlichen Windows-Konto der Empfangskraft öffnen. Das gesperrte Personalmenü und dieser direkte Dateipfad sind zwei getrennte Zugriffswege. Die zuständige Praxisleitung erhält die beobachtete Fundstelle und das verwendete Konto.
Für die Klärung notiert die Leitung den vollständigen Pfad und das Windows-Konto, unter dem sich die Datei öffnet. Hilfreich ist außerdem die Angabe, ob die Datei lokal auf einem PC oder über einen Server erreichbar ist. Die Personalabrechnung selbst muss dafür nicht im Team herumgereicht werden; für eine Zugriffsprobe genügt eine neutrale Testdatei.
Anwendungsbereich und externe Datei getrennt betrachten
In easymed bestimmen die Rechte je Mitarbeiter, welche Praxisbereiche eine Person sehen oder bearbeiten darf. So kann der Empfang seine Terminaufgaben im Kalender organisieren, während Behandelnde die Patientenakte für ihre Dokumentation nutzen. Die jeweiligen Programmrechte richten sich nach den Aufgaben im Team.
Die Datei aus dem Beispiel liegt dagegen als PDF im Windows-Ordner. Ein gesperrtes Menü im Verwaltungsprogramm ändert die Berechtigungen dieses Windows-Pfads nicht. Prüfen Sie den tatsächlichen Ordnerzugriff mit dem persönlichen Windows-Konto; dann ist klar, ob die Anpassung in easymed oder im Dateisystem erfolgen muss.
Den Personalordner für die vorgesehenen Personen einrichten
Die technische Betreuung benötigt den genauen Dateipfad, das betroffene Windows-Konto und den vorgesehenen Personenkreis. Legen Sie außerdem fest, welche Arbeit die Personen an den Unterlagen erledigen müssen: lesen, bearbeiten oder neue Dateien dort ablegen. Windows kann Berechtigungen einzelnen Konten oder Gruppen zuweisen; Microsoft beschreibt beide Möglichkeiten.
Im Beispiel übernimmt der Personalordner eine breite Leseerlaubnis aus der übergeordneten Ablage. Die technische Betreuung prüft diese geerbten Einträge und richtet den Personalbereich für den vorgesehenen Personenkreis ein. Neu angelegte Dateien übernehmen die dafür markierten Berechtigungen des Ordners. Bei einer Netzwerkfreigabe prüft die Betreuung zusätzlich die Freigaberechte, die Windows getrennt von den NTFS-Rechten verwaltet. So wird sichtbar, ob eine breite Leseerlaubnis aus der übergeordneten Ablage bis in den Personalbereich reicht.
Die Einrichtung mit zwei persönlichen Konten kennenlernen
Für den Abschluss wird der eingerichtete Pfad mit den persönlichen Konten der vorgesehenen Personen geprüft. Eine neutrale Datei im Personalordner reicht dafür aus; eine Personalabrechnung muss nicht als Prüfbeleg geöffnet oder herumgereicht werden. Bei einer Netzwerkfreigabe wird auch über den tatsächlichen Serverpfad getestet, den das Team später nutzt.
Im Praxisbeispiel erhält das Empfangskonto am Personalpfad keinen Lesezugriff; die Praxisleitung öffnet dieselbe Datei mit dem eigenen Konto, Lesen ist möglich. Der Empfang nutzt anschließend die organisatorischen Informationen, die er für die Terminplanung benötigt. Persönliche Konten machen diesen Unterschied sichtbar, weil Windows die Berechtigungen anhand des angemeldeten Kontos und seiner Gruppen auswertet.
Neue Personaldokumente am vorgesehenen Ort ablegen
Die Leitung legt neue Personalabrechnungen im eingerichteten Personalbereich ab. Dateien, die dort neu angelegt werden, übernehmen die am Ordner als vererbbar markierten Rechte. Windows weist die Standardberechtigungen des Elternordners beim Anlegen zu, nicht automatisch beim Umbenennen oder Verschieben; Microsoft beschreibt diese Unterscheidung in der Dokumentation zu Datei- und Zugriffsrechten. Prüfen Sie ältere Unterlagen und bekannte Kopien deshalb am tatsächlich genutzten Pfad.
Für den Empfang stehen die organisatorischen Angaben bereit, die er für Termine braucht, zum Beispiel eine bestätigte Abwesenheit oder eine zuständige Ansprechperson. Die Personalabrechnung bleibt am vorgesehenen Ort bei der Leitung.
Ein Beispiel aus dem Praxisalltag: Eine Mitarbeiterin meldet der Leitung eine bestätigte Abwesenheit. Die Leitung ergänzt die organisatorische Angabe für die Terminplanung und legt die zugehörige Personalunterlage im Personalbereich ab. Der Empfang kann Termine passend verteilen, ohne das vollständige Personaldokument zu benötigen. Bei einer Rückfrage ist die zuständige Person bekannt. So arbeiten beide Seiten mit den Informationen weiter, die zu ihrer Aufgabe gehören.
Den gemeinsamen Arbeitsweg beim Rollenwechsel weiterführen
Bei einem Rollenwechsel passt die Leitung die Zuständigkeit und den vorgesehenen Personenkreis an. Die technische Betreuung ändert die Windows-Berechtigungen am Personalordner und berücksichtigt bei einem Serverzugriff auch die Freigabe. Eine kurze Notiz mit Ordnerpfad, zuständiger Gruppe und benötigtem Lese- oder Bearbeitungsrecht hilft, den nächsten Wechsel am richtigen Ort umzusetzen.
In easymed passen Sie zugleich die Rechte der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters für die benötigten Praxisbereiche an. Kalender und Patientenakte bleiben für die Rollen erreichbar, die sie für ihre Aufgaben nutzen. So verbindet das Team den gemeinsamen Arbeitsstand in der Praxissoftware mit einem passend eingerichteten Windows-Personalbereich.
Erleben Sie in einer persönlichen Vorführung von easymed, wie Sie Mitarbeiterrechte für Praxisbereiche festlegen und Kalender und Patientenakte im Team nutzen. Sie sehen die Arbeitsbereiche an einem konkreten Praxisfall und erhalten einen verständlichen Einstieg für Ihr Team.