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Team und Zusammenarbeit

Praxisklausur planen: einen Teamtag für konkrete Verbesserungen nutzen

Planen Sie eine Praxisklausur mit klarer Frage, passenden Rollen und einem kleinen Test. Ein Beispiel zur Patientenaufnahme zeigt, wie daraus ein zweiwöchiger Maßnahmenplan wird.

easymed.digital Redaktion 7 Min. Lesezeit
Praxisteam vereinbart konkrete nächste Schritte bei einem gemeinsamen Teamtag.

Eine Praxisklausur planen Sie am besten mit einem klaren Arbeitsauftrag: Wählen Sie einen wiederkehrenden Praxisablauf, beziehen Sie die Rollen ein, die ihn bearbeiten, und vereinbaren Sie am Ende einen kleinen nächsten Schritt mit Zuständigkeit und Rückmeldetermin. So führt der Teamtag von einer konkreten Frage zu einer überprüfbaren Veränderung, statt mehrere Themen nur anzusprechen.

In easymed sehen Sie Teamzeiten und genehmigte Abwesenheiten und berücksichtigen im gemeinsamen Kalender bereits geplante Patiententermine bei der Terminwahl. Für eine Frage zur Patientenaufnahme finden Empfang und Behandlung die für den Fall hinterlegten Informationen und Dokumente in derselben Patientenakte. Im Workshop klären Sie, wer eine fehlende Angabe übernimmt und welchen nächsten Schritt das Team vereinbaren will. Kalender und Patientenakte geben dem Team einen gemeinsamen Informationsstand für Planung und Übergabe.

Den Anlass mit einer konkreten Frage eingrenzen

Sammeln Sie vorab Beobachtungen aus dem Team. Wo entsteht regelmäßig ein Umweg oder eine unklare Übergabe? Die konkreten Fälle geben der Klausur einen verständlichen Bezug zum Alltag.

Die Workshopfrage wird an einer konkreten Unterlagenlücke bearbeitet
Die breite Frage nach verbesserter Aufnahme wird auf die Rückfrage nach fehlenden Unterlagen vor dem Ersttermin eingegrenzt. Drei Ergebnisse sind verständliche Anfrage, zuständige Rolle für Nachverfolgung und erklärter nächster Schritt am Empfang.Aufnahme verbessern?Eine Unterlagenrückfrage auswählenDrei konkrete ErgebnisseVerständliche AnfrageZuständige Rolle fürs NachfassenNächster Schritt am Empfang
Anfrageformulierung, Nachverfolgung und Anschluss am Empfang sind drei beobachtbare Ergebnisse.

Formulieren Sie anschließend das gewünschte Ergebnis. Am Ende soll zum Beispiel eine gemeinsame Formulierung, ein eindeutig beschriebener Übergang oder ein kleiner Test feststehen. Notieren Sie die Frage so, dass sie im vorgesehenen Zeitrahmen bearbeitet werden kann.

Halten Sie auch fest, welche Entscheidung das Team am Termin treffen kann. Wenn eine Antwort noch fehlt, schreiben Sie genau auf, welche Information gebraucht wird und wer sie bis wann einholt. So bleibt die Arbeitsfrage im Mittelpunkt und offene Punkte bekommen einen konkreten nächsten Schritt.

Teilnehmende und Verantwortung passend auswählen

Beziehen Sie die Rollen ein, die den Arbeitsweg tatsächlich bearbeiten. Empfang und Behandlung können unterschiedliche Informationen beitragen. Ein Thema über Teamübergaben sollte beide Perspektiven berücksichtigen.

Benennen Sie eine Person für die Moderation und den organisatorischen Ablauf. Sie hält Frage und Zeitrahmen sichtbar. Das bedeutet nicht, dass sie jede inhaltliche Entscheidung selbst treffen muss.

Klären Sie, wer die erforderlichen Beschlüsse bestätigt. Die Beteiligten sollten verstehen, welcher Vorschlag unmittelbar als Regel gelten kann und welcher weitere Freigabe braucht. Dieser Rahmen erleichtert die spätere Nachbereitung.

Die KBV-Praxishilfe zum Qualitätsmanagement in vertragsärztlichen Praxen empfiehlt, konkrete Praxisabläufe, Zuständigkeiten und schrittweise Verbesserungen zusammenzudenken. Für die Praxisklausur heißt das: Die vereinbarte Änderung ist so klar festgehalten, dass jede beteiligte Rolle ihren nächsten Schritt erkennt.

Die gemeinsame Zeit realistisch organisieren

Planen Sie Abwesenheiten und notwendige Vertretung frühzeitig. Welche regulären Aufgaben müssen während des Teamtags anders organisiert werden? Der Termin soll konzentriertes Arbeiten ermöglichen und zugleich die Abläufe der übrigen Praxis berücksichtigen.

Wählen Sie einen Rahmen, in dem die vorgesehenen Gespräche und Aufgaben tatsächlich möglich sind. Klären Sie, welche Unterlagen für das Thema gebraucht werden und wo sich die Gruppe ungestört austauschen kann. Eine angenehme Umgebung hilft, wenn alle das Material sehen und Beiträge festhalten können.

Die Arbeitszeit- und Urlaubsplanung mit easymed zeigt Teamzeiten und genehmigte Abwesenheiten zusammen. Wählen Sie daraus einen passenden Klausurtermin und organisieren Sie die nötige Vertretung. Bereits vereinbarte Patiententermine behalten Sie dabei im Blick. Die Entscheidung über Dauer, Besetzung und Umfang des Teamtags trifft Ihre Praxis.

Den bisherigen Ablauf gemeinsam sichtbar machen

Beschreiben Sie die Aufgabe vom Eingang bis zum nächsten abgeschlossenen Schritt. Wer übernimmt welche Handlung und welche Information wird weitergegeben? Der gemeinsame Ablauf zeigt, wo unterschiedliche Vorstellungen bestehen.

Die neue Formulierung wird bis zur tatsächlichen Übernahme geprüft
Eine Person spielt die neue Formulierung für eine Unterlagenrückfrage durchNeue FormulierungKonkrete Rückfrage durchspielenDen aktuellen Stand nachder Anfrage festhalten
Eine zweite Person übernimmt nach einer Unterbrechung und erkennt den nächsten Auftrag oder benennt die fehlende AngabeNach UnterbrechungZweite Person übernimmtNächsten Auftrag erkennenFehlenden Übergang präzisieren
Eine zweite Person übernimmt den Fall nach einer Unterbrechung und erklärt den nächsten Auftrag.

Verwenden Sie geeignete Beispiele, die den organisatorischen Übergang erklären. Was kam an, welche Information fehlte, wann fiel es auf und welche Rolle übernahm danach den nächsten Schritt? Für allgemeine Workshopnotizen halten Sie nur den Prozess fest und lassen Angaben weg, die dafür nicht erforderlich sind. Die DSGVO verlangt, personenbezogene Daten auf das für den jeweiligen Zweck notwendige Maß zu begrenzen (Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO). Bei der tatsächlichen Bearbeitung bleiben fallbezogene Informationen in der Patientenakte.

Trennen Sie Beobachtung und mögliche Lösung. Beschreiben Sie zuerst, was im bisherigen Ablauf tatsächlich passiert. Anschließend kann das Team prüfen, an welcher Übergabe eine kurze Erklärung, eine andere Zuständigkeit oder eine klarere Formulierung helfen würde.

Einen kleinen nächsten Versuch vereinbaren

Wählen Sie eine überschaubare Anpassung mit klarer Zuständigkeit. Welche Regel oder Einrichtung soll geprüft werden und woran erkennt das Team den brauchbaren Ablauf? Ein konkreter Test lässt sich im Alltag besser bewerten als ein umfangreicher unbestimmter Maßnahmenkatalog.

Der Maßnahmenplan verbindet Starttag und nächsten Prüfpunkt
In den ersten zwei Wochen wird die neue Regel ab dem vereinbarten Starttag erprobt. Die verantwortliche Person sammelt Beispiele für Informationseingang und rechtzeitige Rückfrage. Ein Rückmeldetermin und eigene Aufträge für offene Voraussetzungen halten den Rahmen verständlich.Die ersten zwei WochenStarttag vereinbarenNeue Regel im Alltag erprobenRückmeldung planenInformation am Empfang?Rückfrage rechtzeitig weitergegeben?Offene Voraussetzung erhälteinen eigenen Auftrag
Die verantwortliche Person sammelt Anwendungsbeispiele und prüft den Anschluss an den Empfang.

Eine neue Formulierung für eine organisatorische Rückfrage können Sie mit den Beteiligten im Gespräch durchspielen. Prüfen Sie, ob die empfangende Person den nächsten Arbeitsschritt erkennt. Wenn bei der ausgewählten Anpassung noch eine besondere Voraussetzung offen ist, benennen Sie die dazu benötigte Antwort und die verantwortliche Person.

Die Funktionen von easymed geben dem besprochenen Fall einen gemeinsamen Informationsort: Der Empfang findet den Termin und die hinterlegten Unterlagen am Patientenbezug; die Behandlung arbeitet mit derselben Akte weiter. Im Team klären Sie die Zuständigkeit für eine noch fehlende Angabe und den verständlichen nächsten Schritt. Die vorhandene Akte unterstützt die Übergabe, ohne eine zusätzliche parallele Fallsammlung anzulegen.

Ergebnisse und Nachbereitung geordnet festhalten

Notieren Sie Beschluss, verantwortliche Person und nächsten Schritt. Eine Aufgabe erhält auch einen Zeitpunkt für die erneute Betrachtung. Die Übersicht enthält nur die Informationen, die für die Umsetzung gebraucht werden.

Zwei Mitarbeiterinnen spielen während eines Praxisworkshops eine Rückfrage zu fehlenden Unterlagen durch. KI Generiert
Die Rückfrage nach der Unterlage bekommt eine zuständige Rolle und einen erkennbaren nächsten Schritt.

Erklären Sie die vereinbarte Änderung allen betroffenen Rollen. Wer nicht an der Klausur teilgenommen hat, benötigt denselben gültigen Stand. Aktualisieren Sie dafür die passende gemeinsame Arbeitsanweisung.

Ein Beispiel: Eine Unterlagenfrage bleibt regelmäßig bis zum ersten Termin ungeklärt. Die Klausur betrachtet Eingang, Zuständigkeit und Rückfrage gemeinsam. Als nächste Aufgabe wird ein verständlicher Hinweis mit einem klaren Bearbeitungsweg vorbereitet. Die zuständige Person prüft diesen Weg an einem geeigneten Fall und meldet zurück, wo noch Information fehlt. Damit erhält das Team eine konkrete Verbesserung und einen überschaubaren Kontrollpunkt.

Halten Sie beim Rückmeldetermin fest, was im Ablauf verständlich war und an welcher Stelle noch eine Übergabe fehlte. So kann das Team die konkrete Regel anpassen, statt eine allgemeine Organisationsfrage erneut aufzurollen.

Eine Workshopfrage in drei beobachtbare Ergebnisse übersetzen

Die Frage „Wie verbessern wir die Aufnahme neuer Patienten?“ ist für eine einzelne Praxisklausur weit gefasst. Grenzen Sie sie auf einen wiederkehrenden Übergang ein, etwa die Rückfrage nach fehlenden Unterlagen vor dem ersten Termin. Am Teamtag sollen drei Ergebnisse entstehen: eine verständliche Formulierung für die Anfrage, die zuständige Rolle für die Nachverfolgung und eine Erklärung des nächsten Schritts für den Empfang.

Beginnen Sie mit dem bisherigen Ablauf und zwei geeigneten Beispielen. Welche Angabe fehlte, wann wurde dies bemerkt und wer hat anschließend weitergearbeitet? Die Antworten zeigen, an welcher Stelle der Workshop für Praxisabläufe ansetzen kann. Das Team braucht dafür keine umfassende Neuorganisation der gesamten Aufnahme.

Nach der Diskussion spielt eine Person die neue Formulierung in einem Gespräch durch. Eine zweite übernimmt den Fall nach einer Unterbrechung. Wenn diese Person den nächsten Auftrag nicht erkennen kann, wird genau dieser Übergang präzisiert. So erhält die Idee während der Klausur bereits einen ersten praktischen Test.

Den Maßnahmenplan für die ersten zwei Wochen begrenzen

Für die Umsetzung werden ein Starttag und ein kurzer Rückmeldetermin vereinbart. Die verantwortliche Person sammelt bis dahin einige geeignete Beispiele, in denen die neue Regel genutzt wurde. Besprochen wird, ob die vorgesehenen Informationen beim Empfang ankamen und ob Rückfragen rechtzeitig weitergegeben werden konnten.

Ein Maßnahmenplan für die Praxisklausur bleibt dadurch überschaubar. Er enthält die beschlossene Änderung und den nächsten Prüfpunkt, statt viele unverbundene Wünsche aufzunehmen. Ist eine weitere Voraussetzung offen, wird sie als eigener Auftrag benannt. Das Team kann anschließend entscheiden, ob es die erprobte Regel übernimmt, an einer bestimmten Stelle verändert oder die Frage nochmals mit zusätzlichen Informationen betrachtet.

Das Institute for Healthcare Improvement beschreibt einen kleinen Praxistest als Folge aus Planen, Ausprobieren, Beobachten und Anpassen. Für die Planung nennt es ein klares Testziel, die Frage, die der Versuch beantworten soll, und die Festlegung, wer was wann tut und welche Beobachtung dafür gebraucht wird (PDSA-Zyklus: Veränderungen testen). Auf das Beispiel übertragen, kann die verantwortliche Person festhalten, ob der Empfang die fehlenden Unterlagen vor dem ersten Termin zuordnen konnte und welche Rückfrage noch nötig war. Besprechen Sie die Beobachtung beim vereinbarten Termin. Bewährt sich die Formulierung noch nicht, passen Sie sie an und prüfen den nächsten Versuch; eine einzelne Erprobung ist zunächst eine Lernrunde.

Häufige Fragen

Wie wird eine breite Frage für eine Praxisklausur auf einen bearbeitbaren Umfang begrenzt?

Wählen Sie einen wiederkehrenden Übergang statt die gesamte Organisation neu zu planen. Im Artikel wird „Aufnahme verbessern“ auf fehlende Unterlagen vor dem ersten Termin eingegrenzt. Am Teamtag entstehen eine verständliche Anfrageformulierung, eine Rolle für die Nachverfolgung und eine Erklärung des nächsten Empfangsschritts. Diese drei Ergebnisse machen den Auftrag konkret prüfbar.

Wer sollte an einer Praxisklausur zu Teamübergaben beteiligt sein?

Beziehen Sie die Rollen ein, die den betreffenden Weg tatsächlich bearbeiten, besonders Empfang und Behandlung bei ihren gemeinsamen Übergängen. Benennen Sie Moderation und organisatorische Verantwortung und klären Sie die Bestätigung von Beschlüssen. Die Beteiligten sollten wissen, welcher Vorschlag unmittelbar gelten kann und welcher noch eine passende Freigabe benötigt.

Wie wird eine neue Aufnahme-Regel bereits während der Praxisklausur getestet?

Beginnen Sie mit dem bisherigen Ablauf und zwei geeigneten Beispielen: Welche Angabe fehlte, wann fiel es auf und wer arbeitete weiter? Spielen Sie danach die neue Formulierung im Gespräch durch und lassen Sie eine zweite Person nach einer Unterbrechung übernehmen. Erkennt sie den nächsten Auftrag nicht, wird genau dieser Übergang präzisiert.

Was gehört in den Maßnahmenplan für die ersten zwei Wochen nach der Praxisklausur?

Vereinbaren Sie Starttag, verantwortliche Person und einen kurzen Rückmeldetermin. Sammeln Sie bis dahin einige Fälle, in denen die neue Regel genutzt wurde, und prüfen Sie den Informationsweg zum Empfang. Der Plan enthält die beschlossene Änderung und den nächsten Prüfpunkt. Eine weitere offene Voraussetzung bleibt ein eigener Auftrag; danach wird die Regel übernommen oder gezielt angepasst.

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