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Software und Digitalisierung

Praxissoftware einführen: mit Team und Testlauf

Mit einem vollständigen Praxisfall starten, Teamrollen klären und Datenübernahme früh testen. easymed verbindet Patientenakte, Kalender, Dokumentation und Privatabrechnung im Browser.

easymed.digital Redaktion 5 Min. Lesezeit
Zwei Mitarbeiterinnen planen am Tisch einer Therapiepraxis gemeinsam den Softwarestart.

Eine Praxissoftware einführen gelingt übersichtlich, wenn Sie zuerst einen vollständigen Arbeitsweg statt aller Menüs testen. Wählen Sie einen Praxisfall, der am Empfang beginnt und bis zur Dokumentation und Rechnung reicht. So sieht Ihr Team, welche Arbeitsschritte zusammengehören und welche Einstellungen für den Start wirklich gebraucht werden.

In easymed gehören Patientenakte, gemeinsamer Kalender, Behandlungsdokumentation und Privatabrechnung zusammen. Die eigene Praxisinstanz läuft im Browser auf PC, Mac oder Tablet; eine Installation auf jedem Arbeitsplatz entfällt. Für die Einrichtung können Sie einen gemeinsamen Termin mit dem easymed-Team wählen oder mit dem Handbuch selbst starten.

Praxissoftware mit einem vollständigen Praxisfall einführen

Nutzen Sie für den ersten Durchlauf eine Demoinstanz mit Beispieldaten. In der easymed-Demo stehen Beispielpatienten, Termine und Rezepte bereit. So kann das Team eine Aufgabe ausprobieren, ohne Übungsdaten in einer echten Patientenakte anzulegen. Wählen Sie einen Fall, der Ihrer täglichen Arbeit möglichst nahekommt.

Im Beispielsfall übernimmt der Empfang die Patientenaufnahme und trägt einen Termin im Kalender ein. Die behandelnde Person öffnet denselben Termin, ergänzt die Behandlungsdokumentation und hält die erbrachte Leistung fest. Anschließend erstellt die Abrechnung aus der erfassten Leistung eine Privatrechnung. Patientenaufnahme, Termin im Kalender, Behandlungsdokumentation und Privatrechnung gehören damit zu einem nachvollziehbaren Praxisweg.

Vom Erstkontakt bis zur Privatrechnung
Vom Erstkontakt bis zur PrivatrechnungEin Beispielsfall verbindet Patientenaufnahme, Termin im Kalender, Behandlungsdokumentation und Privatrechnung.Ein Fall, vier Schritte1234PatientenaufnahmeTermin im KalenderBehandlungsdokumentationPrivatrechnung abschließen
Ein Beispielsfall verbindet Patientenaufnahme, Termin, Behandlungsdokumentation und Rechnungsabschluss.

Achten Sie beim Testen auf den Übergang: Findet die nächste Person die Information dort, wo sie weiterarbeitet? Ist eine Terminart so angelegt, wie Patienten sie buchen sollen? Welche Einstellungen zu Arbeitszeit, Leistung oder Zugriffsrecht fehlen noch? Notieren Sie nur die Punkte, die in diesem Fall tatsächlich auftauchen. So entsteht eine kurze, praxisnahe Liste für die Einrichtung statt einer langen Wunschliste aus möglichen Funktionen.

Einrichtung und Schulung an den Teamaufgaben ausrichten

Beim gemeinsamen Einrichtungsweg gehen Sie mit dem easymed-Team Praxisdaten, Behandler, Leistungen und Kalender durch. Wenn Sie selbst einrichten möchten, erhalten Sie die Instanz mit Handbuch und können Fragen später klären. Der gemeinsame Termin eignet sich, wenn Sie Einstellungen gleich an Ihrer Praxis besprechen möchten; beim Selbststart bestimmen Sie Tempo und Reihenfolge selbst.

Teilen Sie den Beispielsfall nach den Aufgaben im Team auf: Der Empfang übernimmt Aufnahme und Termin, die Behandlung die Dokumentation und die Abrechnung prüft die Leistung und erstellt die Rechnung. Die zuständige Person richtet dazu Leistungen, Rechte und Rechnungsablauf ein. In easymed lässt sich je Mitarbeiter festlegen, welche Bereiche sichtbar und bearbeitbar sind. Klären Sie deshalb beim Start, welche Aufgaben eine Person regelmäßig übernimmt und welche Bereiche sie dafür tatsächlich braucht.

Ein Praxisfall macht Teamaufgaben sichtbar
Ein Praxisfall macht Teamaufgaben sichtbarEin gemeinsamer Praxisfall verzweigt zu den Aufgaben von Empfang, Behandlung und Abrechnung.Ein Praxisfall, drei AufgabenDemo-FallgemeinsamEmpfangAufnahme und TerminBehandlungDokumentationAbrechnungLeistung zur Rechnung
Empfang, Behandlung und Abrechnung prüfen die Arbeitsschritte, die zu ihrer Aufgabe gehören.

Die KBV empfiehlt Arzt- und Psychotherapiepraxen bei einem PVS-Wechsel, das Praxisteam in die Auswahl einzubeziehen, Produktpräsentationen zu nutzen und Datenübernahme früh mit einem Testlauf zu prüfen. Ihre Hinweise richten sich an diese Berufsgruppen; für Therapiepraxen ist die praktische Frage dieselbe: Lassen Sie alle betroffenen Rollen ihren Arbeitsschritt ausprobieren und halten Sie fest, welche Unterstützung nach dem Start erreichbar sein soll. Die KBV rät außerdem, Preise, Datenübernahme und Supportzeiten in Angeboten klar auszuweisen. KBV: Praxissoftware wechseln – was Praxen beachten sollten

Bei einem Softwarewechsel Datenübernahme und Altakten klären

Wenn Sie aus einem anderen Programm wechseln, klären Sie vorab mit dem bisherigen und dem neuen Anbieter, welche Daten das vorhandene Exportformat enthält. Die KBV empfiehlt für Arzt- und Psychotherapiepraxen, Schnittstellen und Testlauf früh zu prüfen und zu entscheiden, ob ältere Daten übertragen werden oder der Zugriff auf das alte System ausreicht. Das ist auch für Therapiepraxen ein hilfreicher Planungsansatz: Legen Sie fest, welche Akten, Termine und Dokumente im neuen Programm gebraucht werden und wie Sie ältere Einträge wiederfinden. KBV-Empfehlungen zum PVS-Wechsel

Für Behandelnde sieht § 630f BGB eine Behandlungsakte in Papierform oder elektronisch vor; sie ist grundsätzlich zehn Jahre nach Abschluss der Behandlung aufzubewahren, soweit keine andere Frist gilt. Planen Sie daher beim Umstieg, wie ältere Behandlungsunterlagen samt zugehörigen Dokumenten aufrufbar bleiben. Die Frage lautet nicht nur, was in den neuen Datenbestand kommt, sondern auch, wie die Praxis aufbewahrungspflichtige Altakten weiterhin findet. § 630f BGB: Dokumentation der Behandlung

Für Simplimed, etermin und Billfox gibt es in easymed eigene Migrationsassistenten; andere Quellen lassen sich je nach Export über CSV oder API übernehmen. Beim Import ordnen Sie unter anderem Behandler und Leistungen zu und können eine Vorschau prüfen, bevor der vollständige Lauf startet. Testen Sie an einem Beispieldatensatz, ob Patient, Termin, zuständige Person und zugehöriges Dokument an der erwarteten Stelle ankommen. Welche Daten übernommen werden können, richtet sich nach dem bisherigen Programm und dessen Export. Ablauf der Datenübernahme mit easymed

Die Buchhaltung im Startablauf mitdenken

Falls Ihre Praxis Rechnungen an Lexware Office übergibt, nehmen Sie eine typische Privatrechnung in den Testlauf auf. Mit dem optionalen Lexware-Office-Modul wird eine neue Rechnung beim Abschließen als Beleg übergeben; die in Lexware vergebene Rechnungsnummer kommt nach easymed zurück. Vollständig bezahlte Rechnungen werden täglich abgeglichen. Für die Steuerkanzlei stehen außerdem ein DATEV-Paket und als Zusatz die Belegübergabe an DATEV Unternehmen online bereit. Vereinbaren Sie mit Ihrer Kanzlei, welcher Weg für Ihre Praxis passt, und testen Sie genau diesen Ablauf. Lexware-Office-Anbindung in easymed

Gemeinsame Teamzeit als Beispiel rechnen

Als Musterrechnung: Zwei gemeinsame Termine von jeweils 45 Minuten ergeben 90 Minuten Kalenderzeit. Nehmen drei Personen an beiden Terminen teil, rechnen Sie 3 × 90 Minuten = 270 Personenminuten beziehungsweise 4,5 Personenstunden. Dieses Beispiel hilft, Kalenderzeit und gebundene Teamzeit auseinanderzuhalten.

Musterrechnung für gemeinsame Teamzeit
Musterrechnung für gemeinsame TeamzeitZwei Termine zu je 45 Minuten ergeben 90 Minuten Kalenderzeit. Bei drei Personen sind es 270 Personenminuten oder 4,5 Stunden Teamzeit.Musterrechnung für gemeinsame Teamzeit45 Minuten+45 Minuten90 Min.gemeinsame Kalenderzeit3 Personen × 90 Minuten= 270 Personenminuten4,5 Stunden Teamzeit
Zwei Termine à 45 Minuten mit drei Teilnehmenden ergeben 90 Minuten Kalenderzeit und 4,5 Stunden Teamaufwand.

Nutzen Sie einen Termin für Einrichtung und Rollen, den nächsten für den vollständigen Praxisfall. Fragen aus den ersten Arbeitstagen können Sie danach gezielt sammeln und mit dem vereinbarten Kontakt besprechen. Die KBV empfiehlt Arzt- und Psychotherapiepraxen für die ersten Wochen eine enge Begleitung durch den Software-Support; als Planungsfrage lohnt es sich auch in einer Therapiepraxis, Erreichbarkeit und Zuständigkeit vor dem Start festzuhalten. KBV: Praxissoftware wechseln

Ein guter Startumfang ergibt sich aus den Aufgaben, die Ihr Team tatsächlich erledigt. Wenn Patientenaufnahme, Termin, Dokumentation und Rechnung an einem Beispielsfall zusammenpassen, sehen Sie früh, welche Einstellungen nötig sind und wie die nächste Person weiterarbeitet. Weitere Funktionen können Sie anschließend passend zum Praxisalltag ergänzen.

Häufige Fragen

Wie führe ich eine Praxissoftware Schritt für Schritt ein?

Beginnen Sie mit einem vollständigen Praxisfall: Aufnahme, Termin, Dokumentation und Abrechnung. Lassen Sie Empfang, Behandlung und Abrechnung jeweils ihren Teil übernehmen, prüfen Sie die Übergänge und notieren Sie nur Einstellungen, die beim Test tatsächlich fehlen. Eine Demo mit Beispieldaten eignet sich für diesen ersten Durchlauf.

Welche Unterstützung bietet easymed beim Softwarestart?

Sie können Praxisdaten, Behandler, Leistungen und Kalender in einem gemeinsamen Termin mit dem easymed-Team durchgehen oder mit der eigenen Einrichtung und dem Handbuch starten. Beim Selbststart können Fragen später geklärt werden. easymed kennenlernen.

Welche Daten sollte ich beim Wechsel der Praxissoftware prüfen?

Klären Sie, welche Daten der Export enthält und ob ältere Akten samt Dokumenten übertragen oder über das alte System zugänglich bleiben. Prüfen Sie an einer Vorschau Patient, Termin, zuständige Person und Dokument. Behandlungsakten sind grundsätzlich zehn Jahre nach Abschluss der Behandlung aufzubewahren.

Wie berechne ich die gemeinsame Teamzeit für eine Einführung?

Zwei gemeinsame Termine von jeweils 45 Minuten ergeben 90 Minuten Kalenderzeit. Wenn drei Personen an beiden Terminen teilnehmen, sind das 270 Personenminuten beziehungsweise 4,5 Personenstunden.

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