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Praxisorganisation

Neue Verwaltungsanforderungen in der Therapiepraxis umsetzen

Neue Anforderungen geordnet umsetzen: Quelle, betroffene Vorgänge und Startpunkt prüfen, Softwareupdates vom Teamablauf trennen und eine kurze Arbeitsanweisung einführen.

easymed.digital Redaktion 6 Min. Lesezeit
Praxisteam bespricht neue Verwaltungsunterlagen und verteilt Aufgaben am Besprechungstisch.

Neue Verwaltungsanforderungen in der Therapiepraxis setzen Sie am einfachsten um, wenn Sie zuerst Quelle, Geltungsbereich und Startpunkt festhalten. Danach klären Sie, ob sich die Software, eine interne Arbeitsanweisung oder beides ändert. easymed läuft im Browser; eine lokale Installation und eigene Update-Routine entfallen, neue Softwarestände spielt der Anbieter ein. Ihr Team kann sich deshalb auf die tatsächlich betroffenen Praxisabläufe konzentrieren.

Neue Softwareänderungen zuerst einordnen

Eine neue Vorgabe, ein Hinweis des Softwareanbieters und eine Änderung in der eigenen Praxisorganisation sind drei verschiedene Anlässe. Sie können zusammenhängen, verlangen aber nicht automatisch dieselben Schritte. Prüfen Sie zuerst, welche Information sich konkret geändert hat und ob sie Ihre Fachrichtung, eine bestimmte Leistung oder nur einen Teil Ihres Verwaltungswegs betrifft.

Halten Sie die Originalquelle, das Datum der Mitteilung und den darin genannten Startpunkt fest. So kann das Team die interne Anweisung später einer konkreten Information zuordnen. Eine kurze Notiz wie „neue Angabe im privaten Rechnungsentwurf ab Montag“ ist hilfreicher als ein allgemeiner Vermerk wie „Abläufe aktualisieren“.

Ordnen Sie anschließend die Änderung einer Person zu, die Rückfragen bündelt und den nächsten Schritt festhält. Für eine Softwarefrage ist das meist die Person, die den Praxisablauf kennt und mit dem Anbieter kommuniziert. Bei einer fachlichen Vorgabe nutzen Sie die Stelle, die sie veröffentlicht hat. Eine konkrete Rückmeldung aus einer Quelle hält den Informationsstand für alle gleich.

Quelle, Geltungsbereich und Startpunkt prüfen

Prüfen Sie den Hinweis in vier Punkten: Was genau ändert sich? Welche Vorgänge sind betroffen? Ab wann gilt der neue Weg? Und wie werden bereits begonnene Fälle behandelt? Notieren Sie dazu die Quelle, das Datum der Mitteilung, den Startpunkt und die konkret betroffene Leistung. So ist für das Team erkennbar, auf welche Information sich die neue Anweisung stützt und welche Fälle sie betrifft.

Drei Fragen vor der neuen Anweisung
Drei Fragen vor der neuen Anweisung Die Praxis prüft zuerst, was sich ändert, welche Vorgänge betroffen sind und ab wann die neue Routine gilt. 1 Was genau ändert sich?Quelle und Inhalt festhalten 2 Welche Fälle betrifft es?Vorgänge und Leistung benennen 3 Ab wann gilt der Weg?Startpunkt und Übergang prüfen
Quelle, betroffene Vorgänge und Startpunkt bestimmen, auf welche Fälle die neue Praxisroutine angewendet wird.

Die KBV empfiehlt Arzt- und Psychotherapiepraxen, bereitgestellte Updates ihres Praxisverwaltungssystems nach den Hinweisen des Softwareherstellers einzuspielen. Ihre Praxis sollte deshalb die konkrete Herstellerinformation zum betroffenen Update lesen und den dort genannten Funktionsbereich prüfen. Die Beispiele der KBV betreffen unter anderem technische Änderungen an eRezept und eAU; die passende Information für Ihre Fachrichtung kommt aus der jeweils zuständigen Quelle. Die KBV erläutert ihre Empfehlung zu PVS-Updates.

Legen Sie außerdem fest, wer das Update oder die Rückfrage übernimmt und wann der Schritt in den Praxisalltag passt. Für Arzt- und Psychotherapiepraxen rät die KBV, die Zuständigkeit und den Zeitpunkt für Updates festzulegen, durchgeführte Änderungen zu dokumentieren und das Team zu informieren. Diese Hinweise helfen, technische Arbeiten mit den laufenden Terminen abzustimmen. Die KBV fasst diese Punkte in ihrer Update-Checkliste zusammen.

Softwareupdate und Arbeitsanweisung trennen

Ein Softwareupdate verändert den technischen Stand des Programms; eine Arbeitsanweisung beschreibt, was Beschäftigte in einem Vorgang tun. Bei easymed läuft die Praxissoftware im Browser, Updates werden vom Anbieter eingespielt. Die Praxisleitung ordnet ein, ob sich ein Handgriff ändert; das Team wendet die erklärte Routine an. Diese Aufgabenteilung spart die lokale Installation und lässt die Praxis auf den tatsächlichen Ablauf schauen.

Update und Praxisroutine getrennt organisieren
Update und Praxisroutine getrennt organisieren Der Anbieter spielt das Softwareupdate ein. Die Praxisleitung ordnet den betroffenen Handgriff ein und das Team wendet die erklärte Routine an. ANBIETER / SOFTWARE Update einspielen Herstellerhinweis lesen Technischer Softwarestand PRAXIS / TEAM Betroffene Fälle zuordnen Handgriff gemeinsam erklären Routine im Alltag umsetzen
Der Anbieter spielt das Softwareupdate ein. Die Praxis ordnet betroffene Vorgänge zu und erklärt dem Team den geänderten Handgriff.

Wenn sich nur der technische Stand ändert, folgen Sie dem Herstellerhinweis zum Update. Beschreibt die Mitteilung zusätzlich einen neuen Arbeitsschritt, halten Sie genau diesen Schritt fest: Welche Information wird benötigt, an welcher Stelle kommt sie hinzu und wohin wird sie anschließend weitergeführt? Kalender, Patientenakte und Behandlungsdokumentation bleiben dabei die gemeinsame Grundlage Ihrer Praxissoftware.

Im Beispiel wird vor einem privaten Rechnungsentwurf eine zusätzliche Angabe benötigt. Das Team ergänzt sie dort, wo der Entwurf vorbereitet wird. Daraus folgt nicht, dass auch die Terminplanung oder jede Verlaufsnotiz geändert werden muss. Die klare Zuordnung verhindert, dass ein kleiner neuer Schritt als umfassender Umbau der Praxisorganisation verstanden wird.

Den betroffenen Arbeitsschritt im Alltag abgleichen

Gehen Sie einen typischen Vorgang vom Eingang bis zum Abschluss durch. Welche Information liegt bereits vor, wo wird sie ergänzt und wer braucht sie als Nächstes? Schreiben Sie den neuen Handgriff neben den bisherigen Ablauf. Damit sehen Sie, welche Tätigkeit sich tatsächlich ändert und welche Arbeit weiterhin auf demselben Weg läuft.

Im Rechnungsbeispiel ergänzt die Mitarbeiterin die neue Angabe vor dem Entwurf und prüft, ob sie zum richtigen Patienten und Vorgang gehört. Anschließend folgt der eingerichtete Rechnungsweg. easymed verbindet dafür Teamkalender, Patientenakte und Dokumentation in einer Browseranwendung. Das Team muss den konkreten Schritt nicht in persönlichen Notizzetteln oder einer zusätzlichen Übertragungsliste nachbauen.

Wird die Kontaktangabe erst korrigiert, nachdem ein Dokument erstellt oder versandt wurde, ordnen Sie den Vorgang nach seinem tatsächlichen Stand ein. Ein offener Entwurf kann die aktuelle Angabe übernehmen. Für ein bereits ausgegebenes Dokument gilt der passende Bearbeitungsweg der konkreten Korrektur. So bleibt die Änderung beim richtigen Vorgang, ohne erledigte Arbeitsschritte erneut in den allgemeinen Ablauf zu mischen.

Eine kurze Arbeitsanweisung für alle nutzbar machen

Eine kurze Arbeitsanweisung beantwortet drei Fragen: Was ist neu, für welche Vorgänge gilt es und ab wann verwenden wir es? Ergänzen Sie den tatsächlichen nächsten Handgriff und eine Ansprechperson für offene Fragen. So bekommt jede Kollegin dieselbe Information und weiß, woran sie die neue Routine erkennt.

Eine Praxismitarbeiterin arbeitet am Laptop, während eine Kollegin daneben ihren Arbeitsschritt beobachtet. KI Generiert
Eine Kollegin probiert den neuen Handgriff selbst aus und stellt ihre Frage. Das Team hält die gemeinsame Anleitung an einer eindeutigen Stelle fest.

Eine passende Formulierung lautet: „Ab Montag ergänzen wir die zusätzliche Angabe vor dem privaten Rechnungsentwurf; bei einer bereits versandten Rechnung wenden wir den dafür vorgesehenen Korrekturweg an.“ Der Satz ist konkret, weil er Startpunkt, betroffene Fälle und nächsten Schritt benennt. Er wiederholt nicht alle Funktionen, die im Praxisalltag unverändert weiterlaufen.

Zeigen Sie den Arbeitsschritt kurz am Bildschirm. Eine Kollegin führt ihn selbst aus und kann ihre Frage direkt stellen. Legen Sie die gemeinsame Anleitung an einer eindeutigen Stelle ab, die auch Vertretungen nutzen. Das Bild unten zeigt genau diesen Moment: Eine Mitarbeiterin probiert den neuen Handgriff aus, während ihre Kollegin den Ablauf mit ihr durchgeht.

Wenn später ein tatsächlich neuer Fall auftaucht, ergänzen Sie nur die dafür nötige Information. So bleibt die Anleitung kurz und eine Vertretung findet den relevanten Stand schnell, statt mehrere persönliche Fassungen abzugleichen.

Begonnene Vorgänge und neue Fälle zuordnen

Teilen Sie den Bestand in drei Gruppen: Neue Vorgänge ab dem Startpunkt nutzen die neue Anweisung. Laufende Fälle richten sich nach der Übergangsregel. Abgeschlossene Vorgänge bleiben abgeschlossen, sofern die Vorgabe nichts anderes sagt. Diese Sortierung zeigt, was das Team ab dem ersten Tag anders macht und wo es beim bisherigen Stand bleibt.

Neue, laufende und abgeschlossene Vorgänge
Neue, laufende und abgeschlossene Vorgänge Neue Vorgänge nutzen ab dem Startpunkt die neue Anweisung. Laufende und abgeschlossene Fälle richten sich nach der Übergangsregel. Neue VorgängeAb Startpunkt: neue Anweisung Laufende FälleÜbergangsregel nachschlagen Abgeschlossene FälleNicht pauschal neu bearbeiten
Neue Fälle folgen ab dem Startpunkt der Arbeitsanweisung. Laufende und abgeschlossene Fälle richten sich nach der beschriebenen Übergangsregel.

Bei einer neuen Rechnungsanforderung kann das bedeuten, dass die zusätzliche Angabe ab dem festgelegten Zeitpunkt in jeden neuen privaten Entwurf gehört. Ein bereits versandter Beleg wird nicht allein deshalb erneut erstellt. Die konkrete Übergangsregel bestimmt, ob ein offener Vorgang noch angepasst wird. Halten Sie diesen Unterschied in der Anleitung fest, damit neue und ältere Fälle nicht vermischt werden.

Ist der Startpunkt oder der Umgang mit laufenden Fällen in der Quelle nicht beschrieben, fragen Sie gezielt bei der herausgebenden Stelle oder beim Softwareanbieter nach. Notieren Sie die Antwort anschließend in der gemeinsamen Anleitung. So erhält das Team eine klare Entscheidung für den konkreten Vorgang und muss keine parallelen Übergangslösungen entwickeln.

Neue Verwaltungsanforderungen lassen sich am vertrauten Praxisablauf erklären: Quelle prüfen, betroffene Fälle zuordnen und nur den nötigen Handgriff gemeinsam einführen. Wenn Sie sehen möchten, wie easymed Teamkalender, Patientenakte und Dokumentation im Browser verbindet, lernen Sie easymed kennen. Der Anbieter spielt Softwareupdates ein; Ihre Praxis kann sich bei einer neuen Vorgabe auf den jeweils relevanten Arbeitsschritt konzentrieren.

Häufige Fragen

Welche Angaben gehören in eine neue Arbeitsanweisung für die Praxis?

Halten Sie fest, was sich ändert, welche Vorgänge betroffen sind und ab wann der neue Weg gilt. Ergänzen Sie den nächsten Handgriff und eine Ansprechperson für offene Fragen, damit das Team dieselbe Information nutzt.

Was ist der Unterschied zwischen einem Softwareupdate und einer neuen Arbeitsanweisung?

Ein Update verändert den technischen Stand des Programms. Eine Arbeitsanweisung erklärt, was das Team bei einem Vorgang tut. Prüfen Sie getrennt, ob eine Mitteilung nur ein Update beschreibt oder zusätzlich einen neuen Handgriff verlangt.

Wie führen wir einen neuen Arbeitsschritt im Praxisteam ein?

Nennen Sie die Änderung, die betroffenen Vorgänge und den Startpunkt. Zeigen Sie den Handgriff am Bildschirm und lassen Sie eine Kollegin ihn selbst ausführen. Bewahren Sie die kurze gemeinsame Anleitung an einer Stelle auf, die auch Vertretungen finden.

Muss mein Praxisteam easymed-Updates selbst installieren?

easymed läuft im Browser; Updates werden vom Anbieter eingespielt. Ihr Team muss keine lokale Installation pflegen und kann sich bei einer Änderung auf die tatsächlich betroffenen Praxisabläufe konzentrieren.

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