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Software und Digitalisierung

Digitaler Praxisstart: Anbieterzugänge klar verwalten

Planen Sie zum digitalen Praxisstart, wer das Konto verantwortet, welche Aufgabe die Vertretung übernimmt und wie der Anbieter den Wiederzugang regelt. In easymed legen Mitarbeiterrechte fest, welche Bereiche das Team sehen und bearbeiten darf.

easymed.digital Redaktion 7 Min. Lesezeit
Zwei Kolleginnen prüfen gemeinsam die erste Einrichtung am Laptop einer neuen Praxis

Die neue Therapiepraxis richtet ihr erstes digitales System ein. Die Inhaberin registriert sich, bestätigt ihre E-Mail-Adresse und kann arbeiten. Zwei Wochen später soll eine berechtigte Kollegin während ihrer Abwesenheit eine organisatorische Anbieterfrage übernehmen. Für diesen Praxisstart müssen drei Dinge zusammenpassen: Wer verantwortet das Konto, welchen eigenen Zugang braucht die Kollegin für ihre Aufgabe und wie kommt die zuständige Person wieder hinein, falls ein Anmeldemittel ausfällt?

Eine geplante Vertretung und die Wiederherstellung eines Kontos sind verschiedene Wege. Die Kollegin arbeitet über ihre bestätigte Berechtigung; bei einem verlorenen Anmeldemittel gilt das Verfahren des jeweiligen Anbieters. In easymed steuern Rechte je Mitarbeiter, welche Bereiche ein Teammitglied sehen und bearbeiten darf. So lässt sich eine tägliche Praxisaufgabe dem passenden Zugriff zuordnen. Für ein externes Anbieter- oder E-Mail-Konto klären Sie die Vertretung direkt mit diesem Anbieter.

Halten Sie zum Start für jedes tatsächlich verwendete System kurz fest: Anbieter und Praxiszweck, verantwortliche Person, konkrete Vertretungsaufgabe, dafür freigegebene Berechtigung, Supportkontakt sowie den bestätigten Wiederzugangsweg. Passwörter und Wiederherstellungscodes gehören in das geschützte Verfahren Ihrer Praxis; in der Übersicht steht, wer sie dort findet und verwaltet.

Das erste System mit seiner Kontoverantwortung aufnehmen

Beginnen Sie bei der Anwendung, die Sie tatsächlich für den Praxisstart einrichten. Notieren Sie Anbieter, vorgesehenen Praxiszweck und die Person, die die Einrichtung verantwortet. Diese kleine Übersicht hilft bei späteren organisatorischen Rückfragen. Eine Liste sämtlicher denkbarer Programme würde den ersten Schritt unnötig vergrößern. Für den Anfang zählt das System, das Ihr Team in Kürze verwenden soll.

Im Beispiel übernimmt die Inhaberin die Kontoverantwortung, eine benannte Kollegin die ausdrücklich vereinbarte Vertretungsaufgabe und der Anbieter die Bestätigung des vorgesehenen Verwaltungswegs. Diese drei Rollen haben unterschiedliche Aufgaben. Die Kollegin erhält ihren eigenen vorgesehenen Zugang, soweit der bestätigte Anbieterumfang dies ermöglicht. Ein gemeinsam weitergegebenes Passwort bildet keine Vertretungsregel.

Die drei Rollen der ersten Kontoverwaltung unterscheiden
Der erste VerwaltungsrahmenPraxisPersonKontaktInhaberinVerantwortungKollegin:eigener ZugangAnbieter:Weg bestätigenRolle und Anmeldung zusammen klären
Inhaberin, berechtigte Vertretung und Anbieter übernehmen unterschiedliche Aufgaben.

Der BSI-IT-Grundschutz beschreibt Identitäts- und Berechtigungsmanagement als die Regeln dafür, wer auf welche Informationen oder Funktionen zugreifen darf. Seine Anforderungen sehen eine eindeutige Zuordnung von Benutzerkennungen und eine Vergabe nach dem tatsächlichen Aufgabenbedarf vor. Bei personellen Veränderungen sollen nicht mehr benötigte Konten und Rechte entfernt werden. Der Baustein ORP.4 richtet sich an Organisationen, die den IT-Grundschutz anwenden. Für eine kleine Praxis lässt sich die Grundidee einfach nutzen: Notieren Sie pro Person die Aufgabe und den dafür benötigten Zugang; passen Sie beides an, wenn sich die Rolle ändert.

Benennen Sie dann, was die Kollegin tatsächlich erledigen soll. Eine Supportanfrage mit bekanntem Systembezug kann eine passende Vertretungsaufgabe sein. Vertragsänderungen oder die Vergabe weitreichender Berechtigungen können bei der Inhaberin bleiben. Fragen Sie den Anbieter gezielt, welche Rolle diesen Umfang abbildet und wer ihn einrichten oder ändern darf. So erhält die Kollegin den Zugang für den Auftrag, den sie übernehmen soll.

Praxisauftrag und persönliche Anmeldung auseinanderhalten

Ein System kann für die Praxis eingesetzt und trotzdem über persönliche Anmeldungen verwaltet werden. Die Kontoverantwortung benennt, wer für das System zuständig ist. Die Anmeldung macht erkennbar, welche berechtigte Person gerade handelt. Diese Angaben gehören zusammen, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.

Fragen Sie den Anbieter, wie eine zusätzliche Person angelegt wird und welche Verwaltungsaufgaben ihr eigener Zugang freigibt. Beschreiben Sie den konkreten Fall: Die Inhaberin richtet die Praxis ein; eine Kollegin soll während einer geplanten Abwesenheit eine bestimmte Kontofrage weiterführen. Der Anbieter kann bestätigen, ob das mit einem persönlichen Zugang möglich ist und welche Information dafür erforderlich ist. Ein allgemeiner Administratorzugang ist nicht automatisch nötig, nur weil eine Kollegin eine einzelne Anfrage vorbereitet.

Der BSI-IT-Grundschutz empfiehlt, Benutzerkennungen eindeutig einer Person zuzuordnen und Berechtigungen auf das für die Aufgabe nötige Maß zu begrenzen. Fragen Sie deshalb beim ersten Anbieterzugang auch, wie sich ein Nutzerkonto nach einem Rollenwechsel ändern oder entziehen lässt. Wenn der Dienst keine eigene Vertretungsberechtigung vorsieht, vereinbaren Sie mit dem Anbieter, wie die Kollegin die Anfrage organisatorisch vorbereiten kann und welche Handlung bei der Kontoverantwortlichen bleibt.

Legen Sie außerdem fest, wer wichtige Anbieterinformationen erhält und bearbeitet. Eine Adresse ist nur dann ein verlässlicher Kontaktweg, wenn eine zuständige Person sie im Alltag im Blick hat. Halten Sie den vorgesehenen Supportkanal und die Zuordnungsangabe fest, die der Anbieter für Rückfragen benötigt. Die Übersicht enthält den Kontakt und den geschützten Ablageort für Zugangsmittel, aber nicht das offen lesbare Passwort.

Den vorgesehenen Wiederzugang vor einer Abwesenheit klären

Wiederzugang wird relevant, wenn die Inhaberin ein benötigtes Anmeldemittel verliert oder der Bestätigungskanal nicht erreichbar ist. Fragen Sie den Anbieter schon beim Einrichten, wer eine Wiederherstellung beantragen darf, welche Angaben gebraucht werden und über welchen bestätigten Kontakt sie läuft. Halten Sie diese konkrete Antwort fest; die Verfahren unterscheiden sich je nach Dienst.

Im Beispiel werden zwei Fälle getrennt vorbereitet: Die Inhaberin ist geplant abwesend und die Kollegin verwendet ihren bestätigten eigenen Vertretungszugang; ein benötigtes Anmeldemittel ist ausgefallen und die zuständige Person verwendet den bestätigten Wiederzugangsweg des Anbieters. Eine geplante Vertretung und eine Wiederherstellung sind damit verschiedene Vorgänge. Beide erhalten ihren passenden Ansprechpartner und ihre eigene Vorbereitung.

Geplante Vertretung und Wiederzugang getrennt vorbereiten
Zwei unterschiedliche AnlässeGeplante AbwesenheitEigener VertretungszugangAnmeldemittel ausgefallenBestätigter WiederzugangJeweils passender Ansprechpartner
Eine Abwesenheit verwendet den eigenen Vertretungsweg; ein ausgefallenes Anmeldemittel den bestätigten Wiederzugang.

Das BSI empfiehlt die Verwendung einer Zwei-Faktor-Authentisierung, sobald ein Dienst sie ermöglicht. Es rät zugleich dazu, für den Verlust eines zweiten Faktors vorzusorgen und weitere unterstützte Faktoren zu hinterlegen. Fragen Sie den Anbieter, ob beispielsweise ein zusätzliches Token oder eine weitere Authenticator-App vorgesehen ist. Dieser Ersatzweg sichert die Anmeldung der Kontoverantwortlichen; er ersetzt nicht den eigenen Vertretungszugang der Kollegin.

Unbeschrifteter USB-Sicherheitsschlüssel und geschlossene Aufbewahrungsbox neben einem Laptop KI Generiert
Ein unterstütztes Anmeldemittel und sein Aufbewahrungsort werden zum bestätigten Zugangsweg vorbereitet.

Dokumentieren Sie den bestätigten Ablauf in einer kurzen verständlichen Form. Dazu gehört auch, wo die berechtigte Person die dafür benötigten Angaben geschützt findet. Die Kollegin soll den richtigen ersten Kontakt erkennen können. Sie muss dafür weder einen unerprobten Wiederherstellungsvorgang auslösen noch die Anmeldung der Inhaberin übernehmen. Der vorbereitete Weg wird passend zum System und den tatsächlichen Befugnissen erklärt.

Die berechtigte Vertretung mit einer kleinen Aufgabe erproben

Wählen Sie eine Verwaltungsaufgabe, die der bestätigten Rolle entspricht. Die Kollegin könnte etwa den vorgesehenen Supportweg für eine organisatorische Rückfrage finden und die benötigte Systemzuordnung vorbereiten. Lassen Sie sie erklären, welche Information zur Anfrage gehört und welcher Punkt durch die Inhaberin freigegeben werden muss. Damit prüfen Sie den verwendbaren Arbeitsweg, ohne zusätzliche Rechte nur für die Probe einzurichten.

Die Beispielpraxis lässt die Kollegin mit ihrem eigenen freigegebenen Zugang arbeiten. Sie findet die vorgesehene Anbieterinformation und bereitet eine Anfrage zur bestätigten Kontaktadresse vor. Die Inhaberin prüft den Inhalt vor dem Versand, soweit dies zur vereinbarten Aufgabe gehört. Danach kennt die Kollegin den organisatorischen Weg. Der erfolgreiche Einstieg wird mit dem tatsächlich erprobten Umfang festgehalten.

Beobachten Sie bei dieser kleinen Probe, ob die Kollegin das System und die passende Kontaktstelle findet, die nötige Zuordnungsangabe kennt und ihre Befugnis richtig einschätzt. Wenn ein Schritt noch fehlt, klären Sie genau diesen Punkt mit dem Anbieter. Eine kurze Erprobung zeigt, ob die vereinbarte Aufgabe im Alltag auffindbar ist und an welcher Stelle die Inhaberin übernehmen soll.

Änderungen an Personen und Kontaktwegen bewusst nachführen

Die anfängliche Übersicht bleibt nur hilfreich, wenn tatsächliche Veränderungen darin ankommen. Eine neue zuständige Kollegin, eine geänderte Praxisadresse oder ein anderer Anbieterumfang kann den bisherigen Weg verändern. Legen Sie fest, wer diese Anpassung mit dem Anbieter klärt und anschließend den bestätigten Stand aktualisiert. Eine frühere Registrierungsnotiz wird sonst schnell zur falschen Anleitung für den nächsten Kontakt.

Nehmen Sie bei einer Rollenänderung den tatsächlich vergebenen Zugang dazu. Welche Aufgabe entfällt, welche kommt hinzu und wer bestätigt den neuen Umfang? Die organisatorische Übersicht wird mit der technischen Umsetzung abgeglichen. Nach dem Wechsel soll erkennbar sein, welche Person heute die Kontofrage bearbeitet. Ein früherer Name in einer allgemeinen Anleitung genügt für diese aktuelle Zuständigkeit nicht.

Den geänderten Auftrag mit dem tatsächlichen Zugang abgleichen
Die heutige VerwaltungsrolleAufgabe entfälltoder kommt hinzuNeuen Umfang bestätigenZugang abgleichenMit neuem AuftragZuständigkeit festhalten
Nach dem Rollenwechsel werden Aufgabe, Zugang und aktuelle Zuständigkeit gemeinsam geprüft.

Gleichen Sie daher bei einem Wechsel drei Punkte ab: die neue Aufgabe, die tatsächlich vergebenen Rechte und den zuständigen Anbieter- oder Wiederzugangskontakt. Entfernen oder ändern Sie nicht mehr benötigte Berechtigungen beim betreffenden Dienst und halten Sie den bestätigten neuen Stand fest. Die Empfehlung aus ORP.4, Rechte regelmäßig am tatsächlichen Aufgabenstand zu prüfen, lässt sich im Praxisalltag mit einer kurzen Durchsicht bei Rollenwechseln verbinden.

Den digitalen Start an einer auffindbaren Verantwortung abschließen

Vor dem ersten regulären Einsatz sollten drei Antworten feststehen: Wer trägt die Kontoverantwortung? Über welchen eigenen und bestätigten Weg übernimmt die Kollegin ihre konkrete Aufgabe? Welcher Anbieterweg gilt, wenn ein Anmeldemittel ausfällt? Prüfen Sie außerdem, ob eine angebotene Zwei-Faktor-Authentisierung eingerichtet und ein unterstützter Ersatzfaktor geklärt ist.

Die Gründerin im Beispiel kann danach die Verantwortung erklären und ihre nächste Abwesenheit vorbereiten. Die Kollegin kennt ihren begrenzten Auftrag und die zugehörige Kontaktstelle. Beide wissen, welche Information für die Anfrage nötig ist und wer eine weitergehende Kontoänderung freigibt. Damit ist der erste digitale Praxisstart nicht nur eingerichtet, sondern für die vereinbarte Vertretungsaufgabe vorbereitet.

Nehmen Sie eine konkrete Teamaufgabe in eine easymed-Demo mit. Lassen Sie sich zeigen, wie die Rechte je Mitarbeiter festlegen, welche Bereiche ein Teammitglied sehen und bearbeiten kann. So prüfen Sie den passenden Zugriff für den Praxisalltag und können zugleich Ihre Fragen zu Kontoverantwortung und Vertretung stellen.

Häufige Fragen

Wer trägt beim digitalen Praxisstart die Kontoverantwortung?

Benennen Sie eine Person für Einrichtung und Kontoverantwortung. Vereinbaren Sie daneben eine Kollegin, deren konkrete Vertretungsaufgabe und den dafür bestätigten Zugangsweg. Halten Sie den Supportkontakt und den aktuellen Anbieterumfang fest.

Wie richte ich eine Vertretung für ein Anbieterkonto ein?

Fragen Sie den Anbieter, ob die Kollegin einen eigenen Zugang für die konkrete organisatorische Aufgabe erhalten kann und welche Verwaltungsaufgaben damit möglich sind. Lassen Sie sie den bestätigten Supportweg mit einer kleinen Aufgabe erproben. Weitergehende Änderungen bleiben bei der Person, die sie freigeben darf.

Ist eine geplante Vertretung dasselbe wie die Wiederherstellung eines Kontos?

Bei geplanter Abwesenheit nutzt die Kollegin ihren eigenen bestätigten Vertretungszugang. Ist ein Anmeldemittel der Kontoverantwortlichen ausgefallen, gilt der bestätigte Wiederzugangsweg des Anbieters. Beide Wege haben einen eigenen Anlass und Ansprechpartner.

Wie bereite ich den Zugang mit Zwei-Faktor-Authentisierung vor?

Wenn der Dienst Zwei-Faktor-Authentisierung anbietet, verwenden Sie sie. Fragen Sie, ob ein zusätzliches Token oder eine weitere Authenticator-App als Ersatzweg vorgesehen ist und wo die nötigen Angaben geschützt hinterlegt werden. Der Ersatzfaktor sichert die Anmeldung der Kontoverantwortlichen; er ist kein Vertretungszugang.

Wie kann easymed die Zugriffe im Praxisteam abbilden?

In easymed legen Rechte je Mitarbeiter fest, welche Bereiche ein Teammitglied sehen und bearbeiten kann. Bringen Sie die konkrete Aufgabe der Vertretung in die Demo mit und prüfen Sie den dafür nötigen Zugriff. Für externe Anbieterzugänge gilt der vom jeweiligen Anbieter bestätigte Weg.

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