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Abrechnung und Finanzen

E-Rechnung in der Therapiepraxis: Empfang organisieren

So empfangen Sie strukturierte E-Rechnungen, unterscheiden sie von PDF-Rechnungen und ordnen Lieferantenbelege zu. Für eigene Patientenabrechnungen übergibt easymed fertige Belege an Lexware Office und exportiert Rechnungsdaten als DATEV-Paket.

easymed.digital Redaktion 5 Min. Lesezeit
Praxisverwaltung prüft den Eingang und die Ablage von Rechnungsunterlagen.

Eine strukturierte E-Rechnung enthält Rechnungsdaten in einem Format, das elektronisch verarbeitet werden kann. Für den Eingang in der Therapiepraxis reicht ein E-Mail-Postfach; für die sachliche Prüfung braucht das Team eine lesbare Ansicht und den Abgleich mit Bestellung und Lieferung.

easymed unterstützt den davon getrennten Weg der eigenen Patientenabrechnung: Private Rechnungen entstehen aus erfassten Leistungen. Mit aktivierter Lexware-Office-Anbindung übergibt easymed abgeschlossene Rechnungen als Beleg und übernimmt die dort vergebene Nummer; vollständig bezahlte Rechnungen werden täglich zurückgemeldet. Für die Kanzlei können Rechnungsdaten außerdem als DATEV-Paket exportiert werden. Lieferantenrechnungen ordnen Sie am kaufmännischen Eingang Ihrer Praxis ein. Das folgende Beispiel zeigt den Umgang mit einer Teillieferung und einer erneut zugestellten Rechnung.

Den Rechnungseingang über einen klaren Kontakt bündeln

Seit dem 1. Januar 2025 müssen inländische Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Das gilt auch für Kleinunternehmer; laut E-Rechnungs-FAQ des Bundesfinanzministeriums reicht für den Empfang ein E-Mail-Postfach. Vereinbaren Sie mit Ihren Lieferanten die dafür vorgesehene Adresse und benennen Sie eine zuständige Person.

Eine PDF-Datei ohne strukturierte Rechnungsdaten ist zwar elektronisch, gilt nach § 14 UStG aber als sonstige Rechnung und nicht als E-Rechnung. Während der Übergangsfristen können Lieferanten unter den jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen weiterhin andere Rechnungsformate verwenden. XRechnungen enthalten die strukturierten Daten im XML-Format; bei geeigneten ZUGFeRD-Rechnungen sind strukturierte Daten und lesbarer Rechnungsteil in einer hybriden Datei verbunden.

In einer kleinen Praxis kann die benannte Person das gemeinsame Postfach bearbeiten. Eine Vertretung greift auf denselben Ablageort und Bearbeitungsstand zu. Geht eine Rechnung an eine andere Praxisadresse, ordnen Sie die Nachricht dem vorhandenen Vorgang zu und leiten sie dorthin weiter. Ein kurzer Bezug zu Lieferant und Bestellung hält den Eingang auffindbar.

Die Originaldatei lesbar machen und erhalten

Eine XRechnung ist eine XML-Datei und zeigt sich nicht wie ein PDF im üblichen Dokumentenprogramm. Sie können die Rechnungsangaben mit einem geeigneten Viewer lesbar darstellen; das Bundesfinanzministerium nennt auch den E-Rechnungsviewer der Finanzverwaltung. Bei einer hybriden ZUGFeRD-Rechnung kann ein lesbarer Bildteil enthalten sein. Weichen dessen Angaben von den strukturierten Daten ab, ist laut Bundesfinanzministerium der strukturierte Teil maßgebend. Prüfen Sie deshalb bei einer Abweichung die XML-Daten und verlassen Sie sich nicht allein auf die sichtbare PDF-Ansicht.

Im Beispiel betrifft der Beleg eine Bestellung von Praxismaterial. Vergleichen Sie Lieferant, Rechnungsnummer, Positionen und Mengen mit der vorhandenen Bestellung und der Rückmeldung zum Wareneingang. So entsteht ein nachvollziehbarer Zusammenhang zwischen Rechnung und Leistung.

Bewahren Sie den strukturierten Teil unverändert in seiner ursprünglichen Form auf. Nach den GoBD des Bundesfinanzministeriums genügt bei einer E-Rechnung grundsätzlich die Aufbewahrung des strukturierten Teils, sofern die weiteren Anforderungen eingehalten werden. Enthält die menschenlesbare Ansicht zusätzliche oder abweichende steuerlich relevante Angaben, etwa Buchungsvermerke, bewahren Sie auch diese auf. Die Grafik zeigt, wie eine lesbare Ansicht zum Prüfen dient, während die strukturierten Rechnungsdaten erhalten bleiben.

Eine strukturierte Dateikarte führt zu einer lesbaren Rechnungsansicht und danach zu einem eigenen sachlichen Prüffeld.
Die strukturierte Originaldatei bleibt erhalten. Ihre lesbare Darstellung führt zum Abgleich mit der vorhandenen Bestellung und tatsächlichen Lieferung.

Die Rechnung an die tatsächliche Lieferung anschließen

Beispielwerte: Die Praxis bestellt 12 Packungen Verbandsmaterial; die Rechnung weist die bestellte Gesamtmenge aus. Beim ersten Liefertermin kommen 8 Packungen an, 4 bleiben offen. Ordnen Sie den Beleg der Bestellung zu und halten Sie den tatsächlichen Zugang sowie die offene Menge am selben Vorgang fest.

Eine Mitarbeiterin betrachtet ein Blatt neben zwei Paketen mit Büromaterial und einem Laptop. KI Generiert
Die vorhandene Bestellung erklärt den Beleg. Die Rückmeldung zum zweiten Lieferteil ergänzt den betreffenden Vorgang.

Die Person, die die Lieferung entgegennimmt, ergänzt die tatsächliche Rückmeldung. Sobald der zweite Teil eingetroffen ist, kann die zuständige Kollegin den vorhandenen Rechnungsstand weiterbearbeiten. Sie klärt nur die zuvor offene Menge. Die bereits passenden Positionen und die Zuordnung zur Bestellung bleiben nutzbar.

Falls eine abweichende Menge berechnet wurde, richten Sie die Rückfrage auf die konkrete Position: Welche Menge wurde geliefert und welche ist berechnet? Die Antwort ergänzt den vorhandenen Vorgang. Bestellung, tatsächlicher Lieferstand und Rechnung führen so zur nächsten sachlichen Entscheidung.

Einen doppelten Eingang beim selben Beleg zusammenführen

Die Beispielrechnung wird später noch einmal von einer Kollegin weitergeleitet. Lieferant, Rechnungsnummer und Inhalt zeigen, dass es derselbe Beleg ist. Ordnen Sie die zweite Nachricht dem bestehenden Rechnungsvorgang zu. Die offene Lieferfrage und ihr späteres Ergebnis bleiben dadurch zusammen erhalten.

Zwei Nachrichten führen zum vorhandenen Beleg
Erster EingangWeiterleitung Vorhandenen Beleg nutzenDerselbe Beleg: ein Vorgang. Offene Mengenfragebleibt sichtbar.
Die weitergeleitete Rechnung wird dem bestehenden Vorgang zugeordnet. Der bisherige Liefer- und Zahlungsstand bleibt nutzbar.

Eine zweite E-Mail eröffnet keine weitere Rechnung für dieselbe Forderung. Bevor eine weitere Zahlung angestoßen wird, nutzen Sie den aktuellen Zahlungsstand des bereits zugeordneten Belegs. Ist die Rechnung schon bezahlt, zeigt der Zahlungsbezug den Abschluss. Ist die Lieferfrage noch offen, schließen Sie an genau diesen Bearbeitungsstand an.

Ein gleicher Betrag allein beweist nicht, dass zwei Rechnungen denselben Vorgang betreffen. Rechnungsnummer, Lieferant, abgerechneter Inhalt und Bestellbezug helfen, eine erneut gesendete Rechnung von einer weiteren tatsächlichen Forderung zu unterscheiden.

Freigabe und Zahlung im vorhandenen Vorgang weiterführen

Die fachliche Freigabe erklärt, dass die abgerechnete Lieferung oder Leistung anhand der vorhandenen Angaben geklärt wurde. Die Zahlung erklärt, wann der betreffende Beleg beglichen wurde. Beide Informationen gehören zum selben Vorgang und beantworten unterschiedliche Fragen. Die zuständige Person verwendet jeweils den aktuellen Stand.

Den aktuellen Bearbeitungsstand weiterverwenden
LieferantenantwortUnterschied erklärtoder Beleg berichtigt.Interne FreigabeVorhandeneFreigabe nutzen.ZahlungsstandAktuellen Standder Zahlung nutzen. Am vorhandenen Vorgangweiterarbeiten.
Lieferantwort, fachliche Freigabe und Zahlung schließen an denselben Rechnungsvorgang an.

Im Beispiel ergänzt der Wareneingang die fehlende Liefermenge. Die Kollegin kann danach die Rechnung freigeben und den vorgesehenen Zahlungsschritt ausführen. Der dokumentierte Zahlungsstand steht anschließend auch der Vertretung zur Verfügung. Eine erneut weitergeleitete Nachricht führt zur vorhandenen abgeschlossenen Rechnung.

Patientenabrechnung mit easymed an die Belegübergabe anschließen

Private Patientenrechnungen in easymed entstehen aus erfassten Leistungen. Mit der Lexware-Office-Anbindung geht der abgeschlossene Beleg an Lexware; Lexware vergibt die Rechnungsnummer, die easymed übernimmt, bevor das PDF bereitsteht. Vollständig bezahlte Rechnungen werden täglich von Lexware zurückgemeldet. Unabhängig davon stellt der DATEV-Export Rechnungsdaten als Paket für die Steuerkanzlei bereit; die direkte Belegübergabe an DATEV Unternehmen online ist ein separates Zusatzmodul.

So nutzt Ihre Praxis für eigene Patientenrechnungen bereits erfasste Abrechnungsinformationen weiter. Der Lieferanten-Rechnungseingang bleibt davon getrennt: Bestellung, strukturierter Rechnungsbeleg und tatsächliche Lieferung werden am kaufmännischen Vorgang zusammengeführt.

Häufige Fragen

Wie kann eine Therapiepraxis E-Rechnungen empfangen?

Inländische Unternehmen müssen E-Rechnungen seit 2025 empfangen können; auch Kleinunternehmer sind davon betroffen. Laut Bundesfinanzministerium reicht dafür ein E-Mail-Postfach. Eine PDF-Datei ohne strukturierte Rechnungsdaten ist jedoch keine E-Rechnung im Sinn des § 14 UStG.

Was wird bei einer strukturierten E-Rechnung aufbewahrt?

Bewahren Sie den strukturierten Teil der E-Rechnung unverändert auf. Die lesbare Ansicht dient dem Prüfen; bei einer Abweichung von den XML-Daten ist der strukturierte Teil maßgebend. Enthält der Bildteil zusätzliche oder abweichende steuerlich relevante Angaben, etwa Buchungsvermerke, bewahren Sie diese ebenfalls auf.

Wie bearbeiten Sie eine Rechnung bei einer noch offenen Teillieferung?

Ordnen Sie die Rechnung der vorhandenen Bestellung zu und halten Sie am Vorgang fest, welche Menge bereits angekommen und welche noch offen ist. Sobald der zweite Lieferteil eintrifft, ergänzt die zuständige Person den tatsächlichen Lieferstand. Bei einer Abweichung fragen Sie gezielt nach der betroffenen Position und Menge.

Was tun Sie, wenn dieselbe Rechnung nochmals weitergeleitet wird?

Vergleichen Sie Lieferant, Rechnungsnummer, Inhalt und Bestellbezug und ordnen Sie eine weitere Nachricht dem bestehenden Rechnungsvorgang zu, wenn sie denselben Beleg betrifft. Ein gleicher Betrag allein reicht dafür nicht. Liefer- und Zahlungsstand bleiben am vorhandenen Vorgang nachvollziehbar.

Wie unterstützt easymed die Weitergabe eigener Patientenrechnungen?

Private Patientenrechnungen in easymed entstehen aus erfassten Leistungen. Mit der Lexware-Office-Anbindung geht der abgeschlossene Beleg an Lexware; Lexware vergibt die Nummer, die easymed übernimmt, bevor das PDF bereitsteht. Vollständig bezahlte Rechnungen werden täglich zurückgemeldet. Rechnungsdaten können außerdem als DATEV-Paket exportiert werden; die direkte Belegübergabe an DATEV Unternehmen online ist ein separates Zusatzmodul.

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