Nach einer medizinischen Rehabilitation braucht die Physiotherapiepraxis zuerst eine klare Einordnung: Fragt die Person nach regulärer Physiotherapie auf Heilmittelverordnung oder nennt sie ein eigenes Nachsorgeprogramm der Deutschen Rentenversicherung, etwa T-RENA? Der genaue Name in den Unterlagen zeigt, welcher Aufnahme- und Terminweg anschließt.
easymed verbindet Patientenakte, Dokumente, digitale Anamnese und Teamkalender. Patienten können Vorbefunde hochladen und den Anamnesebogen bei der Buchung, im Portal oder am Empfang ausfüllen. Ihr Team findet Kontakt, Angaben und Termine am zugehörigen Patienten und kann die fachliche Vorbereitung im selben Zusammenhang fortsetzen.
Zwei Wege klar benennen
Die Deutsche Rentenversicherung führt IRENA, Psy-RENA und T-RENA als eigene Nachsorgeangebote nach der medizinischen Rehabilitation. T-RENA ist ein trainingstherapeutisches Programm für Menschen mit Beeinträchtigungen am Bewegungsapparat. Es kann in Physiotherapiepraxen stattfinden, sofern diese als Nachsorgeanbieter zugelassen sind. Die DRV stellt die Suche über ihren Reha-Nachsorge-Finder bereit. Das aktuelle Fachkonzept zu T-RENA beschreibt die Zulassung und den Ablauf. Die Empfehlung für T-RENA wird mit G4802 dokumentiert; reguläre Physiotherapie auf Heilmittelverordnung wird mit Muster 13 verordnet.
Bei T-RENA hält das Formular G4802 die Empfehlung der Reha-Einrichtung fest. Die versicherte Person stimmt der Nachsorge zu; die Empfehlung gilt als Kostenzusage der Rentenversicherung. Prüfen Sie daher, ob in den Unterlagen T-RENA samt Empfehlung genannt ist und ob Ihre Praxis als Anbieter infrage kommt. Wenn Ihre Praxis T-RENA nicht anbietet, hilft der DRV-Finder dabei, einen passenden Anbieter zu benennen.
Reguläre Physiotherapie auf Heilmittelverordnung folgt einem eigenen Weg. Die Heilmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses regelt diese Verordnungen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung erklärt, dass Physiotherapie auf Formular Muster 13 verordnet wird und dort Heilmittel, Behandlungseinheiten sowie weitere Verordnungsangaben stehen. Bei einer solchen Anfrage prüfen Sie also die vorhandene Verordnung und den gewünschten Leistungsweg. G4802 benennt eine DRV-Nachsorgeempfehlung; Muster 13 benennt eine Heilmittelverordnung.
Unterlagen zum Weg zusammenstellen
Für T-RENA hält die Empfehlung die vereinbarten Nachsorgeziele und den Trainingsplan fest. Ist der vollständige Reha-Entlassungsbericht verfügbar, soll die versicherte Person ihn an den Nachsorgeanbieter weiterleiten; ein Auszug kann bereits beigefügt sein. Das DRV-Fachkonzept beschreibt auch die Einwilligung zur Weitergabe der Unterlagen. Fragen Sie beim Aufnahmegespräch, ob diese Dokumente vorliegen und wie die Übergabe vorgesehen ist.
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Bei einer regulären Heilmittelverordnung lässt sich anhand von Muster 13 nachvollziehen, welches Heilmittel und wie viele Behandlungseinheiten verordnet sind. Ergänzende Vorbefunde helfen bei der Vorbereitung, wenn sie zur aktuellen Anfrage gehören. Eine kurze Bezeichnung mit Dokumentart und Datum macht den zeitlichen Bezug sichtbar, etwa „Reha-Entlassungsbericht, September“ oder „Muster 13, ausgestellt am 8. Oktober“. Benennen Sie bei einer offenen Stelle genau das Dokument oder die Angabe, die noch fehlt.
In easymed können Patienten Vorbefunde selbst hochladen; digitale Anamnesefragen lassen sich bei der Buchung, im Portal oder am Empfang ausfüllen. Die Antworten und Unterlagen stehen in der Patientenakte bereit. Am Empfang bleibt zu klären, zu welchem Angebot die Anfrage gehört und welche Unterlage dafür noch benötigt wird. Die behandelnde Person ordnet die fachlich relevanten Angaben für den Kontakt ein.
Zuständigkeit und Übergabe im Team
Ein kurzer Vermerk kann den aktuellen Stand mit drei Angaben festhalten: benanntes Angebot, vorhandene Unterlage und offene Frage samt nächster zuständiger Person. So sieht die Vertretung, ob etwa noch die G4802-Empfehlung oder eine Muster-13-Verordnung erwartet wird. Der Empfang hält Kontakt und Terminwunsch fest; die behandelnde Person bereitet die fachliche Einordnung anhand der verfügbaren Unterlagen vor.
Die Patientenakte in easymed führt Stammdaten, Verlauf, Dokumente und Hinweise beim Patienten zusammen. Rechte je Mitarbeiter helfen, die Aufgaben den tatsächlich zuständigen Rollen zuzuordnen. Die Behandlungsdokumentation hält Befund und Verlauf je Termin fest. Dadurch können Empfang und Behandlung den aufgenommenen Stand im jeweiligen Arbeitsschritt weiterführen, ohne die vorhandenen Angaben erneut zusammenzutragen.
Termine zum passenden Angebot planen
Die DRV beschreibt für T-RENA einen möglichst frühen Beginn, spätestens innerhalb von drei Monaten nach Ende der Rehabilitation. Das Programm umfasst 39 Trainingstermine und ein individuelles Einweisungstraining; üblich sind ein bis zwei Termine pro Woche mit jeweils 60 Minuten. Das aktuelle DRV-Fachkonzept sieht den Abschluss innerhalb von zwölf Monaten nach Ende der Reha vor. Diese Rahmenwerte helfen einer zugelassenen Praxis, verfügbare Gruppen, Räume und erste Zeiten früh einzuplanen.
Bei regulärer Physiotherapie richten Sie die Planung nach den Angaben der Verordnung und den verfügbaren Zeiten aus. Besprechen Sie außerdem, welche Fachperson und welcher Raum passen sowie ob Fahrtweg oder Begleitung den Termin beeinflussen. Der easymed-Teamkalender zeigt Termine nach Behandlern oder Räumen und unterstützt Serientermine sowie Pufferzeiten. Wird ein Termin verschoben, aktualisiert das Team den gemeinsamen Kalenderstand und nutzt für die Vorbereitung weiterhin die Patientenakte.
Fallbeispiel: Eine Unterlage ist noch offen
Eine Person meldet sich nach der Reha und sagt, sie solle mit Physiotherapie weitermachen. Sie hat einen Entlassungsbericht, kennt aber den genauen Angebotsnamen nicht. Fragen Sie, ob in den Unterlagen T-RENA oder ein anderes DRV-Nachsorgeprogramm genannt ist und ob eine Empfehlung nach Muster G4802 vorliegt. Geht es um reguläre Physiotherapie, prüfen Sie stattdessen, ob eine Muster-13-Verordnung vorhanden ist. Wenn die Anfrage unklar bleibt, nennen Sie genau den einen offenen Punkt und die passende Anlaufstelle.
Während die Person die Unterlage heraussucht oder die Bezeichnung klärt, können Sie Kontakt, erreichbare Zeiten, Fahrtweg und eine benötigte Begleitung aufnehmen. Diese Angaben helfen bei der anschließenden Terminabstimmung unabhängig davon, ob der Weg über T-RENA oder eine Heilmittelverordnung führt. In easymed lassen sich die vorhandenen Dokumente beim Patienten ablegen; die offene Frage kann mit der nächsten Zuständigkeit festgehalten werden.
Den nächsten Schritt verständlich abschließen
Zum Ende des Erstkontakts sollte die Person wissen, welche Leistung die Praxis bespricht, welche Unterlage noch gebraucht wird und wer sich dazu meldet. Für T-RENA verweist die DRV auf den Nachsorge-Finder mit zugelassenen Anbietern; für reguläre Physiotherapie bildet die ärztliche Verordnung auf Muster 13 den vorgesehenen Rahmen. Ein kurzer, konkreter Folgeschritt hält die Aufnahme in Bewegung und erleichtert die Übergabe zwischen Empfang und Behandlung. easymed verbindet dafür Patientenakte, Aufnahmeangaben und Terminplanung im gemeinsamen Praxisablauf.