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Team und Zusammenarbeit

Mitarbeitende an Praxisverbesserungen beteiligen

Praxisverbesserungen gemeinsam angehen: Mitarbeitende nach ihren Erfahrungen fragen, einen kleinen Test planen und Rückmeldungen in den Alltag übernehmen.

easymed.digital Redaktion 6 Min. Lesezeit
Drei Teammitglieder besprechen gemeinsam die Raumsituation einer Therapiepraxis

Mitarbeitende an einer Praxisverbesserung zu beteiligen heißt, die Menschen einzubeziehen, die einen Ablauf ausführen, übernehmen oder verantworten. Beginnen Sie mit einer konkreten Alltagssituation und lassen Sie das Team eine kleine Veränderung gemeinsam erproben. So werden unterschiedliche Erfahrungen zu einem nachvollziehbaren nächsten Schritt.

Bei Termin- und Raumplanung kann der easymed-Kalender eine gemeinsame Grundlage für das Gespräch bieten: Er hat Tages-, Wochen- und Monatsansichten, eine Spalte je Behandler und wahlweise eine Planung nach Räumen. Ihr Team kann denselben geplanten Termin aus den jeweiligen Arbeitsschritten betrachten und selbst festlegen, wie bestätigte Änderungen weitergegeben werden.

Mitgestaltung beginnt bei einem konkreten Ablauf

Beim Raumwechsel übernehmen Empfang, Behandlung und Vertretung verschiedene Arbeitsschritte: Der Empfang hält eine Änderung fest, die Behandlung sucht den aktuellen Raum vor dem Termin, und die Vertretung prüft den gültigen Terminstand. Die Frage betrifft also die Übergabe zwischen den Rollen.

Ein Raumwechsel berührt drei Arbeitsschritte
Ein Raumwechsel berührt drei Arbeitsschritte Ein bestätigter Raumwechsel 1EmpfangÄnderung festhalten 2BehandlungRaum vor dem Termin finden 3Vertretunggültigen Stand prüfen Welche Information brauchtdie nächste Person?
Empfang, Behandlung und Vertretung beschreiben ihren Informationsbedarf am selben Vorgang.

Beginnen Sie mit einer Frage, die alle Rollen auf denselben Vorgang richtet: Welche Information braucht die nächste Person, um ihre Arbeit fortzusetzen? Beschreiben Sie, wo die Änderung beginnt, wer sie als Nächstes benötigt und an welcher Stelle Unklarheit entsteht. Eine kurze Skizze des Ablaufs macht Übergaben und doppelte Schritte sichtbar. Das Institute for Healthcare Improvement (IHI) empfiehlt, das bestehende System genau anzusehen und Ideen aus dem Team vor Ort an die eigene Situation anzupassen.

Wenn die Praxis Termine nach Behandlern oder Räumen plant, können die Beteiligten den passenden Kalenderblick als gemeinsamen Ausgangspunkt besprechen. Der Kalender stellt die Terminübersicht bereit; die Praxis legt daneben fest, wer eine bestätigte Raumänderung umsetzt und wie die betroffenen Personen den gültigen Stand erfahren. So verbinden Sie den vorhandenen Planungsstand mit den Erfahrungen der Menschen, die den Ablauf ausführen.

Mitarbeitende an den betroffenen Arbeitsschritten einbeziehen

Laden Sie diejenigen ein, die den Vorgang beginnen, einen Schritt ausführen oder die Information anschließend brauchen. Im Raumwechsel-Beispiel gehören Empfang, behandelnde Person und Vertretung dazu. Ergänzen Sie eine Person, die den Ablauf verantwortet und einen kleinen Versuch im Team ermöglichen kann.

Das IHI beschreibt Verbesserungsteams als Gruppen, in denen Menschen mit Wissen aus den verschiedenen Teilen des Ablaufs vertreten sind. Die Größe und Zusammensetzung richtet sich nach der konkreten Aufgabe; auch die Perspektive der Menschen, die eine Änderung betrifft, soll in die Verbesserung einfließen. Für eine kleine Praxisfrage braucht es deshalb nicht die gesamte Belegschaft in jeder Besprechung, sondern die passenden Stimmen und eine Person, die den nächsten Schritt klären kann. Mehr dazu steht in der IHI-Anleitung zum Zusammenstellen eines Verbesserungsteams.

Geben Sie allen dieselbe Frage und gehen Sie die Arbeitsschritte der Reihe nach durch: Welche Information kommt bei Ihnen an? Was geben Sie weiter? Woran erkennen Sie, dass der Stand bestätigt ist? So lässt sich eine abweichende Erfahrung konkret beschreiben, ohne dass die erste Lösungsidee schon als Entscheidung gilt.

Wenn eine Änderung auch den Zugang oder das Erleben von Patienten betrifft, fragen Sie zusätzlich nach deren Perspektive. Bei einer internen Raumzuordnung kann das Team zunächst den eigenen Ablauf testen; bei einer neuen Online-Buchungsregel kann die Verständlichkeit aus Patientensicht entscheidend sein. Der Umfang der Beteiligung folgt der Frage, die Sie bearbeiten.

Eine Idee als konkrete Verbesserung prüfen

Trennen Sie zunächst die beobachtete Situation von der vorgeschlagenen Lösung. „Wir brauchen einen neuen Kalender“ beschreibt bereits eine mögliche Lösung. Die Frage dahinter könnte sein, ob die nächste Person den bestätigten Raum rechtzeitig findet. Diese Unterscheidung hilft, mehrere Vorschläge an derselben Aufgabe zu vergleichen.

Prüfen Sie bei jeder Idee drei Punkte: Bezieht sie sich auf den beschriebenen Engpass? Lässt sie sich in überschaubarem Umfang ausprobieren? Und könnte sie an anderer Stelle zusätzliche Arbeit oder eine neue Unklarheit erzeugen? Das IHI nennt Ideen aus dem Arbeitsalltag als wichtigen Ausgangspunkt und empfiehlt, mögliche Änderungen vor einer breiteren Umsetzung zunächst lokal zu testen. Bei der Auswahl gehören auch mögliche Nebenwirkungen und der Aufwand in den Blick.

Formulieren Sie anschließend, woran Sie den Versuch erkennen. Ein mögliches Ziel lautet: „Bei unserem nächsten Test zur Raumänderung können Empfang, Behandlung und Vertretung den vereinbarten Raum im vorgesehenen Kalenderblick finden.“ Ergänzen Sie, wer den Versuch durchführt und wann Sie gemeinsam auf die Beobachtungen schauen. Diese klare Frage gibt dem Team eine gemeinsame Grundlage, ohne ein Ergebnis vorwegzunehmen.

Den Vorschlag im kleinen Rahmen erproben

Das IHI beschreibt dafür den Plan-Do-Study-Act-Zyklus. Im Team heißen die Schritte Planen, Durchführen, Auswerten und Anpassen: Ziel und Beobachtung festlegen, eine kleine Probe umsetzen, das Ergebnis mit der Erwartung vergleichen und daraus den nächsten Schritt ableiten. Frühe Tests sollen klein bleiben und mit jeder Runde verfeinert werden.

Kleiner Test, klarer Lernweg
Kleiner Test, klarer Lernweg PLANENZiel, Frage und Beobachtung festlegen DURCHFÜHRENeine kleine Probe im Alltag umsetzen AUSWERTENErgebnis mit der Erwartung vergleichen ANPASSENbeibehalten, ändern oder neu planen
Planen, durchführen, auswerten und den nächsten Schritt aus dem beobachteten Ergebnis ableiten.

Für die Raumänderung kann die Praxis zunächst einen vorbereiteten Testtermin ohne Patientenangaben verwenden. Planen Sie, wer den Raum einträgt und woran Empfang, Behandlung und Vertretung den gültigen Stand erkennen sollen. Beim Durchführen probiert jede Rolle den vereinbarten Weg aus. Danach halten Sie fest, was leicht zu finden war, welche Rückfrage offenblieb und ob ein Arbeitsschritt fehlte.

Für die Auswertung reichen passende Hinweise aus dem konkreten Versuch: eine einfache Notiz, ob die Information für jede beteiligte Rolle auffindbar war, und die kurze Rückmeldung der Personen, die den Weg ausprobiert haben. Das IHI empfiehlt, sowohl Beobachtungen als auch qualitative Rückmeldungen einzubeziehen und nur die Daten zu erfassen, die für den nächsten Lernschritt gebraucht werden. Die Anleitung zu Verbesserungsmessungen erläutert, wie Prozessbeobachtungen und Erfahrungen gemeinsam helfen, eine Änderung einzuschätzen.

Rückmeldungen messen und den Weg entscheiden

Für den Raumwechsel-Test hält das Team zuerst drei Fragen fest: Findet jede beteiligte Rolle den vereinbarten Raum? Ist klar, welcher Kalenderstand gilt? Entsteht durch den neuen Weg ein zusätzlicher Arbeitsschritt? Notieren Sie kurze Beobachtungen und Rückmeldungen; wenige passende Hinweise reichen für die nächste Entscheidung.

Drei Fragen für die Auswertung
Drei Fragen für die Auswertung Nach dem Test kurz prüfen 1Findet jede Rolleden vereinbarten Raum? 2Ist klar, welcherKalenderstand gilt? 3Entsteht durch den neuen Wegein zusätzlicher Arbeitsschritt? Was ergibt der Versuch?Beibehaltenanpassen oder erneut testen
Auffindbarkeit, ein klarer Kalenderstand und zusätzliche Arbeitsschritte zeigen, wo der Versuch angepasst werden kann.

Gehen Sie anschließend die Antworten mit den beteiligten Personen durch. Eine Verbesserung muss nicht in jeder Rolle gleich aussehen: Der Empfang braucht eine klare Stelle für eine bestätigte Änderung, die Behandlung den aktuellen Raum vor dem Termin und die Vertretung einen verlässlichen Bezug zur Planung. Ist eine Angabe zwar eingetragen, aber für eine Rolle schwer zu finden, ändern Sie genau diesen Schritt und erproben ihn erneut.

Schließen Sie die Rückmeldung mit einer verständlichen Entscheidung ab: Was behalten Sie bei, was passen Sie an, und wer hält die Vereinbarung im Praxisablauf fest? Wenn ein Vorschlag noch nicht passt, sagen Sie, was beim Test beobachtet wurde und welche Frage vor einem weiteren Versuch offen ist. Das IHI beschreibt wiederholte, sichtbare Tests als Lernweg: Das Team kann eine Änderung anpassen, bevor es sie auf weitere Situationen überträgt.

Den easymed-Kalender für den Teamtest nutzen

Für einen Terminfall kann der gemeinsame Kalender von easymed die geplante Zeit und Behandlerzuordnung zeigen; wenn die Praxis die Raumplanung verwendet, lässt sich die Übersicht auch nach Räumen betrachten. So können die beteiligten Personen am vorhandenen Planungsstand besprechen, wo die Information im Arbeitsweg gebraucht wird. Welche Rechte die einzelne Mitarbeiterin hat und wer eine Änderung bestätigt, richtet die Praxis nach ihren Zuständigkeiten ein.

Nehmen Sie zu einer persönlichen Vorführung eine konkrete Terminfrage aus Ihrem Team mit. An der Tages-, Wochen- oder Monatsansicht und der optionalen Raumplanung können Sie verfolgen, welcher Kalenderblick die gemeinsame Abstimmung unterstützt. So bleibt die Mitgestaltung eine Aufgabe des Teams, während easymed die bereits vorhandene digitale Terminübersicht für den gemeinsamen Test bereitstellt.

Häufige Fragen

Wie beteilige ich Mitarbeitende an einer Praxisverbesserung?

Wählen Sie einen konkreten Ablauf, laden Sie Menschen ein, die ihn ausführen, übernehmen oder verantworten, und stellen Sie allen dieselbe Frage. Erproben Sie eine kleine Änderung gemeinsam und besprechen Sie danach, was beibehalten oder angepasst wird.

Welche Mitarbeitenden sollte ich an einer Verbesserung beteiligen?

Beziehen Sie die Personen ein, die den Ablauf beginnen, einen Schritt ausführen oder die Information später brauchen. Ergänzen Sie eine Person, die einen kleinen Versuch ermöglichen kann. Ändert sich der Zugang oder das Erleben von Patienten, berücksichtigen Sie auch deren Perspektive.

Wie kann ich einen Verbesserungsvorschlag im Alltag testen?

Legen Sie Ziel, Beobachtung und eine kleine Probe fest. Probieren Sie die Änderung aus, vergleichen Sie die Beobachtung mit Ihrer Erwartung und planen Sie, was Sie beibehalten oder anpassen. So lässt sich eine Idee vor einer breiteren Umsetzung am eigenen Ablauf prüfen.

Wie unterstützt easymed die gemeinsame Verbesserung der Terminplanung?

Der easymed-Kalender bietet Tages-, Wochen- und Monatsansichten, eine Spalte je Behandler und optional eine Planung nach Räumen. Das Team kann den geplanten Termin gemeinsam betrachten und selbst festlegen, wer bestätigte Änderungen weitergibt.

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