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Praxisorganisation

Offene Vorgänge: Die Rechnung einfach wiederfinden

easymed führt erfasste Leistungen zur Rechnung; das Zusatzmodul Lexware Office ergänzt Belegnummer und Zahlungsabgleich. Das Beispiel F216 zeigt, wie die passende Rechnung neben Angebot V38 und Auftrag A61 gezielt erneut versandt wird.

easymed.digital Redaktion 5 Min. Lesezeit
Ein Mitarbeiter am Praxistresen wählt eine helle Mappe aus drei nebeneinanderliegenden Mappen aus.

Wenn ein Firmenkunde eine Rechnung noch einmal benötigt, reicht eine klare Antwort mit dem vorhandenen Beleg. easymed erleichtert den Rechnungsweg bereits davor: Eigene Leistungen mit Preis und Dauer gehen in die Rechnung ein. Mit dem Zusatzmodul Lexware-Office-Anbindung wird der fertige Beleg beim Abschließen direkt übergeben, die dort vergebene Nummer übernommen und erst danach PDF, Druck oder Versand erzeugt. Vollständig ausgeglichene Rechnungen werden täglich als bezahlt zurückgemeldet.

Daneben können in einem kaufmännischen Firmenablauf Angebote, Aufträge und Rechnungen gleichzeitig offen sein. Diese Einträge beschreiben verschiedene Situationen. Die konkrete Frage des Kunden führt zur passenden Unterlage; der gemeinsame Firmenname verbindet lediglich die Vorgänge. Das folgende Workshopbeispiel erklärt die Auswahl anhand einer konkreten Anfrage.

Angebot, Auftrag und Rechnung einzeln einordnen

Im Beispiel stehen beim selben Firmenkunden drei offene Vorgänge: Das Angebot V38 betrifft einen noch nicht angenommenen zukünftigen Workshop. Der Auftrag A61 gehört zu einem anderen bereits bestätigten, noch nicht durchgeführten Einsatz. Die Rechnung F216 beschreibt einen abgeschlossenen Workshop und ist noch nicht bezahlt. Alle drei Einträge sind offen, aber nur F216 stellt hier eine bereits berechnete Forderung dar.

Ein Firmenkunde, drei verschiedene Vorgänge
Drei offene Vorgänge mit verschiedenen AufgabenBeispiel: V38 ist ein noch unangenommenes Angebot, A61 ein bestätigter Auftrag und F216 die angefragte offene Rechnung.FirmenkontaktV38A61F216AngebotAuftragRechnungangefragt
Beispiel: V38 wartet auf Annahme, A61 beschreibt einen bestätigten künftigen Einsatz und F216 den bereits berechneten Workshop.

Die Vorgangsart erklärt deshalb mehr als eine gemeinsame Kennzeichnung „offen“. V38 wartet auf eine Entscheidung des Kunden. A61 beschreibt die vereinbarte Durchführung. Bei F216 geht es um den vorhandenen Rechnungsbeleg und die dazugehörige Zahlung. Wenn jemand nach der Rechnung fragt, beginnt die Antwort direkt bei F216.

Diese Unterscheidung ist auch für die Übergabe im Team praktisch. Eine kurze Notiz wie „Firmenkunde benötigt erneut F216“ nennt die nächste Handlung bereits vollständig. Die Kollegin muss dafür weder das Angebot neu beurteilen noch einen Auftrag in eine Rechnung umwandeln. Angebot offen bedeutet hier keine fällige Rechnung; ein bestätigter Auftrag ist zunächst der Bezug für die weitere Durchführung.

Die konkrete Anfrage führt zur vorhandenen Rechnung

Der Ansprechpartner schreibt: „Bitte senden Sie uns die Rechnung für den durchgeführten Workshop noch einmal.“ Im Beispiel gehört dieser Workshop zu F216. Rechnungsnummer, Leistungsdatum und beschriebener Einsatz verbinden die Nachfrage mit dem vorhandenen Beleg. Dieselbe Firma kann mehrere Workshops buchen; der gemeinsame Name allein sagt daher noch nicht, welche Unterlage gemeint ist.

Bei einer eindeutigen Nummer geht die vorhandene Rechnung als Kopie erneut an den vereinbarten Kontakt. Wird nur ein Zeitraum genannt, lässt sich die passende Rechnung anhand des durchgeführten Workshops zuordnen. Eine kurze Rückfrage nach dem Einsatzdatum hilft, wenn tatsächlich zwei Rechnungen in Betracht kommen. Es braucht dafür keine neue Rechnung und keinen zusätzlichen Vorgang mit einem zweiten Betrag.

Für diese Zweitzusendung bleibt der vorhandene Beleg inhaltlich unverändert und behält seine Rechnungsnummer. In der Begleitmail lässt sich die Datei klar als Kopie bezeichnen. Der Umsatzsteuer-Anwendungserlass, Abschnitt 14c.1 Absatz 4 unterscheidet mehrere Rechnungen für dieselbe Leistung, die nicht als Duplikat oder Kopie gekennzeichnet sind, von inhaltlich identischen Mehrstücken derselben Rechnung. Bei E-Rechnungen nennt er wiederholte Übermittlung ausdrücklich als unschädlich, solange es dieselbe Rechnung und ein inhaltlich identisches Mehrstück ist.

Fehlen Angaben auf einer Rechnung oder sind sie falsch, geht es dagegen um eine Berichtigung. Nach § 31 Absatz 5 UStDV können fehlende oder unzutreffende Angaben mit einem Dokument übermittelt werden, das sich spezifisch und eindeutig auf die ursprüngliche Rechnung bezieht. Das Team hält deshalb kurz fest, ob nur der vorhandene Beleg erneut benötigt wird oder eine Korrektur angefragt ist.

Der bestehende Rechnungsempfänger bleibt erhalten. Ein neuer Ansprechpartner ist zunächst ein anderer Kontakt für den Versand. Der Beitrag zum Ansprechpartnerwechsel beim Firmenkunden erklärt diesen Kontaktbezug. Wenn der Kunde hingegen eine Änderung des Rechnungsempfängers verlangt, ist das ein eigener Sachverhalt am bestehenden Beleg. So bleibt die einfache Bitte um eine Kopie von einer inhaltlichen Rechnungskorrektur unterscheidbar.

Nur die benötigte Unterlage für den Versand auswählen

Für die Antwort wird nur F216 ausgewählt. V38 und A61 bleiben in der gemeinsamen Kundenübersicht erreichbar, werden aber nicht zusammen mit der Rechnung verschickt. Wenn mehrere Unterlagen zur Auswahl stehen, ergibt sich der Umfang aus der Anfrage: ein angefragter Beleg, ein passender Anhang.

Die Anfrage führt direkt zu F216
Die Auswahl enthält nur die angefragte F216Im Beispiel wird F216 erneut bereitgestellt. V38 und A61 gehören nicht allein wegen desselben Firmenkunden zur angefragten Rechnungsausgabe.Auswahl für die AnfrageV38A61F216AngebotAuftragRechnungeine vorhandene Rechnung
Der Kunde benötigt die Rechnung für den durchgeführten Workshop. F216 wird erneut gesendet; Angebot V38 und Auftrag A61 bleiben eigene Vorgänge.

Die Begleitnachricht kann kurz bleiben: „Anbei erhalten Sie die Rechnung F216 für den durchgeführten Workshop erneut.“ Die Nummer verbindet Nachricht und PDF. Bei mehreren tatsächlich angefragten Rechnungen werden die betreffenden Nummern genannt und die entsprechenden Belege beigefügt. Eine Liste aller offenen Kundenvorgänge ist dafür nicht erforderlich.

Auch eine gespeicherte Gesamtauswahl aus einer vorherigen Arbeitssitzung hat keinen eigenen fachlichen Zweck. Die aktuelle Anfrage bestimmt die benötigten Unterlagen. Das macht die Antwort für den Firmenkontakt leichter verständlich: Er erhält die Rechnung, nach der er gefragt hat, und kann sie ohne zusätzliche Angebote oder Auftragsbestätigungen an seine Buchhaltung weitergeben.

Rechnungsanfrage und Mahnschritt getrennt weiterführen

Die erneute Zusendung von F216 beantwortet die Dokumentfrage. Sie ändert den Zahlungsstand nicht und ist allein noch keine Zahlungserinnerung. Ist F216 weiterhin offen, bleibt die Forderung dem vorhandenen Beleg zugeordnet. Eine Zahlungserinnerung wird als solche formuliert und bezieht sich auf den aktuellen Rechnungsstand.

Der Status „offen“ bedeutet dabei nicht automatisch, dass die Rechnung bereits überfällig ist. Vor einer Zahlungserinnerung prüft das Team das Fälligkeitsdatum und bestehende Zahlungsabsprachen; § 286 BGB stellt bei der Mahnung auf den Zeitpunkt nach Eintritt der Fälligkeit ab.

Dieselbe Rechnung, zwei unterschiedliche Anliegen
Dokumentwunsch und ZahlungsstandDie angefragte Rechnung wird gezielt erneut gesandt. Daneben werden der aktuelle Zahlungsstand und vorhandene Absprachen an demselben Beleg gelesen.€Rechnungsdateierneut sendenZahlungsstandbei F216beides mit Bezug F216
Die Rechnungskopie beantwortet die Dokumentfrage. Eine Zahlungserinnerung wird bei Bedarf am aktuellen Stand von F216 weitergeführt.

In easymed sind offene Rechnungen und die Zahlungserinnerung per Klick im selben Abrechnungsablauf erreichbar. Bei der Lexware-Office-Anbindung werden inzwischen vollständig ausgeglichene Rechnungen täglich als bezahlt zurückgemeldet. Das erleichtert die weitere Bearbeitung: Rechnung, Nummer und Bezahltstatus bleiben verbunden, statt eine separate Liste bezahlter Belege nachzuführen.

Im Beispiel lautet die erste Aufgabe trotzdem nur „F216 erneut senden“. Falls anschließend eine Zahlungserinnerung nötig ist, wird sie gezielt an F216 weitergeführt. V38 und A61 bleiben ihre eigenen Vorgänge. Eine offene Angebotsentscheidung wird damit nicht versehentlich wie eine ausstehende Zahlung behandelt.

Mit easymed den Rechnungsweg einfach verbunden halten

Eigene Leistungen lassen sich mit Preis, Dauer und Text anlegen; sie gehen in die Rechnung ein. Beim Abschluss übergibt das Zusatzmodul Lexware Office den fertigen Beleg, übernimmt die dort vergebene Nummer und meldet vollständig ausgeglichene Rechnungen täglich als bezahlt zurück. Das Team wählt die erfassten Leistungen und schließt den Beleg ab; danach bleibt dieselbe Nummer für PDF, Druck und Versand erhalten.

So arbeitet die Praxis am passenden Vorgang weiter: Für eine Dokumentanfrage wird die vorhandene Rechnung erneut gesendet, für eine Frage zum Zahlungseingang dient ihr aktueller Rechnungsstand. Die Unterscheidung von Angebot, Auftrag und Rechnung hilft daneben im kaufmännischen Firmenablauf.

So bleibt die Firmenanfrage klein und konkret: passende Rechnung finden, vorhandenen Beleg erneut senden und die Antwort beim zugehörigen Vorgang festhalten. Lernen Sie den Rechnungsablauf mit easymed kennen – von der Leistung bis zur direkten Übergabe an Lexware Office.

Häufige Fragen

Was unterscheidet ein offenes Angebot, einen Auftrag und eine offene Rechnung?

Die Vorgangsart beschreibt die noch anstehende Arbeit. Im Beispiel wartet V38 auf die Annahme, A61 betrifft einen bestätigten künftigen Einsatz und F216 einen bereits berechneten, noch nicht bezahlten Workshop. Der gemeinsame Status offen bedeutet daher nicht, dass alle drei Vorgänge ausstehende Zahlungen sind.

Wie wird die vom Firmenkunden angefragte Rechnung gefunden?

Nutzen Sie die genannte Rechnungsnummer oder den durchgeführten Workshop mit Leistungsdatum. Im Beispiel gehört die Anfrage zu F216. Wenn zwei Einsätze infrage kommen, hilft eine kurze Rückfrage nach dem Datum. Der Firmenname allein unterscheidet mehrere Workshops nicht.

Welche Unterlagen werden bei der erneuten Zusendung ausgewählt?

Nur die tatsächlich angefragte Rechnung. Im Beispiel wird F216 gesendet; V38 und A61 bleiben in der Übersicht, werden aber nicht mitgeschickt. Die Begleitmail nennt F216, sodass Nachricht und PDF denselben Bezug haben.

Ist die erneute Zusendung schon eine Zahlungserinnerung?

Nein. Die Zusendung beantwortet die Frage nach dem Beleg und ändert den Zahlungsstand nicht. Vor einer separaten Zahlungserinnerung prüft das Team Fälligkeit und Zahlungsabsprachen; der Status „offen“ allein zeigt nicht, dass die Rechnung schon überfällig ist.

Wie vereinfacht easymed den eigenen Rechnungsweg?

easymed führt erfasste Leistungen zur Rechnung. Das Zusatzmodul Lexware Office übergibt den fertigen Beleg, übernimmt die dort vergebene Rechnungsnummer und meldet vollständig ausgeglichene Rechnungen täglich als bezahlt zurück. Zahlungserinnerungen sind per Klick erreichbar.

Wann reicht eine Rechnungskopie, und wann braucht es eine Korrektur?

Wenn der Empfänger denselben Beleg erneut benötigt, senden Sie ihn inhaltlich unverändert mit derselben Rechnungsnummer und benennen Sie ihn als Kopie. Fehlen Angaben oder sind sie falsch, braucht es eine Berichtigung, die sich spezifisch und eindeutig auf die ursprüngliche Rechnung bezieht.

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