Eine Physiotherapie-Preisliste ändern Sie am besten mit Blick auf den Gültigkeitszeitraum jeder Leistung. Bei gesetzlichen Kassen richtet sich der Vergütungssatz nach dem Behandlungstag. Für Privatpatienten und Selbstzahler gilt der jeweils vereinbarte eigene Preis. easymed verbindet im selben Patientenbezug die HMV-Verordnung, verknüpfte Termine, dokumentierte Leistungen und die Rechnung. Die GKV-Kassenabrechnung ist ein Zusatzmodul; den passenden GKV-Preisstand ordnen Sie anhand der offiziellen Vertragsanlage zu.
Vom Physiotherapietermin zur Rechnung arbeiten
Mit dem Zusatzmodul für die GKV-Abrechnung erfassen Sie in easymed Muster-13-Verordnungen beim Patienten und wählen die vorgesehenen Positionen aus dem HMV-Katalog Physiotherapie. Termine werden mit der Verordnung verknüpft und zählen gegen die verordnete Menge. Die tatsächlich erbrachten Leistungen dokumentiert das Team am selben Vorgang.
Aus der fertigen Verordnung entsteht die Kassenrechnung. Eine Abrechnungsdatei lässt sich für das verwendete Rechenzentrum exportieren. Verordnung, Termin, Leistung und Rechnung bleiben damit beim Patienten zusammengeführt; dieselben Angaben müssen nicht für jeden Schritt erneut aus einer Papierliste in ein getrenntes Rechnungsprogramm übertragen werden.
Für die Preisänderung ist diese gemeinsame Sicht hilfreich: Sie zeigt, wann eine Behandlung stattfand und welche Leistung tatsächlich dokumentiert wurde. Das Team gleicht die Position mit dem offiziellen Gültigkeitszeitraum ab. Die Terminlänge allein bestimmt nicht, welcher GKV-Preis gilt; dafür sind Leistung, Behandlungstag und der passende Preisblock entscheidend.
Eine aktuelle Vergütungsgrundlage schnell finden
Nach § 125 Absatz 1 SGB V veröffentlicht der GKV-Spitzenverband die Verträge und jeweils geltenden Preislisten. Auf seiner Übersicht zu Physiotherapie-Vereinbarungen finden Sie die aktuelle Anlage 2 sowie frühere Fassungen. Für einen GKV-Vorgang ist die Vergütungsvereinbarung maßgeblich, deren Zeitraum zum Behandlungstag passt.
Ein Beispiel aus der Anlage 2 von 2025 zeigt, warum ein einzelner Dateiname nicht genügt: Das Dokument führt einen Preisblock für Behandlungen vom 1. April bis 30. Juni und einen weiteren für Behandlungen ab dem 1. Juli. Die Abrechnung des ersten Blocks durfte frühestens am 1. Mai beginnen; der Preisblock selbst richtete sich dennoch nach dem Behandlungstag.
Wird eine Rechnungsdatei erst später erstellt, ordnen Sie trotzdem jede erbrachte Leistung ihrem Behandlungstag und Preiszeitraum zu. Für eine ältere Rückfrage hilft deshalb die frühere Anlage 2 mehr als die heute aktuelle Tabelle.
Die aktuelle Anlage 2 nennt Preise für Behandlungen ab dem 1. Januar 2026. Sie weist außerdem Änderungen bei Positionsnummern aus: Die Hausbesuchspositionen X9933 und X9934 wurden zu X9950 und X9951 umbenannt. Wenn Sie eine Physiotherapie-Preisliste übertragen oder pflegen, vergleichen Sie daher Leistungsbeschreibung, Positionsnummer und Gültigkeitszeitraum zusammen. Ein passender Betrag allein sagt noch nicht, ob auch die richtige Position verwendet wird.
Für die Ablage einer benötigten Fassung reichen nachvollziehbare Angaben wie Vertragsbereich, Anlage, Leistungsposition und Gültigkeit. So findet das Team später wieder, welche Preiszeile zum damaligen Behandlungstag gehörte. Die offiziellen Unterlagen bleiben dabei die Grundlage für die GKV-Vergütung.
Eine Preisänderung mit den kommenden Vereinbarungen verbinden
GKV-Vergütung und private Preislisten beantworten unterschiedliche Fragen. Für die Kassenabrechnung verwenden Sie den offiziellen Preisblock zur verordneten Leistung und ihrem Behandlungstag. Bei Privatpatienten und Selbstzahlern verwenden Sie Ihre vereinbarten Preise. In easymed können private Tarife und Selbstzahler-Leistungen mit eigenen Preisen geführt und als Rechnung erfasst werden.
Wenn sich eine private Preisliste ändert, legen Sie fest, ab wann der neue Preis für neue Vereinbarungen gilt, und teilen Sie diesen Beginn dem Team mit. Eine Rechnung zu einer früheren Vereinbarung erklären weiterhin die damalige Preisabrede und der zugehörige Leistungsnachweis. Die neue Liste beantwortet die Preisfrage für neue Besuche; sie ersetzt nicht nachträglich die Grundlage einer älteren Rechnung.
Bei einer GKV-Änderung gleicht das Team den Vorgang mit der passenden Anlage 2 und deren Gültigkeitsangabe ab. Bei einem privaten Besuch nutzt es die für diese Vereinbarung festgelegte Preisangabe. Diese Trennung hilft, einen gesetzlichen Vergütungssatz nicht versehentlich als privaten Preis zu verwenden.
Gemeinsame Leistungen statt persönlicher Kurzlisten nutzen
Eine gedruckte Preisliste kann beim Nachschlagen oder Erklären weiter nützlich sein. Als Arbeitsbezug für das ganze Team helfen eine einheitliche Fassung und ihre klar erkennbare Gültigkeit. Wenn in einer späteren Version eine Positionsnummer geändert wurde, können alle Beteiligten am gleichen Eintrag erkennen, welche Leistung gemeint ist.
KI Generiert
Im easymed-Ablauf stehen die Verordnung, die damit verbundenen Termine und die dokumentierten Leistungen beim Patienten zusammen. Das erleichtert auch die Übergabe an eine Vertretung am Empfang: Sie findet den betreffenden Vorgang und kann die passende Rechnung aufrufen, während der GKV-Preisstand in der offiziellen Anlage nachgeschlagen wird.
Für die tägliche Anwendung bleibt eine konkrete Zuordnung nötig: Welche Leistung wurde erbracht, an welchem Tag und mit welcher Gültigkeit? Das Team hält diese drei Angaben zusammen und kann anschließend mit dem passenden Preis abrechnen. So unterstützt die gemeinsame Patientenakte die Arbeit, während die Vertragsanlage die Vergütung erklärt.
Eine spätere Frage mit dem vorhandenen Beleg beantworten
Fragt eine Patientin nach einem anderen Betrag auf einer älteren Physiotherapie-Rechnung, stellen Sie Behandlungstag, Leistungsposition, Rechnung und damalige Grundlage zusammen. Für GKV-Behandlungen vergleichen Sie den Tag mit dem Preisblock in der dazu passenden Anlage 2. Bei einer privaten Rechnung ziehen Sie die damalige Vereinbarung heran.
Ein Beispiel: Die erste Behandlung einer Serie fand am 30. Juni 2025 statt, die nächste am 1. Juli. Die GKV-Anlage ordnet diese Tage unterschiedlichen Preiszeiträumen zu. So lässt sich die Differenz mit dem jeweiligen Behandlungstag erklären, auch wenn die Rechnung später erstellt oder die aktuelle Übersicht inzwischen aktualisiert wurde.
Eine klare Antwort benennt die erbrachte Leistung, den Zeitraum und die dazugehörige Preisgrundlage. Der aktuelle Preisstand gehört zu einer neuen Vereinbarung; ein älterer Vorgang wird mit seinen eigenen Belegen erklärt. Mit easymed bleiben Termin, dokumentierte Leistung und Rechnung beim Patienten verknüpft, während das Team den zutreffenden offiziellen oder vereinbarten Preis verwendet.