Die Kosten einer Physiotherapiepraxis und private Preise gehören in dieselbe Planung. Erfassen Sie den einmaligen Startbedarf, laufende Ausgaben und die Arbeitszeit, die eine Leistung einschließlich Vorbereitung und Nacharbeit bindet. easymed verbindet für den Praxisalltag eigene Preise mit Kalender, Patientenakte und Rechnungen aus den erfassten Leistungen.
In easymed hinterlegen Sie private Tarife und Selbstzahler-Leistungen mit eigenen Preisen. Nach der Behandlung dient die erfasste Leistung als Rechnungsgrundlage; offene Posten bleiben in derselben Software sichtbar. So greift die Preisposition bei der Abrechnung wieder auf den erbrachten Leistungsstand zurück.
Startkosten und laufende Ausgaben übersichtlich trennen
Trennen Sie einmalige Startkosten von regelmäßig anfallenden Ausgaben. Zum Start zählen zum Beispiel Umbau, Einrichtung, Geräte und die erste Ausstattung. Miete, Versicherungen, Personal, Software und Verbrauchsmaterial gehören in die laufende Übersicht. Markieren Sie Kosten, die mit der Zahl der Behandlungen wachsen, separat von festen monatlichen Beträgen. Halten Sie bei größeren Anschaffungen zusätzlich fest, was das Angebot genau umfasst und wann die Zahlung fällig ist.
Für die Planung helfen drei zusammenhängende Ansichten: Der Kapitalbedarfsplan erfasst die Kosten für Gründung, Anschaffungen und die Anlaufphase. In der Rentabilitätsvorschau stehen erwartete Einnahmen den laufenden Praxiskosten und dem geplanten Bedarf für den Lebensunterhalt gegenüber. Der Liquiditätsplan hält fest, wann tatsächlich Geld ein- und ausgeht. Eine jährlich bezahlte Versicherung kann in der monatlichen Kostenübersicht auf zwölf Monate verteilt sein; für den Liquiditätsplan bleibt der volle Betrag am Fälligkeitstag sichtbar. Das Existenzgründungsportal des Bundes beschreibt diese Planungsschritte für die Gründung.
Kennzeichnen Sie außerdem, ob ein Betrag aus einem konkreten Angebot, einer eigenen Schätzung oder einer bereits vereinbarten Ausgabe stammt. Aktualisieren Sie die Schätzung anhand der tatsächlichen Ausgaben, sobald sich Umfang oder Zahlungstermin ändern. Auch die Gründerplattform beschreibt den Kostenplan als laufende Schätzung. Eine Liquiditätsreserve richtet sich danach, welche Zahlungen in der Anlaufphase anstehen und wann Sie mit ersten Einnahmen rechnen.
Den tatsächlichen Startumfang auswählen
Planen Sie Ihre Kosten für das Angebot, mit dem Sie tatsächlich beginnen. Wenn zunächst zwei Behandlungsräume genutzt werden, gehören deren Einrichtung und benötigte Ausstattung in die Startplanung. Eine mögliche spätere Erweiterung erhält einen eigenen Platz. So bleibt sichtbar, welche Anschaffungen den ersten Praxistag ermöglichen und welche zu einer weiteren Ausbaustufe gehören.
KI Generiert
Vergleichen Sie zwei Angebote in getrennten Spalten. Angebot A enthält das Gerät allein, Angebot B das Gerät mit Lieferung und Einrichtung. Notieren Sie außerdem, ob Zubehör, Verbrauchsmaterial oder Wartung Teil des jeweiligen Umfangs ist. Erst wenn beide Angebote denselben Leistungsumfang abdecken, vergleichen Sie die Gesamtbeträge.
Auch Software und digitale Verwaltung gehören in den Startumfang. Erfassen Sie einmalige Einstiegskosten getrennt von den laufenden Ausgaben und vergleichen Sie die enthaltenen Aufgaben. In easymed stehen Kalender, Patientenakte, Dokumentation und Privatabrechnung in einer gemeinsamen Praxisverwaltung bereit. Für diese täglichen Schritte muss Ihr Team deshalb keine getrennten Listen zwischen den Bereichen nachführen.
Behandlungspreise mit der gesamten Arbeitszeit verbinden
Für die Planung privater Behandlungspreise ist die gesamte zugehörige Arbeitszeit hilfreich. Im Beispiel dauert der Patiententermin 45 Minuten. Weitere 15 Minuten werden für Vorbereitung und Nacharbeit eingeplant. Die Leistung beansprucht damit insgesamt 60 Minuten Arbeitszeit. Der sichtbare Behandlungstermin beschreibt einen Teil dieser Zeit, nicht den vollständigen organisatorischen Aufwand.
Als erste Plausibilitätsprüfung können Sie den monatlichen Umsatzbedarf der Praxis durch die realistisch planbaren Behandlungsstunden teilen. Zum Umsatzbedarf gehören die betrieblichen Ausgaben und der geplante Betrag für den Lebensunterhalt; bei mehreren Angebotsarten zählen die erwarteten Einnahmen aus Kassen-, Privat- und Selbstzahlerleistungen zusammen. Der Vergleich zeigt den durchschnittlich benötigten Erlös pro Behandlungsstunde. Für einen einzelnen Preis prüfen Sie zusätzlich, wie viel Zeit die konkrete Leistung samt Vorbereitung und Dokumentation beansprucht und welche Verbrauchskosten anfallen.
Beziehen Sie in Ihre Zeitplanung auch Dokumentation, Empfang, Abrechnung, Pausen und realistische Lücken im Kalender ein. Im gemeinsamen easymed-Kalender unterstützen Serientermine, Pufferzeiten und eine Spalte je Behandler die Planung des Tages. Damit kann die vereinbarte Terminart zur Arbeitszeit passen, die Sie Ihrer Kalkulation zugrunde legen.
Private Leistungen mit eigenen Preisen weiterführen
Die eigene Preisplanung richtet sich nach den Bedingungen Ihrer Praxis und dem angebotenen Leistungsumfang. Der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten (IFK) weist darauf hin, dass Beihilfe-Höchstsätze den Erstattungsrahmen der Beihilfe beschreiben und keine betriebswirtschaftlich kalkulierte Preisliste für jede Praxis bilden. Für die eigene Kalkulation nennt der Verband unter anderem Praxiskosten, Standort und Ausstattung als relevante Faktoren.
Eine klare Leistungsbezeichnung verbindet das Angebot auf der Praxiswebsite, die passende Terminart im Kalender und die erfasste Leistung auf der Rechnung. Wählen Sie Bezeichnungen, die Patienten wiedererkennen und Ihr Team im Tagesablauf klar zuordnen kann. In easymed hinterlegen Sie die Preise für private Tarife und Selbstzahler-Leistungen; die Rechnung greift auf die erfassten Leistungen zurück. Mehr dazu finden Sie bei der Praxissoftware für Physiotherapie.
Der vereinbarte Behandlungspreis und eine mögliche Erstattung beantworten unterschiedliche Fragen. Bei privat Versicherten richtet sich die Kostenübernahme nach dem jeweiligen Tarif. Ist eine vollständige Übernahme der Behandlungskosten durch einen Dritten nicht gesichert oder bestehen dafür hinreichende Anhaltspunkte, verlangt § 630c Absatz 3 BGB, den Patienten vor Behandlungsbeginn in Textform über die voraussichtlichen Kosten zu informieren. Halten Sie daher den vereinbarten Leistungsumfang und Preis schriftlich fest, bevor die Behandlung beginnt. Die Regel steht im Bürgerlichen Gesetzbuch; die Übersicht auf gesund.bund.de erläutert ebenfalls, dass die Kostenübernahme der privaten Krankenversicherung vom jeweiligen Tarif abhängt.
Preisänderungen mit einem verständlichen Beginn umsetzen
Eine Preisänderung erhält einen klaren Beginn und eine verständliche Information für die betroffenen Patienten. Benennen Sie die Leistung und den künftig geltenden Betrag. Bei bestehenden Vereinbarungen halten Sie sich an den vereinbarten Umgang mit bereits geplanten Behandlungen. So weiß auch der Empfang, welcher Preis für den konkreten Termin gilt.
Aktualisieren Sie anschließend die Stellen, an denen Patienten den Preis erfahren, sowie den hinterlegten Preis in Ihrer Leistungsverwaltung. Website und Leistungsinformation sollen das tatsächliche Angebot erklären. In easymed führen Sie danach die erfassten Leistungen zum hinterlegten Preis in der Rechnung weiter.
Prüfen Sie Ihre Kostenübersicht regelmäßig anhand der tatsächlichen Ausgaben und der gebuchten Arbeitszeit. Steigt beispielsweise eine laufende Ausgabe oder ändern sich die Zeiten für eine Leistung, übernehmen Sie diese konkrete Änderung in die nächste Planung. So können Sie die Preisgrundlage anpassen und den neuen Betrag ab dem vereinbarten Beginn im Praxisalltag klar umsetzen.