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Software und Digitalisierung

Praxissoftware auswählen: Abrechnungswege konkret prüfen

Prüfen Sie Privatabrechnung, GKV-Verordnung und Übergaben an Rechenzentrum und Buchhaltung mit typischen Praxisfällen.

easymed.digital Redaktion 6 Min. Lesezeit
Praxisinhaber und Kollegin ordnen Unterlagen für unterschiedliche Abrechnungswege.

Praxissoftware wählen Sie am besten anhand der Abrechnungswege, die Ihre Praxis wirklich nutzt. Lassen Sie in einer Demo zwei typische Fälle bis zum nächsten Übergabeschritt laufen: eine private Rechnung aus erbrachten Leistungen sowie – in der Physiotherapie – eine GKV-Verordnung bis zur Abrechnungsdatei für das Rechenzentrum. So sehen Sie, welche Angaben zusammenlaufen, welche Arbeit die Software übernimmt und was Ihr Team oder der Abrechnungspartner noch erledigt.

easymed führt Termine, erfasste Leistungen und private Rechnungen zusammen. Für Physiotherapiepraxen verknüpft das GKV-Zusatzmodul Muster-13-Verordnungen mit Terminen und verwendeten Behandlungseinheiten und erstellt daraus die Kassenrechnung samt Datei für das ausgewählte Rechenzentrum. In der Demo sehen Sie, wo easymed Arbeit zusammenführt und welcher Übergabeschritt bei Ihrem Team liegt.

Private Leistungen direkt aus dem Termin abrechnen

Bei einer privaten Leistung sollte die Rechnung auf den tatsächlich dokumentierten Termin zurückgehen. easymed erstellt private Rechnungen aus erfassten Leistungen; wiederkehrende GVO-Kombinationen lassen sich als Vorlage speichern. Auch der Versand als PDF und die Zahlungsverfolgung gehören zum Ablauf. Für offene Privatrechnungen können Patienten am optionalen Empfangsterminal über ein verbundenes SumUp-Kartenlesegerät selbst bezahlen; die Zahlung wird der Rechnung zugeordnet. Details zur Privatabrechnung mit easymed und zum Empfangsterminal zeigen die passenden Arbeitsschritte.

Ein Beispiel macht den Zusammenhang deutlich: Drei private Leistungen wurden durchgeführt; eine vierte Leistung ist verschoben und noch geplant. Die drei erbrachten Leistungen bilden die Grundlage der Rechnung. Der zukünftige Kontakt bleibt im Kalender. Planung und Privatabrechnung erfüllen damit ihren jeweiligen Zweck und behalten denselben Patientenbezug.

Beispiel: Erbrachte Leistungen abrechnen, den nächsten Termin planen
Leistungsstand im Beispiel 3 erbrachte Leistungen 123 Auf der Beispielrechnung. 4. Leistung verschoben 4 Noch nicht durchgeführt:zukünftiger Termin bleibt geplant.
Drei durchgeführte Leistungen bilden die Rechnung; die vierte bleibt als zukünftiger Kontakt im Kalender.

Lassen Sie sich im Softwaretest zeigen, wie eine Rechnung aus diesen drei Leistungen entsteht und wo der nächste Termin weiterhin sichtbar ist. Wenn Sie mehrere Rechnungen derselben Person erstellen, prüfen Sie außerdem, ob jede Rechnung und ihr Zahlungsstand einzeln zugeordnet bleiben. So erkennen Sie, ob die Software Ihren gewöhnlichen Ablauf unterstützt und welche Angaben Ihr Team weiter pflegt.

Teilzahlungen und Rückfragen an derselben Rechnung weiterführen

Die Zahlungserfassung ist dann hilfreich, wenn sie direkt bei der richtigen Rechnung steht. Bei einer Beispielrechnung über 180 Euro wurden 100 Euro bezahlt. Es bleiben 80 Euro offen: 180 Euro Gesamtbetrag minus 100 Euro Zahlungseingang ergeben 80 Euro Restbetrag.

Beispielrechnung: Teilzahlung und Restbetrag
Beispielrechnung: 180 € 100 € eingegangen180 € − 100 € = 80 € offen Zahlung gehört zurbetroffenen Rechnung. Erstattungsfrageseparat bearbeiten.
Von 180 Euro Rechnung sind nach 100 Euro Zahlung noch 80 Euro offen. Die Erstattungsfrage bleibt davon getrennt.

Wenn Sie eine Privatabrechnung mit Teilzahlung prüfen, ist genau dieser Rechnungsbezug entscheidend. Bei einer zweiten Rechnung derselben Person beziehen Sie eine weitere Zahlung entsprechend auf den betreffenden Vorgang.

Eine Rückfrage zur Erstattung einer Rechnungsposition ist eine eigene inhaltliche Frage. Zahlungsstand und Erstattungsfrage können deshalb nebeneinander verständlich bearbeitet werden. Die vorhandene Rechnung nennt die Leistungen; die zugehörigen Unterlagen helfen, das konkrete Anliegen zu beantworten. Eine einzelne Erstattungsfrage verändert den bereits eingegangenen Betrag nicht.

In der Demo können Sie diese Beispiele mit zwei Rechnungsvorgängen durchspielen: Lassen sich Teilzahlung und offener Betrag auf der richtigen Rechnung nachvollziehen? Sieht das Team zugleich, welche Position zu einer Rückfrage gehört? easymed führt Rechnungen und Zahlungsverfolgung im gemeinsamen Praxisvorgang; das optionale Empfangsterminal ordnet SumUp-Zahlungen offener Privatrechnungen der Rechnung zu.

Heilmittelabrechnung mit der Verordnung verbinden

Für die Physiotherapie verbindet das easymed-GKV-Zusatzmodul Muster-13-Verordnung, Termine und Heilmittelabrechnung. Sie erfassen die Verordnung beim Patienten und ordnen die Behandlungen zu. Die Übersicht führt verordnete und bereits verwendete Einheiten zusammen. Die Leistungserfassung greift die Positionen der Verordnung auf und bildet die Grundlage der Kassenrechnung.

Für die Kassenabrechnung wählen Sie in easymed Zeitraum und Kasse; das Programm erstellt eine Datei im Format des Rechenzentrums. Aktuell sind Ausgaben für DMRZ, Optica, azh und RZH vorgesehen: je nach Ziel als CSV, Textdatei oder XML. Eine Übersicht zum GKV-Ablauf mit easymed beschreibt Formate und nächste Schritte.

Vor der Weitergabe prüfen Sie, ob die Verordnung und die erbrachten Einheiten vollständig erfasst sind. Danach wählen Sie Zeitraum und Krankenkasse, exportieren das passende Format und laden die Datei im Portal des gewählten Rechenzentrums hoch. Das Rechenzentrum übermittelt die Abrechnungsdaten an die Kasse.

Wer übernimmt den nächsten Schritt?
Vom Export zur Kasse In easymedVerordnung und LeistungenDatei erzeugen. Im RechenzentrumDatei im Portal hochladen.Es leitet an die Kasse weiter.
easymed erstellt die Datei; Ihr Team lädt sie im Portal hoch; das Rechenzentrum übermittelt an die Kasse.

§ 302 SGB V beschreibt die elektronische oder maschinell verwertbare Übermittlung der Heilmittelabrechnung und erlaubt Leistungserbringern, ein Rechenzentrum einzusetzen. Die Vereinbarungen für Physiotherapie samt Abrechnungsanlagen veröffentlicht der GKV-Spitzenverband. In der Demo lohnt sich deshalb die konkrete Frage, ob die Software das benötigte Format erstellt und welchen Schritt Ihr Team im Portal übernimmt.

Prüfen Sie auch, wo eine Rückmeldung zur Abrechnungsschnittstelle erscheint und wer sie dem betroffenen Vorgang zuordnet. Lassen Sie sich am Testfall zeigen, welcher nächste Schritt beim Rechenzentrum und welcher in Ihrer Praxis liegt.

Eine gemischte Praxis braucht getrennte Wege für gesetzliche Verordnungen und private beziehungsweise selbst bezahlte Leistungen. In easymed betrifft das GKV-Zusatzmodul die Physiotherapie; private und Selbstzahlerleistungen werden über die private Rechnung erfasst. Verordnung und Rechnung laufen damit jeweils zum passenden Empfänger.

Rechnungen an die Buchhaltung übergeben

Für die Buchhaltung sollten Sie ebenfalls den echten Übergabeschritt prüfen. Der DATEV-Export stellt Rechnungsdaten im DATEV-Format bereit. Mit der optionalen Lexware-Office-Anbindung wird eine Rechnung als Beleg übergeben; ausgeglichene Rechnungen werden täglich mit easymed abgeglichen. Die Lexware-Office-Anbindung und der DATEV-Export sind unterschiedliche Wege. Fragen Sie daher, welcher davon zu Ihrer Buchhaltung passt und welche Informationen in der Übergabe enthalten sind.

Die GKV-Datei für das Rechenzentrum und die Rechnungsdaten für die Buchhaltung haben unterschiedliche Empfänger. Die eine Übergabe dient der Kassenabrechnung, die andere der weiteren Buchführung. Ein gutes Anforderungsprofil hält beide Wege getrennt fest, falls Ihre Praxis beide nutzt.

Anforderungsprofil, Module und Kosten zusammenstellen

Zu Ihrem Praxisbudget gehören der gewählte Softwaretarif und die tatsächlich benötigten Zusatzmodule. Für die Kassenabrechnung kommt das gewählte Rechenzentrum mit seinen eigenen Konditionen hinzu. Ein übersichtliches Angebot benennt diese Bestandteile zusammen mit der gewünschten Einrichtung. Sie können damit den vorgesehenen Arbeitsweg und seine laufenden Kosten als Ganzes einordnen.

Eine Aquarellillustration zeigt eine Abrechnungsmitarbeiterin und einen Therapeuten an einer offenen unbeschrifteten Mappe; zwei weitere Mappen und ein Taschenrechner liegen getrennt auf dem Tisch. KI Generiert
Software, benötigte Zusatzmodule und der vorgesehene Übergabeweg gehören zum übersichtlichen Praxisangebot.

Notieren Sie vor der Demo kurz, was Sie heute abrechnen, wer die jeweilige Rechnung erhält und welche externe Stelle den Vorgang danach übernimmt. Ergänzen Sie die Rechenzentren und Buchhaltungswege, die Ihre Praxis tatsächlich nutzt, sowie den Schritt, für den Sie eine Rückmeldung erwarten. So bleibt das Anforderungsprofil an Ihrem Betrieb orientiert statt an einer langen Funktionsliste.

Verwenden Sie für die Softwaredemo einen überschaubaren Beispielfall ohne echte Patientendaten: eine private Rechnung, eine Teilzahlung und – wenn Ihre Praxis GKV-Leistungen anbietet – eine Physiotherapie-Verordnung. Prüfen Sie, welche Angaben Sie eingeben, was sich daraus erzeugen lässt und welche Übergabe das Team noch ausführt. Bei easymed sehen Sie Termine, Privatabrechnung, Zahlungsstände und den physiotherapeutischen GKV-Weg in einem Praxisvorgang.

Lernen Sie die private Abrechnung und die GKV-Abrechnung für Physiotherapie von easymed kennen. In einer persönlichen Vorführung zeigen wir Ihnen Ihre Abrechnungswege vom erbrachten Termin oder der Verordnung bis zur Rechnung und zur vorgesehenen Übergabe.

Häufige Fragen

Welche Praxisfälle sollte ich in eine Softwaredemo mitnehmen?

Prüfen Sie im Beispielfall eine private Rechnung für erbrachte Leistungen und – in der Physiotherapie – eine GKV-Verordnung. Ergänzen Sie eine Teilzahlung und prüfen Sie bei der Schnittstelle, wo eine Rückmeldung erscheint und wer den nächsten Schritt übernimmt.

Wie unterscheiden sich erbrachte und geplante private Leistungen auf der Rechnung?

In der Beispielrechnung stehen die drei durchgeführten Leistungen. Die verschobene vierte Leistung bleibt als zukünftiger Kontakt im Kalender und gehört noch nicht zur Rechnung.

Wie führt easymed eine Physiotherapie-Verordnung bis zur Kassenabrechnung?

Das GKV-Zusatzmodul verbindet Verordnung, Termine und erfasste Einheiten und erstellt daraus die Kassenrechnung samt Exportdatei. Ihr Team lädt die Datei beim gewählten Rechenzentrum hoch; dieses übermittelt die Abrechnung an die Kasse. Details finden Sie bei easymed.

Welcher Betrag bleibt bei 180 Euro Rechnung und 100 Euro Zahlung offen?

Es bleiben 80 Euro offen. Das ist der Rechnungsbetrag von 180 Euro abzüglich des Zahlungseingangs von 100 Euro. Ordnen Sie die Teilzahlung der betroffenen Rechnung zu, damit eine weitere Rechnung derselben Person ihren eigenen Zahlungsstand behält.

Was sollte ich beim DATEV-Export und der Lexware-Office-Anbindung vergleichen?

Der DATEV-Export stellt Rechnungsdaten im DATEV-Format bereit. Die optionale Lexware-Office-Anbindung übergibt Rechnungen als Beleg und gleicht bezahlte Rechnungen täglich ab. Prüfen Sie, welche Übergabe zu Ihrer Buchhaltung passt.

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