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Software und Digitalisierung

KI für Praxisaufgaben: Therapieberichte mit easymed erstellen

Vorhandene Behandlungstexte auswählen, eigene Vorlage nutzen und den Bericht fachlich freigeben: ein konkreter KI-Arbeitsweg mit easymed.

easymed.digital Redaktion 6 Min. Lesezeit
Zwei Kolleginnen vergleichen einen Textentwurf mit seinen Ausgangsunterlagen.

KI für Praxisaufgaben auszuwählen beginnt mit einer konkreten Frage: Welche wiederkehrende Arbeit soll leichter werden, und welches Ergebnis soll dabei entstehen? Ein guter Startpunkt ist eine Aufgabe mit vorhandenen Informationen, einem klar prüfbaren Ergebnis und einer zuständigen Person, die den Entwurf fachlich einordnen kann.

Ein Therapiebericht ist dafür ein greifbares Beispiel. Mit dem Zusatzmodul KI-Therapiebericht von easymed wählen Sie dokumentierte Behandlungstermine und eine eigene Berichtsvorlage aus. easymed erstellt daraus einen Entwurf im Editor. Sie bearbeiten und prüfen ihn, geben die fertige Fassung frei und finden den Bericht anschließend als Dokument in der Patientenakte. Die vorhandene Dokumentation wird damit für einen konkreten nächsten Arbeitsschritt genutzt.

Den Zweck in einem Satz formulieren

Beschreiben Sie den Auftrag so, dass Grundlage und Ergebnis erkennbar sind: „Einen Therapieverlauf für den verordnenden Arzt aus den ausgewählten Behandlungstexten formulieren.“ Das grenzt die Aufgabe ein. Der allgemeine Wunsch, die Praxis mit KI zu digitalisieren, sagt noch nicht, welche Informationen und welches Ergebnis gemeint sind.

Für diesen Ablauf wählen Sie in easymed die Behandlungstermine und Ihre Berichtsvorlage aus. Die Behandlungstexte samt Datum liefern den Fallinhalt. Die Vorlage gibt Abschnitte und Form vor. Dadurch bleiben die Angaben zum Fall von der Art getrennt, in der sie berichtet werden.

Termine und Berichtsvorlage auswählen
Ausgewählte Termine Behandlungstext samt DatumBehandlungstext samt Datum FallinhaltBerichtsvorlage AbschnitteForm Entwurfsstruktur
Die Behandlungstexte samt Datum liefern den Fallinhalt; Ihre Vorlage gibt die Form vor.

Eine allgemeine Praxisinformation und ein Therapiebericht brauchen unterschiedliche Grundlagen. Für eine Öffnungszeiten-Mitteilung ist keine Behandlungsgeschichte nötig. Für einen Verlaufsbericht zählen dagegen die passenden dokumentierten Sitzungen. Die Auswahl der Aufgabe zeigt damit zugleich, welche Informationen in den Bericht gehören und welche Sie nicht zusätzlich zusammentragen müssen.

Die WHO empfiehlt in ihrer Leitlinie zu großen multimodalen Modellen für das Gesundheitswesen klar umrissene Aufgaben, für die die erforderliche Genauigkeit und Zuverlässigkeit zum Einsatz passen. Sie nennt auch unvollständige, verzerrte oder falsche Antworten als Risiken. Die Leitlinie behandelt ausdrücklich große multimodale Modelle; als praktische Auswahlfrage für einen Berichtsentwurf lässt sich daraus ableiten: Können Sie seine zentralen Aussagen mit den ausgewählten Behandlungstexten abgleichen? (WHO-Leitlinie zu großen multimodalen Modellen)

Vorhandene Behandlungstexte als Grundlage nutzen

Die Berichtserstellung beginnt bei den Behandlungstexten, die nach den Sitzungen ohnehin entstehen. easymed verwendet die von Ihnen ausgewählten Texte samt Datum. Sie müssen den Verlauf daher nicht zuerst in einem zweiten Dokument vollständig nacherzählen, bevor Sie einen Berichtsentwurf erstellen lassen.

Konkrete Notizen machen den nächsten Schritt leichter: Welche Alltagssituation wurde besprochen, welche Beobachtung gemacht und welcher Schritt vereinbart? Halten Sie die Angaben beim jeweiligen Termin fest. Wenn eine Information von der behandelten Person stammt, sollte sie als Rückmeldung erkennbar bleiben; eine eigene Beobachtung hat eine andere Herkunft. Diese Unterscheidung hilft später beim Gegenlesen.

Wählen Sie den Umfang passend zum Berichtsauftrag. Ein Bericht über eine Verordnung und eine Zusammenfassung eines Quartals können unterschiedliche Sitzungen umfassen. Die gezielte Auswahl hält den Text bei seiner Aufgabe. Sie müssen nicht alle Unterlagen der Akte einbeziehen, nur weil sie verfügbar sind.

Fehlt eine für den Bericht wichtige Angabe in den ausgewählten Texten, klären Sie sie am passenden Eintrag oder lassen Sie die Lücke erkennbar. Eine Formulierungshilfe kann vorhandene Angaben ordnen; sie ersetzt nicht die fehlende Dokumentation. Das ist besonders hilfreich, wenn mehrere Notizen unterschiedliche Zeitpunkte oder Alltagssituationen betreffen.

Zeitpunkte im Verlauf verständlich verbinden

Ein Beispiel zeigt den Zusammenhang: Beim ersten gewählten Termin beschreibt die Person ihren Weg zur Arbeit. Beim zweiten Termin wird eine andere Alltagssituation besprochen. Beide Einträge gehören mit Datum zum Bericht und bleiben zeitlich zugeordnet. So ist erkennbar, welche Angabe zu welchem Termin gehört.

Gewählte Termine mit ihrem Datum verbinden
Zeitlicher Zusammenhang Erster TerminWeg zur ArbeitZweiter TerminAndere AlltagssituationBerichtBeide Einträge mit Datum Grundlage: gewählter Zeitraum
Die dokumentierten Alltagssituationen bleiben mit ihrem jeweiligen Termin verbunden.

Die Zusammenfassung verbindet dokumentierte Angaben, ohne aus zwei unterschiedlichen Situationen automatisch dieselbe Entwicklung abzuleiten. Wenn Sie einen späteren Termin einbeziehen möchten, verwenden Sie dessen tatsächliche Behandlungstexte. Der gewählte Zeitraum richtet sich danach, welche Frage der Bericht beantworten soll.

Bei längeren Verläufen hilft es, frühere Anliegen und aktuelle Vereinbarungen an ihrem jeweiligen Datum zu belassen. Ein späterer Eintrag ergänzt den früheren; er macht ihn nicht nachträglich zu einer anderen Aussage. Prüfen Sie beim Entwurf deshalb nicht nur, ob ein Datum vorkommt, sondern auch, ob die Aussage zum richtigen Abschnitt des Verlaufs gehört.

Eigene Vorlagen für wiederkehrende Berichte verwenden

Eine Vorlage beschreibt Form und Gliederung, während die ausgewählten Behandlungstexte den Fallinhalt liefern. In easymed legen Sie eigene Vorlagen an und wählen beim Erstellen die passende aus. Platzhalter können den Patientennamen und die Behandlungstexte samt Datum aufnehmen. Abschnitte und gewünschter Ton werden in der Vorlage bestimmt.

Für Ergotherapie, Handtherapie oder andere Arbeitsbereiche können unterschiedliche Vorlagen sinnvoll sein. Eine knappe Verlaufsmitteilung braucht eine andere Gewichtung als ein ausführlicher Bericht. Die wiederkehrende Form steht einmal bereit; der konkrete Inhalt entsteht aus der Dokumentation des jeweiligen Falls.

Prüfen Sie beim Einrichten einer Vorlage, ob ihre Abschnitte zur Aufgabe passen. Steht beispielsweise eine Empfehlung als Überschrift darin, braucht diese eine fachliche Grundlage im ausgewählten Verlauf. Die Überschrift selbst liefert noch keine Empfehlung. So unterstützt die Vorlage die Gliederung, während die fachliche Aussage bei den dokumentierten Informationen bleibt.

Den Entwurf fachlich gegenlesen

Gehen Sie den Entwurf im Editor am ausgewählten Zeitraum entlang durch. Stimmen Aussagen und Empfehlungen mit den konkreten Behandlungstexten überein? Sind Rückmeldungen der behandelten Person, eigene Beobachtungen und vereinbarte Schritte unterscheidbar? Prüfen Sie jede Aussage an der passenden Notiz und ändern Sie die konkrete Stelle, die nicht passt.

Eine Praxismitarbeiterin vergleicht konzentriert zwei Unterlagen an ihrem Laptoparbeitsplatz. KI Generiert
Die ausgewählte Dokumentation und der Bericht werden im tatsächlichen Behandlungszusammenhang betrachtet.

Die WHO-Grundsätze für KI im Gesundheitswesen betonen, dass KI die menschliche Entscheidungsfindung stärken und Fachpersonen unterstützen soll, statt sie zu ersetzen. Auf einen Therapiebericht übertragen heißt das: Die KI hilft beim Formulieren und Gliedern; Sie beurteilen den fachlichen Zusammenhang und entscheiden, welche Aussagen in die freigegebene Fassung gehören. (WHO-Leitlinie zu Ethik und Governance von KI im Gesundheitswesen)

Ein einfaches Beispiel macht den Unterschied sichtbar: Die Notiz lautet „Vereinbarte Schritte besprochen.“ Eine passende Berichtsaussage beschreibt die Besprechung: „Die vereinbarten Schritte wurden besprochen.“ Ob die Schritte im Alltag regelmäßig umgesetzt wurden, ist eine andere Information und gehört nur dann in den Bericht, wenn sie dokumentiert ist. Eine klare Formulierung hält die Aussage bei ihrer Grundlage.

Besprochen und umgesetzt unterscheiden
AusgangsnotizVereinbarte Schrittebesprochen.Dokumentierte Besprechungals GrundlageBerichtsaussageDie vereinbarten Schrittewurden besprochen.Aussage ausformuliertKeine Umsetzung ergänzt
Eine regelmäßige Umsetzung gehört nur dann in den Bericht, wenn sie dokumentiert ist.

Achten Sie auf Korrekturen, die bei mehreren Berichten wiederkehren. Entsteht der Aufwand, weil ein Termin fehlt, weil die Auswahl zu breit ist oder weil eine Vorlage einen unpassenden Abschnitt vorsieht? Wenn derselbe Punkt oft nachgetragen werden muss, können Sie die Auswahl oder die Vorlage anpassen. So prüfen Sie, ob die Aufgabe mit den vorhandenen Informationen zu einem gut kontrollierbaren Entwurf führt.

Daten gezielt auswählen und den vorgesehenen Zugang nutzen

Eine Therapiedokumentation enthält sensible Informationen. Nutzen Sie für KI-Berichte den in Ihrer Praxis vorgesehenen KI-Zugang und wählen Sie die Behandlungstexte nach dem Berichtsauftrag aus. Die Funktionsübersicht nennt dafür den KI-Zugang von aimbit oder einen eigenen Anbieter. Damit bleibt die Berichtserstellung bei dem vorgesehenen Arbeitsweg.

Die KI-Auslastungsübersicht in easymed zeigt Nutzungsmetadaten wie Zweck, Modell, auslösende Person, Antwortzeit und Verbrauch. Der gesendete Text und die Antwort werden dort nicht gespeichert. Die Übersicht hilft, die Nutzung nach Aufgabe und Teammitglied nachzuvollziehen; ob ein Bericht fachlich passt, prüfen Sie am Entwurf und den ausgewählten Behandlungstexten.

Bericht freigeben und in der Patientenakte nutzen

Nach dem Gegenlesen bearbeiten Sie den Bericht und geben die fertige Fassung frei. In easymed wird sie als Dokument in der Patientenakte abgelegt. Der Bericht bleibt damit beim Behandlungsfall und zusammen mit den zugehörigen Informationen auffindbar.

Eine passende KI-Praxisaufgabe hat eine erkennbare Grundlage, ein bestimmtes Ergebnis und einen sinnvollen Prüf- und Ablageschritt. Beim Therapiebericht verbinden sich diese Schritte: Behandlungstexte auswählen, Vorlage bestimmen, Aussagen fachlich prüfen und das Dokument in der Akte nutzen. So lässt sich die Entlastung an einer konkreten Arbeit beurteilen, statt an der Zahl möglicher KI-Funktionen.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich eine passende KI-Praxisaufgabe?

Geeignet ist eine wiederkehrende Aufgabe mit vorhandenen Informationen, einem klaren Ergebnis und einer Person, die den Entwurf fachlich prüfen kann. Ein Therapiebericht aus ausgewählten Behandlungstexten ist dafür ein konkretes Beispiel.

Welche Behandlungstexte wähle ich für einen KI-Therapiebericht aus?

Wählen Sie die Sitzungen, die zum Berichtsauftrag und Zeitraum passen. Die Behandlungstexte bleiben mit ihrem Datum verbunden. So können unterschiedliche Alltagssituationen im Verlauf zugeordnet werden, ohne alle Unterlagen der Akte einzubeziehen.

Wie gehe ich mit einer fehlenden Angabe im Berichtsentwurf um?

Klären Sie die Angabe am passenden Behandlungstext oder lassen Sie die Lücke erkennbar. Eine Formulierungshilfe kann den vorhandenen Verlauf ordnen, aber eine nicht dokumentierte Information nicht fachlich bestätigen.

Worauf sollte ich beim fachlichen Gegenlesen achten?

Prüfen Sie Zeitraum, jede Aussage und Empfehlungen anhand der passenden Behandlungstexte. Halten Sie Rückmeldungen, eigene Beobachtungen und Vereinbarungen auseinander. Eine besprochene Vereinbarung belegt noch keine regelmäßige Umsetzung.

Kann ich in easymed eigene KI-Berichtsvorlagen verwenden?

Ja. In easymed legen Sie eigene Vorlagen an und wählen beim Erstellen die passende aus. Sie bestimmen Abschnitte und Ton; die ausgewählten Behandlungstexte samt Datum liefern den Fallinhalt. Den Entwurf bearbeiten und prüfen Sie im Editor, bevor Sie ihn freigeben.

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