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Software und Digitalisierung

Praxissoftware für einen gemischten Gerätepark auswählen

Prüfen Sie bei Praxissoftware Gerätemodell, Browser-Version und Arbeitsaufgabe gemeinsam. Ein Praxistest zeigt, ob PC, Mac und Tablet den Ablauf Ihres Teams tragen.

easymed.digital Redaktion 4 Min. Lesezeit
Empfangsmitarbeiter übergibt einer Therapeutin mit Tablet eine Mappe zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen.

Praxissoftware für einen gemischten Gerätepark passt, wenn die Geräte die Aufgaben Ihres Teams übernehmen und der nächste Arbeitsplatz einen Vorgang nachvollziehbar weiterführen kann. Prüfen Sie deshalb nicht nur, ob eine Software „auf dem Tablet“ oder „im Browser“ läuft, sondern auch Gerät, Betriebssystem, Browser-Version und konkreten Arbeitsschritt.

easymed läuft im Browser ohne lokale Installation auf PC, Mac und Tablet. So muss keine separate Software auf jedem Arbeitsplatz installiert werden. Die Funktionsübersicht von easymed nennt diese Gerätearten; ob ein bestimmtes Modell mit seinem Browser und Ihrer Arbeitsweise passt, zeigt der Test mit genau diesem Gerät.

Arbeitsplätze nach Aufgaben ordnen

Legen Sie eine Zeile je wichtigem Arbeitsplatz an: Wer nutzt ihn, welche Aufgabe erledigt die Person, welche Angaben braucht sie und was muss der nächste Arbeitsplatz anschließend erkennen? Ergänzen Sie Gerätemodell, Betriebssystem und Browser samt Version. Notieren Sie auch, ob die Bedienung per Tastatur und Maus oder überwiegend per Touch erfolgt und welches Zubehör für den Ablauf gebraucht wird.

Ein Beispiel: Am Empfangs-PC wird ein Termin im Kalender angelegt oder geändert. Auf dem Behandlungs-Tablet öffnet die nächste Person denselben Demo-Fall und prüft, ob Termin und Patientenbezug zum vorgesehenen Schritt passen. Damit vergleichen Sie nicht nur zwei Gerätetypen, sondern den Übergang zwischen zwei Aufgaben.

Browser und Ausstattung konkret prüfen

Lassen Sie sich die unterstützten Browser und Versionen für Ihre konkrete Kombination aus Gerät und Betriebssystem nennen. Allgemeine Angaben wie „webfähig“ oder „läuft im Browser“ sagen noch nicht, ob der vorgesehene Arbeitsschritt funktioniert. Die MDN-Übersicht zu Browser-Kompatibilität erklärt, dass eine Zusammenfassung zur Unterstützung einzelner Webfunktionen weder ältere Geräte und Browserstände vollständig abdeckt noch Nutzbarkeit, Barrierefreiheit oder Leistung testet. Für die Auswahl brauchen Sie daher zusätzlich die Auskunft des Softwareanbieters zur eigenen Anwendung und einen Durchlauf auf Ihrem Gerät.

Führen Sie Zubehör nur dann in der Übersicht auf, wenn es für den Ablauf wichtig ist, und prüfen Sie es separat: etwa Drucker, Scanner, Unterschriften-Pad oder Kartenleser. Bei easymed nennt die Funktionsübersicht Kartenzahlung mit SumUp am Empfangs-Tablet und an der Rechnung; klassische EC-Terminals über ZVT sind als in Vorbereitung gekennzeichnet. Diese beiden Wege sollten bei einem benötigten Kartenleser getrennt geprüft werden.

Den Übergang zwischen Geräten im Praxistest prüfen

Nutzen Sie Beispieldaten und einen Vorgang, der zwischen zwei Rollen wechselt. Der Empfang legt am PC einen Termin an und ändert ihn. Eine andere Person öffnet anschließend denselben Demo-Fall auf dem Behandlungs-Tablet. Prüfen Sie, ob der aktuelle Stand, der Patientenbezug und der nächste Schritt im gemeinsamen Ablauf erkennbar sind.

Welche Änderung erkennt die nächste Person am Tablet?
Terminänderung auf einem zweiten Gerät testen Termin geändertam Empfangs-PC Demo-Fall Was ist auf demBehandlungs-Tabletaktuell erkennbar? Die nächste Person sollden Stand erklären können
Terminänderung am Empfangs-PC auf dem Behandlungs-Tablet prüfen.

Eine gelungene Eingabe am ersten Bildschirm reicht für diesen Test nicht. Achten Sie darauf, ob der aktuelle Stand am zweiten Arbeitsplatz verständlich erkennbar ist und ob die Beteiligten wissen, welcher Schritt als Nächstes ansteht. Wenn die Darstellung oder der Ablauf abweicht, lassen Sie sich zeigen, welche Browser- oder Einrichtungsvoraussetzung dafür maßgeblich ist.

Anzeige und Bedienung am echten Arbeitsplatz bewerten

Prüfen Sie die Aufgaben in der Ausrichtung, mit der Ihr Team das jeweilige Gerät nutzt. Am Tablet zählen gut erreichbare Touch-Bedienelemente; am Empfang können Tastatur und Maus Teil des gewohnten Ablaufs sein. Eine kurze Terminprüfung und eine ausführliche Dokumentation stellen unterschiedliche Anforderungen an Bildschirmfläche und Eingabe. Lassen Sie deshalb jede Person die Aufgabe ausführen, die später an diesem Platz anfällt.

Testen Sie zusätzlich eine schmale Browseransicht und vergrößerten Text. Die WCAG 2.2 des W3C nennt für vertikal lesbare Webinhalte eine Darstellung bei 320 CSS-Pixeln, in der Informationen und Funktionen ohne Scrollen in zwei Richtungen verfügbar bleiben sollen; Ausnahmen gelten für Inhalte, deren Bedeutung eine zweidimensionale Ansicht erfordert. Prüfen Sie dabei besonders, ob wichtige Angaben und die nächsten Schritte im Kalender und in der Dokumentation erreichbar bleiben.

Ein konkreter Gerätewechsel lässt sich als Vorher-nachher-Test prüfen: Wenn etwa ein älteres Behandlungs-Tablet ersetzt werden soll, notieren Sie dessen Modell, Betriebssystem und Browser-Version; die allgemeine Browser-Kompatibilitätsübersicht kann ältere Geräte und Browserstände auslassen. Führen Sie deshalb denselben Demo-Schritt auf dem vorgesehenen Ersatzgerät aus. Öffnen Sie auf beiden Geräten denselben Demo-Fall, prüfen Sie Patientenbezug und nächsten Arbeitsschritt und bedienen Sie die Geräte so, wie es im Alltag vorgesehen ist. Halten Sie fest, was am Ersatzgerät gleich funktioniert, wo sich Touch, Tastatur oder Ansicht unterscheiden und welche Frage der Anbieter noch beantworten muss. So wird klar, ob der neue Arbeitsplatz die bisherige Aufgabe übernimmt oder eine andere Zuordnung im Team braucht.

Zum Gerätecheck gehört auch ein klarer Hilfeweg. Halten Sie fest, wen Ihr Team bei einer Anzeige- oder Bedienfrage anspricht und welche Angaben gebraucht werden: Arbeitsplatz, Gerätemodell, Betriebssystem, Browser-Version und der betroffene Vorgang. So lässt sich eine Rückfrage gezielt einordnen und ein späterer Geräteaustausch mit denselben Aufgaben vergleichen.

Häufige Fragen

Was gehört in eine Übersicht der Praxisgeräte?

Halten Sie für jeden wichtigen Arbeitsplatz Rolle und Aufgabe, Gerätemodell, Betriebssystem, Browser samt Version sowie die benötigte Eingabeart fest. Ergänzen Sie Drucker, Scanner oder andere Zusatzgeräte, wenn der Ablauf davon abhängt. So kann der Anbieter die konkrete Kombination beantworten.

Welche Geräte und Browser nennt easymed?

Die Funktionsübersicht von easymed nennt die Nutzung im Browser ohne lokale Installation auf PC, Mac und Tablet. Für Ihr konkretes Modell und den vorgesehenen Arbeitsschritt sollten Sie den passenden Browser samt Version bestätigen lassen und den Ablauf auf diesem Gerät testen.

Wie prüfe ich eine Praxissoftware auf PC und Tablet gemeinsam?

Nutzen Sie einen Demo-Fall: Der Empfang legt am PC einen Termin an oder ändert ihn. Die Behandlung öffnet denselben Fall am Tablet und prüft Termin, Patientenbezug und Dokumentation. Danach sollte die nächste Person den aktuellen Stand und offene Schritte erklären können.

Wie erkenne ich, ob eine Praxissoftware auf einem kleinen Bildschirm gut bedienbar ist?

Prüfen Sie Ihre wichtigsten Aufgaben in einer schmalen Browseransicht und mit vergrößertem Text. WCAG 2.2 nennt für vertikal lesbare Webinhalte 320 CSS-Pixel als Reflow-Prüfbreite. Beobachten Sie dabei, ob die wichtigen Angaben und nächsten Schritte ohne Scrollen in zwei Richtungen erreichbar bleiben.

Wie prüfe ich, ob ein neues Tablet einen bisherigen Praxisarbeitsplatz ersetzen kann?

Führen Sie auf dem bisherigen und dem vorgesehenen Ersatzgerät denselben Demo-Fall und Arbeitsschritt aus. Vergleichen Sie, ob Patientenbezug und nächster Schritt erkennbar sind und ob Touch, Tastatur und Anzeige zur Aufgabe passen. Halten Sie Abweichungen und offene Fragen fest, bevor Sie die Aufgabe neu zuordnen.

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