Ob intuitive Praxissoftware zu Ihrer Praxis passt, zeigt sich an wiederkehrenden Aufgaben: Erreicht Ihr Team das gewünschte Ergebnis, versteht es den nächsten Schritt und findet es nach einer Änderung wieder in den Vorgang? Die Zahl der Schaltflächen allein beantwortet diese Frage nicht. Für elektronische Patientenakten beschreibt das NIST-Handbuch zur Nutzbarkeit drei hilfreiche Blickwinkel: Wirksamkeit, Effizienz und Zufriedenheit. Übertragen auf Ihre Auswahl heißt das: richtiges Ergebnis, verständlicher Arbeitsweg und ein Bediengefühl, mit dem Ihr Team gut arbeiten kann.
In easymed greifen Kalender, Patientenakte, Behandlungsdokumentation und Abrechnung ineinander. In einer persönlichen Vorführung können Sie einen Termin am konkreten Vorgang nachvollziehen und den Weg von der Dokumentation bis zur Rechnung selbst ausprobieren. So beurteilen Sie die Software anhand Ihrer Arbeit, statt sich auf das Wort „intuitiv“ in einer Produktbeschreibung zu verlassen.
Den häufigsten Vorgang als erste Probe wählen
Wählen Sie zuerst eine Aufgabe, die häufig vorkommt oder für Ihre Praxis besonders wichtig ist. Die NIST-Anleitung empfiehlt, bei Usability-Tests Aufgaben mit hoher Häufigkeit, Bedeutung oder Schwierigkeit zu berücksichtigen. Für eine erste Softwarevorführung genügt eine kleine Auswahl: zum Beispiel eine Terminanfrage, eine Korrektur und eine kurze Übergabe.
Beschreiben Sie vor jedem Test den Ausgangspunkt und das gewünschte Ende. Bei einer Terminanfrage könnte das heißen: Die richtige Person ist geöffnet, der passende Termin steht im Kalender und der weitere Weg zur Dokumentation ist erkennbar. Nutzen Sie die Demo-Instanz mit Beispieldaten und lassen Sie den Ablauf von der Person durchführen, die diese Aufgabe später im Praxisalltag übernimmt.
In easymed lernen Sie dabei den gemeinsamen Kalender und die Patientenakte kennen. Wenn Sie danach eine erbrachte Leistung dokumentieren, können Sie sich auch zeigen lassen, wie daraus der Rechnungsweg weitergeht. Das macht den Produktvorteil konkret: Vorhandene Praxisangaben werden im selben Ablauf weiterverwendet, und Ihr Team muss die passenden Schritte nicht aus einer allgemeinen Funktionsliste ableiten.
Bedienbarkeit von Physiotherapie Software vergleichen
Für einen fairen Vergleich verwenden Sie bei jedem Angebot dieselben Aufgaben, Ausgangspunkte und Zielzustände. Halten Sie auch fest, welches Teammitglied testet und welches Gerät zum Einsatz kommt. Der Leitfaden der AHRQ zur Usability-Evaluation nennt den Vergleich vor einer Beschaffung als einen Anwendungsfall und empfiehlt, Ziel, Zielnutzer, Erfassungsmethode und Auswertung vorher festzulegen. Dieselben Szenarien je Anbieter sind die praktische Grundlage für einen nachvollziehbaren Vergleich.
Lassen Sie zuerst die später zuständige Person arbeiten. Eine kurze Orientierung zur Aufgabe ist sinnvoll; erklären Sie einzelne Knöpfe möglichst erst, nachdem die Person selbst versucht hat, den gewünschten Zustand zu erreichen. Notieren Sie, an welcher Stelle eine Frage aufkam oder eine Erklärung nötig war. Wenn Empfang und Behandler unterschiedliche Aufgaben haben, beziehen Sie beide Rollen mit jeweils passenden Beispielen ein.
Ein erfahrener Nutzer und eine Kollegin mit weniger Softwareerfahrung können denselben Standardvorgang ausprobieren. Beide müssen nicht jede Aufgabe durchspielen. Es reicht, wenn die Personen, die einen Ablauf wirklich übernehmen, die für sie wichtigen Schritte selbst testen. Wiederholen Sie einen typischen Vorgang danach mit einer kleinen Änderung. So erkennen Sie, ob nur die erste Klickfolge auswendig gelernt wurde oder die Orientierung auch bei einem anderen Ausgangspunkt trägt.
Korrekturen gezielt einbauen
Drei geeignete Aufgaben sind eine korrigierte Anschrift, ein verschobener Termin und eine übergebene Rückfrage. Legen Sie für jede Aufgabe vorher fest, woran Sie das richtige Ergebnis erkennen.
Öffnen Sie nach der Anschriftenkorrektur erneut die richtige Person und prüfen Sie, ob der aktualisierte Stand dort erscheint. Bei einer Terminverschiebung muss der neue Zeitpunkt weiterhin der richtigen Person zugeordnet sein. Für eine Übergabe sollte die Kollegin das tatsächliche Anliegen, die bereits erfolgte Bearbeitung und den nächsten Schritt erkennen. Diese Beispiele zeigen, ob der Zusammenhang beim Ändern und Weitergeben verständlich bleibt.
Eine Testnotiz nach Beobachtung und Bedeutung ordnen
Trennen Sie in Ihrer Notiz die Beobachtung von der Bewertung: „Termin im Buchungsportal gewählt; der Eintrag erscheint im Kalender; eine Bestätigung ist eingegangen.“ Prüfen Sie anschließend, ob das beobachtete Ergebnis zum vorher gesetzten Ziel passt. So bleibt nachvollziehbar, was tatsächlich im Test geschah und welche Bedeutung es für den Praxisablauf hat.
Die Online-Terminbuchung von easymed verbindet das Buchungsportal mit dem Kalender. Eine Buchung wird automatisch bestätigt; vor dem Termin kann eine Erinnerung per E-Mail oder WhatsApp versendet werden. Prüfen Sie den Ablauf aus beiden Perspektiven: Was sieht die Patientin beim Buchen, und was findet das Praxisteam danach im Kalender? So sehen Sie, welche Kommunikationsschritte im Portalweg bereits zusammenlaufen und welche Einstellungen Ihr Team selbst festlegt.
Für einen Vergleich können Sie daneben ein Beispiel mit telefonischer Terminänderung betrachten: Der neue Zeitpunkt wird in der Wochenübersicht eingetragen, die Rückmeldung an die Patientin wird separat abgestimmt. Das ist ein Vergleichsbeispiel für einzelne Arbeitsschritte. Im Portalweg von easymed laufen Buchung, Kalendereintrag, automatische Bestätigung und Terminerinnerung zusammen. Die Grafik stellt diese beiden konkreten Wege gegenüber.
Unterbrechungen am tatsächlichen Arbeitsplatz simulieren
Unterbrechen Sie einen Testfall, bevor eine Rückfrage beantwortet ist. Wechseln Sie kurz zu einer zweiten Aufgabe und kehren Sie anschließend zum ersten Vorgang zurück.
Fragen Sie beim Wiedereinstieg: Finden Sie die richtige Person und den Termin wieder? Ist klar, welche Information noch fehlt? Für eine Teamübergabe sollte die Rückfrage das konkrete Anliegen, die bereits erfolgte Bearbeitung und den nächsten Schritt enthalten. Die gemeinsame Patientenakte und der Terminbezug in easymed liefern dabei den organisatorischen Zusammenhang; die Kollegin kann den richtigen Vorgang öffnen und die Aufgabe weiterführen.
Wiederholen Sie diesen Test nach einem kurzen Aufgabenwechsel oder auf dem Gerät, das Ihre Kollegin tatsächlich verwendet. So lässt sich beobachten, ob der bekannte Bezug zum Vorgang für den Wiedereinstieg reicht oder ob eine kurze Notiz zur offenen Frage sinnvoll ist. Der Test beschreibt einen konkreten Arbeitsweg und setzt keine zusätzliche Prüfroutine im Team voraus.
Software und Arbeitsplatz gemeinsam beurteilen
Öffnen Sie die Software auf dem Gerät, das später am Empfang oder im Behandlungsraum genutzt wird. Probieren Sie dort eine kurze Terminsuche und eine längere Eingabe aus. Bildschirmgröße, Tastatur und Aufstellung zeigen sich erst im tatsächlichen Arbeitsumfeld; eine Vorführung am anderen Bildschirm beantwortet diese Frage nicht.
KI Generiert
Beziehen Sie die Personen ein, die mit dem Gerät arbeiten. Eine Kollegin am Empfang kann beurteilen, ob sie einen Termin schnell wiederfindet; ein Behandler kann die Dokumentationsnotiz im eigenen Arbeitsablauf testen. Wenn in Ihrer Praxis mehrere Geräte eingesetzt werden, wiederholen Sie denselben Vorgang auf einem weiteren vorgesehenen Gerät. Die Illustration zeigt, warum Software und Arbeitsplatz gemeinsam beurteilt werden.
Ergebnisse dokumentieren und die Auswahl begründen
Halten Sie pro Aufgabe vier Punkte kurz fest: das vorher bestimmte Ziel, das erreichte Ergebnis, nötige Hilfen oder Umwege sowie die Einschätzung der Person, die den Test durchgeführt hat. Bei Bedarf notieren Sie zusätzlich die benötigte Zeit. Der NIST-Leitfaden nennt unter anderem Aufgabenerfolg, Zeit, Fehler und Einschätzungen zur Bedienbarkeit als mögliche Messgrößen; welche davon sinnvoll sind, hängt vom Testziel ab.
Bewerten Sie nicht nur, wie viele Klicks eine Aufgabe benötigt. Entscheidend ist, ob die richtige Person und der passende Termin zusammenbleiben, ob Änderungen verständlich sind und ob Ihr Team nach einer Unterbrechung weiterarbeiten kann. Ein kurzer Wiederholungstest zeigt außerdem, ob der Arbeitsweg nach der ersten Erklärung verständlich bleibt. Mit denselben Aufgaben und klaren Zielzuständen lässt sich die Bedienbarkeit verschiedener Praxisprogramme besser vergleichen und die passende Vorführung für Ihr Team gezielt vorbereiten.