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Software und Digitalisierung

Praxissoftware langfristig nutzen: Abläufe klar anpassen

Wenn Angebot, Räume oder Teamaufgaben sich ändern, aktualisieren Sie die betroffenen Arbeitsschritte. So passen Kalender, Zuständigkeiten und Teamwissen zusammen.

easymed.digital Redaktion 5 Min. Lesezeit
Zwei Praxiskollegen aktualisieren gemeinsam eine Arbeitsanweisung im Ringordner.

Praxissoftware langfristig nutzen heißt, Änderungen im Praxisalltag gezielt nachzuführen: Was wird künftig angeboten, welche Termine sind schon vereinbart, wer übernimmt die Aufgabe und wo findet das Team den aktuellen Arbeitsschritt? So bleibt ein bewährter Ablauf anschlussfähig, ohne bei jeder Veränderung die ganze Praxisorganisation neu aufzusetzen.

In easymed liegen Teamkalender, Patientenakte und Behandlungsdokumentation in derselben Praxissoftware. Der Kalender bildet Angebote, Arbeitszeiten und Räume ab; Verlauf und Dokumente bleiben dem Patienten zugeordnet und die Dokumentation dem Termin. Das Team entscheidet weiterhin, ab wann eine Änderung gilt, wie bestehende Absprachen weitergeführt werden und wer dafür zuständig ist. Genau diese Trennung hilft, neue Möglichkeiten einzurichten und gleichzeitig den laufenden Praxisalltag im Blick zu behalten.

Mit Kalender und Patientenakte einfach weiterarbeiten

Ein sinnvoller Startpunkt ist nicht eine lange Liste aller Softwarefunktionen, sondern der eine Prozess, der sich gerade ändert. Schreiben Sie kurz auf, wie das Team ihn heute durchführt und was künftig anders sein soll. Notieren Sie den Beginn, die betroffenen Termine oder Aufgaben und eine Person, die die Umstellung koordiniert. So ist klar, was in der Software angepasst werden muss und welche Information das Team für die Übergabe braucht.

Die KBV beschreibt für das Qualitätsmanagement den Plan-Do-Check-Act-Zyklus: eine Maßnahme mit klarer Zuständigkeit planen, umsetzen, die Wirkung prüfen und bei Bedarf nachjustieren. Für eine Praxissoftware-Änderung lässt sich dieses Vorgehen klein anwenden: erst einen betroffenen Arbeitsweg wählen, dann eine passende Änderung umsetzen und mit einem typischen Beispieltermin prüfen. Die KBV erläutert den Zyklus und die Regelung von Zuständigkeiten ausführlicher.

Eine geänderte Terminart für neue Anfragen anbieten

Wird eine neue Dauer oder Leistung angeboten, bestimmen Sie zuerst, ab wann sie für neue Anfragen gelten soll. Legen Sie fest, welche Behandlerinnen und Behandler, Arbeitszeiten und Räume das Angebot abdecken. Wenn die Online-Terminbuchung dafür freigegeben ist, müssen deren auswählbare Leistungen und Zeiten zum Kalender passen. In easymed arbeitet der Teamkalender mit Tages-, Wochen- und Monatsansichten, Serienterminen, Pufferzeiten und einer Raumansicht. Der Kalender zeigt die dort hinterlegten verfügbaren Zeiten; die Praxis legt fest, welches Angebot ab wann gilt.

Eine bestehende Serie enthält dagegen schon mit einem Patienten getroffene Absprachen. Angenommen, eine Behandlung dauert künftig länger, eine Patientin hat aber noch regelmäßige Termine zur bisherigen Dauer. Neue Anfragen richten sich nach dem künftigen Angebot. Für die laufende Serie prüfen Sie die konkret betroffenen Termine, stimmen eine notwendige Änderung mit der Patientin ab und passen erst dann diese Termine an. So überschreibt die neue Terminart nicht versehentlich eine Vereinbarung, die bereits im Kalender steht.

Neues Angebot und bestehende Serie einfach weiterführen

NEUE ANFRAGE

Künftige Terminart und Dauer anbieten

VORHANDENE SERIE

Änderung mit der Patientin vereinbaren

Arbeitszeiten, Behandler, Raum und Puffer gehören zum konkreten Kalenderzusammenhang.

Künftige Anfragen folgen dem neuen Angebot. Änderungen an einer laufenden Serie stimmen Sie für die betroffenen Termine mit der Patientin ab.

Das Team kann den Übergang knapp festhalten: ab wann gilt die neue Dauer, für wen wird sie angeboten und an wen gehen Fragen zu bereits vereinbarten Terminen? Das trennt eine künftige Einstellung im Kalender von der persönlichen Abstimmung zu einer bestehenden Buchung.

Arbeitszeiten und Räume am tatsächlichen Bedarf ausrichten

Ein Beispiel: Bisher nutzt die Praxis einen Raum für zwei Angebote zu unterschiedlichen Zeiten. Kommt ein Behandlungsraum hinzu oder ändert sich die Arbeitszeit einer Behandlerin, prüfen Sie zuerst, welche Termine und Angebote davon abhängen. Im Kalender kann die Praxis nach Behandlern oder nach Räumen mit mehreren Plätzen planen. Wählen Sie die Ansicht, die den tatsächlichen Ablauf vor Ort am schnellsten erkennen lässt. Ein Raumwechsel ist dann nicht automatisch eine neue Regel für alle Leistungen; entscheidend ist, welches Angebot dort zu welcher Zeit stattfinden kann.

Ein weiterer Raum ergänzt den Tagesplan

BISHER: EIN RAUM

Angebot AAngebot B

Zu unterschiedlichen Zeiten

↓

WEITERER RAUM

Den Tagesplan passend ausrichten

Der Tagesplan verbindet die neue Raummöglichkeit mit den betroffenen Angeboten und Terminen.

Halten Sie für die Terminvergabe nur die nötige Orientierung fest: welches Angebot in welchem Raum stattfindet, welche Zeiten nutzbar sind und wer den Kalender anpasst. Für schon gebuchte Termine prüfen Sie die konkrete Woche. Für künftige Anfragen gelten die neuen Verfügbarkeiten. Diese kurze Gegenüberstellung hilft besonders einer Vertretung oder einer neuen Kollegin, ohne dass sie die ganze Raumplanung aus alten Notizen rekonstruieren muss.

Wissen bei einem Rollenwechsel einfach übergeben

Wenn eine Kollegin Aufgaben wechselt oder jemand neu im Team beginnt, gehören Arbeitsanweisung und Softwarezugang zur selben Übergabe. Beschreiben Sie die neue Aufgabe, welche Bereiche dafür gebraucht werden, wo die gültige Anleitung liegt und an wen eine fachliche Rückfrage geht. In easymed lassen sich Rechte je Mitarbeiter festlegen, also welche Bereiche eine Person sehen und bearbeiten darf. Die Praxis ordnet die Rechte passend zur Aufgabe zu.

Die KBV empfiehlt bei personellen Wechseln eine strukturierte Einarbeitung in die Praxis-IT, passende Zugriffsrechte für neue Aufgaben und das Entfernen nicht mehr benötigter Zugänge. Eine Berechtigung sollte daher mit dem Aufgabenwechsel geprüft werden: Was braucht die Person für die neue Arbeit, und welcher frühere Zugang wird nicht mehr benötigt? Die KBV-Information zu Ein- und Austritten im Praxisteam enthält dazu praktische Beispiele.

Eine kurze Einweisung zeigt den konkreten Arbeitsweg in der Praxissoftware: etwa, wie der Empfang einen Termin aufruft, welche Information in die Patientenakte gehört und wer eine fachliche Frage übernimmt. Die Software stellt den gemeinsamen Kalender und Patientenbezug bereit; die Praxis vermittelt ihre Zuständigkeiten und die Regeln für besondere Fälle.

Eine Supportantwort in die passende Anleitung übernehmen

Bei einer Frage an den Anbieter hilft eine konkrete Beschreibung: Nennen Sie den betroffenen Bereich, die Aufgabe und die Stelle, an der der Ablauf offenbleibt. Eine Frage zur Raumplanung könnte zum Beispiel nennen, welche Terminart künftig dort stattfinden soll. So kann die Antwort an einen tatsächlichen Arbeitsschritt anknüpfen.

Eine konkrete Antwort ergänzt die tägliche Anleitung

1 · GEZIELTE FRAGE

Anliegen, Bereich, Ergebnis

2 · KONKRETE ANTWORT

Den passenden Arbeitsschritt erklären

3 · AKTUELLE ANLEITUNG

Schritt und Zuständigkeit ergänzen

Die Rückfrage beschreibt den betroffenen Arbeitsschritt. Die Anleitung enthält anschließend den aktuellen Ablauf und die zuständige Rolle.

Wenn die Antwort eine bestehende Anleitung ergänzt, übernehmen Sie den aktuellen Schritt und die zuständige Rolle an der passenden Stelle. Die KBV empfiehlt, in Prozess- und Ablaufbeschreibungen die wichtigsten Schritte sowie Verantwortlichkeiten an den Übergängen festzuhalten. Übertragen auf die Softwarepflege heißt das: Eine Anleitung bleibt kurz genug für die tägliche Nutzung und nennt, was die nächste Person konkret tun soll.

Hände ordnen eine neue Anleitungsseite in einen Ordner und legen ältere Unterlagen getrennt in eine Archivbox. KI Generiert
Die gültige Anleitung zeigt den heutigen Arbeitsschritt. Eine ältere Notiz bleibt getrennt als Hintergrund zum früheren Ablauf.

Im Beispiel erklärt die neue Fassung die heutige Raumaufteilung. Eine ältere Notiz kann separat als früherer Stand liegen bleiben, damit sie den aktuellen Arbeitsschritt nicht verdeckt. Bei der nächsten Änderung wird genau diese Anleitung wieder angepasst, statt an mehreren Stellen widersprüchliche Regeln einzutragen.

Den gemeinsamen Praxisablauf im Alltag nutzen

Eine kleine Änderung lässt sich im Alltag an einem typischen Vorgang prüfen: Kann die zuständige Person einen passenden Termin anbieten, die richtige Raumansicht nutzen und nach dem Kontakt die Dokumentation am Termin fortführen? Wenn dabei ein Schritt unklar bleibt, ergänzen Sie die Anleitung oder passen die Zuständigkeit an. Das Team muss nicht die gesamte Praxissoftware neu organisieren, wenn nur ein Angebot, ein Raum oder eine Rolle betroffen ist.

Mit easymed führen Kalender, Patientenakte, Termin-Dokumentation und Rechte je Mitarbeiter im selben Arbeitsumfeld zusammen. Öffnen Sie die Funktionsübersicht, um die Bereiche mit Ihrem konkreten Praxisablauf abzugleichen.

Häufige Fragen

Wie passen Sie Praxissoftware an einen geänderten Arbeitsablauf an?

Beschreiben Sie, was heute gilt, was sich ab wann ändert und welche Termine oder Aufgaben betroffen sind. Legen Sie eine zuständige Person fest, setzen Sie die Anpassung um und prüfen Sie sie an einem typischen Vorgang. Die KBV beschreibt dieses Vorgehen als Plan-Do-Check-Act-Zyklus.

Was ist bei einer neuen Terminart und einer laufenden Serie wichtig?

Richten Sie die neue Terminart ab ihrem festgelegten Start für künftige Anfragen ein. Prüfen Sie eine laufende Serie separat: Besprechen Sie nötige Änderungen mit der Patientin oder dem Patienten und passen Sie erst die konkret betroffenen Termine an.

Was sollte das Team bei einem neuen Behandlungsraum prüfen?

Prüfen Sie, welche Angebote und bereits gebuchten Termine den Raum oder die Arbeitszeit nutzen. Legen Sie danach die neuen Verfügbarkeiten und die zuständige Rolle für die Terminvergabe fest. So folgen künftige Buchungen der aktuellen Planung, während bestehende Termine konkret geprüft bleiben.

Was ist bei einem Aufgabenwechsel in der Praxissoftware wichtig?

Zeigen Sie die neue Aufgabe, die dafür benötigten Bereiche, den Ablageort der aktuellen Anleitung und die zuständige Ansprechperson. Prüfen Sie zugleich die Softwarerechte: Was wird für die neue Rolle gebraucht und welcher frühere Zugang kann entfallen? Eine kurze Einweisung verbindet beide Schritte.

Wie unterstützt easymed die Zusammenarbeit im Praxisalltag?

In easymed führt der Teamkalender Termine nach Behandlern oder Räumen, die Patientenakte Verlauf und Dokumente sowie die Behandlungsdokumentation am Termin zusammen. Rechte je Mitarbeiter helfen dabei, die zugänglichen Bereiche passend zur jeweiligen Aufgabe festzulegen.

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