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Software und Digitalisierung

TI-Vorbereitung in der Logopädie: Anschluss klar planen

Welche TI-Komponenten und Anwendungen gehören zur Logopädiepraxis? So planen Sie Zugang, KIM, Installation, Finanzierung und den täglichen Praxisablauf.

easymed.digital Redaktion 8 Min. Lesezeit
Logopädieteam prüft Kontaktwege und Terminfolgen für ein digitales Projekt.

TI-Vorbereitung in der Logopädie wird klar, wenn Sie TI-Zugang, Anwendungen und den laufenden Praxisalltag gemeinsam planen. Den Anschluss an die Telematikinfrastruktur richten Sie mit einem zugelassenen Anbieter ein. easymed unterstützt daneben die tägliche Patientenorganisation: Termine und Serientermine stehen im gemeinsamen Kalender, Dokumente und Behandlungsverlauf in der Patientenakte. Eingehende Praxis-E-Mails lassen sich dem Patienten zuordnen.

So können Sie die Einrichtung der TI mit einer vertrauten Termin- und Dokumentationsorganisation verbinden. easymed übernimmt dabei die alltägliche Praxisarbeit rund um Personen, Termine und zugehörige E-Mails; TI-Zugang und KIM richten Sie mit den dafür vorgesehenen Anbietern und Diensten ein. Für ein Kind, dessen Termin verschoben wird und zu dem eine ergänzende Unterlage erwartet wird, bleiben die neue Uhrzeit und die offene Frage im passenden Zusammenhang auffindbar.

Dieser Beitrag führt durch die wichtigsten Entscheidungen: Welche Komponenten und Anwendungen gehören zur TI-Vorbereitung, was sollte vor dem Installationstermin geklärt sein und wie lässt sich der Projektstand im Team weitergeben? Die Hinweise richten sich an Logopädiepraxen, die ihren digitalen Austausch geordnet aufbauen möchten.

Den TI-Anschluss für die Logopädie übersichtlich vorbereiten

Die gematik informiert Heilmittelerbringende ausdrücklich auch zur Logopädie. Für den Zugang nennt ihre Checkliste zur TI-Anbindung unter anderem den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA), die Institutionskarte SMC-B, ein E-Health-Kartenterminal, den gewählten TI-Zugang und eine passende Praxissoftware. Prüfen Sie mit Ihrem TI-Anbieter, welche Bestandteile in dessen Paket enthalten sind und was Ihre Praxis selbst bereithalten soll.

Wählen Sie die Anwendungen nach den tatsächlichen Kontakten Ihrer Praxis. KIM ist der sichere Nachrichtendienst innerhalb der TI und eignet sich zum Austausch von Dokumenten und Nachrichten mit anderen teilnehmenden Einrichtungen. Der TI-Messenger unterstützt kurze organisatorische Rückfragen an andere Praxen oder Kolleginnen und Kollegen. Die gematik-Informationen für Heilmittelerbringende erläutern beide Kommunikationswege. Eine nützliche Vorbereitung ist, zwei oder drei wiederkehrende Kontakte aufzuschreiben und für jeden zu klären, ob es um ein Dokument, eine sichere Nachricht oder eine kurze Terminabstimmung geht.

Fragen Sie beim Vergleich eines TI-Gateways und eines Konnektors konkret nach dem Installationsweg. Beim TI-Gateway läuft der zentrale Konnektor im Rechenzentrum des Anbieters; in der Praxis wird dadurch kein eigener Konnektor benötigt. Die Einbindung vor Ort kann dennoch Kartenterminals, Arbeitsplatzsoftware und Netzwerkeinstellungen betreffen. Klären Sie, wer diese Schritte übernimmt, welche Zugänge gebraucht werden und wie Sie den Installationstag erreichen, ohne wichtige Behandlungsabläufe zu unterbrechen. Die gematik beschreibt den TI-Gateway-Anschluss und die Aufgaben vor Ort.

Die Checkliste macht den Installationstag gut planbar: Prüfen Sie, ob die SMC-B freigeschaltet ist, das Terminal und die Praxissoftware bereitstehen und die nötigen Zugangsdaten verfügbar sind. Stimmen Sie mit dem Dienstleister ab, ob ein Update oder eine kurze Arbeitsunterbrechung nötig wird und welche Funktionstests am Ende anstehen. Die gematik empfiehlt, Zeiten einzuplanen, in denen die Praxissoftware möglichst wenig gebraucht wird, und den Ablauf sowie die geprüften Funktionen zu dokumentieren. Eine zentrale, für die zuständigen Teammitglieder erreichbare Ablage für PIN-Brief, Anbieterunterlagen und Supportkontakt erleichtert den späteren Betrieb.

Auch die Finanzierung gehört in den Angebotsvergleich. Die TI-Finanzierungsvereinbarung des GKV-Spitzenverbandes für Heilmittelerbringer umfasst nach § 124 SGB V zugelassene Leistungserbringer der Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie. Sie sieht eine monatliche TI-Pauschale zum Ausgleich von Ausstattungs- und Betriebskosten vor. Der Anspruch setzt die Anbindung und die erforderlichen funktionsfähigen Komponenten und Anwendungen voraus; dazu gehört KIM. Die Praxis weist diese Voraussetzungen per Eigenerklärung im Antragsportal des GKV-Spitzenverbandes nach. Prüfen Sie vor der Bestellung die aktuelle Vereinbarung und den Antragsweg für Ihre Zulassung. So können Sie Anbieterpreis, enthaltene Leistungen und die vorgesehenen Nachweise auf einer sachlichen Grundlage vergleichen.

Für die interne Abstimmung genügt eine kurze Übersicht zum konkreten Angebot. Halten Sie fest, welche Anschlussart vereinbart ist, wer KIM und Softwareanpassung bereitstellt, welche Rückmeldung noch fehlt und welcher nächste Kontakt ansteht. Damit ist der Projektstand verständlich, ohne jede laufende Behandlung in ein eigenes Technikprojekt zu verwandeln.

Terminfolgen und offene Vorgänge zusammen betrachten

Eine logopädische Terminserie und die zugehörige Unterlagenfrage gehören zum selben Patientenverlauf. In easymed zeigt der gemeinsame Kalender die aktuelle Vereinbarung; Dokumente und Hinweise stehen in der Patientenakte. Wird eine einzelne Sitzung verschoben, bearbeiten Sie diese Vereinbarung innerhalb der bestehenden Serie. Die noch ausstehende Antwort bleibt beim betreffenden Kind sichtbar.

Neue Terminzeit und Unterlagenantwort bleiben zusammen sichtbar
Während einer laufenden logopädischen Terminfolge wird ein Termin verschobenTermin verschobenNeue Vereinbarung giltAktuellen Termin imgemeinsamen Kalender
Die weiterhin offene Unterlagenantwort bleibt derselben Terminfolge zugeordnetAntwort noch offenNeue Unterlage erwartetAntwort beim Patientenin derselben Akte ergänzen
Die aktuelle Vereinbarung steht im Kalender, die ausstehende Antwort bei derselben Patientenakte.

Ein Beispiel: Für eine laufende Behandlung wird eine ergänzende Unterlage erwartet. Gleichzeitig möchte die Familie den nächsten Dienstagstermin auf Donnerstag verschieben. Die neue Zeit steht anschließend im Kalender. Die Unterlagenfrage ergänzen Sie im Patientenzusammenhang, damit beide Informationen beim nächsten Kontakt zusammen vorliegen.

Trifft die Antwort später ein, ergänzen Sie den beantworteten Punkt in der Akte. Die bereits vereinbarte Donnerstagszeit bleibt bestehen. Für eine Vertretung ist damit unmittelbar verständlich, was organisatorisch vereinbart wurde und welche neue Information inzwischen vorliegt.

Rückfragen im gemeinsamen Patientenzusammenhang beantworten

Eine kurze konkrete Rückfrage erleichtert die Antwort. Nennen Sie die betroffene Person und den benötigten Punkt, beispielsweise den zeitlichen Bezug einer nachgereichten Unterlage. Eingehende E-Mails lassen sich in easymed über IMAP/SMTP oder Microsoft 365 dem Patienten zuordnen. Die Antwort steht damit beim Verlauf, an dem Empfang und Behandlungsteam weiterarbeiten.

Die Antwort führt den konkreten Patientenweg weiter
Eine konkrete Rückfrage beschreibt den offenen Anlass. Die Antwort ergänzt die Patientenakte und führt zum vereinbarten organisatorischen Anschluss.Konkrete RückfrageBenötigten Punkt beschreibenAntwort eingegangenBeim Patienten ergänzenVereinbarung weiterführenNächster Rückruf:kurz beim Patienten festhalten
Rückfrage, Antwort beim Patienten und vereinbarter organisatorischer Anschluss bilden einen kurzen gemeinsamen Weg.

Die behandelnde Person ergänzt die inhaltlich benötigte Information. Der Empfang führt den daraus vereinbarten organisatorischen Anschluss weiter, etwa eine neue Uhrzeit oder einen Rückruf. Mitarbeiterrechte bestimmen, welche Bereiche die jeweilige Rolle sehen und bearbeiten darf. Ein gemeinsamer Zusammenhang verbindet so die Aufgaben, ohne allen Personen dieselben Aufgaben zuzuweisen.

Wenn noch eine Antwort benötigt wird, benennen Sie genau diesen offenen Punkt. Eine kurze Notiz mit dem vorgesehenen Rückruf reicht häufig aus. Der nächste Kontakt beginnt dann bei der konkreten Frage und braucht keine vollständige Wiederholung der bisherigen Terminabstimmung.

Eine gewöhnliche Praxis-E-Mail und eine Nachricht über KIM haben dabei unterschiedliche Zugangswege. KIM ist ein TI-Dienst mit eigener KIM-Adresse für den sicheren Austausch zwischen teilnehmenden Einrichtungen. Klären Sie mit Ihrem Anbieter und dem Softwareteam, in welchem Postfach KIM-Nachrichten ankommen und welche Arbeitsschritte im jeweiligen System vorgesehen sind. Im easymed-Praxispostfach ordnen Sie verbundene E-Mails dem Patienten zu und können den organisatorischen Anschluss im gemeinsamen Verlauf weiterführen.

Familienkontakte und eigene Kinderakten einfach verbinden

Organisiert eine Bezugsperson Termine für zwei Kinder, bleiben die Behandlungsverläufe eigenständig. easymed kann die Kinder mit derselben Bezugsperson verknüpfen; gemeinsamer Kontakt und Portalzugang gelten für beide. Die Familie nutzt einen Zugang, während Unterlagen und Dokumentation bei dem jeweiligen Kind bleiben.

Eine Familiennachricht kann mehrere Anliegen enthalten. Ordnen Sie die ergänzende Unterlage der passenden Kinderakte und den Terminwunsch dem konkret genannten Termin des anderen Kindes zu. Bei einer Rückfrage reicht der eindeutige Bezug zum betreffenden Kind. Die Familie muss bereits verständliche Angaben nicht erneut senden.

Für Terminmitteilungen legen Sie die passenden Kontaktwege fest. Bestätigungen und einstellbare Erinnerungen über E-Mail und WhatsApp unterstützen die Abstimmung. Die gemeinsame Erreichbarkeit erleichtert den Kontakt; die eigenen Akten halten die logopädischen Inhalte übersichtlich auseinander.

Eine neue Unterlage bei der betreffenden Person ergänzen

Eine neue Papierunterlage oder E-Mail ergänzt den vorhandenen Patientenzusammenhang. Rufen Sie die betreffende Akte auf und halten Sie den benötigten Bezug fest. Ein kurzer Rückruf kann beispielsweise klären, zu welchem Behandlungsabschnitt die Seite gehört. Das Ergebnis steht anschließend bei derselben Person und ist für den nächsten organisatorischen Anschluss verfügbar.

Eine Logopädin liest am Empfang eine neue Papierunterlage neben der geöffneten Mappe und bereitet mit dem Telefon einen Rückruf vor. KI Generiert
Ein gezielter Rückruf ergänzt den benötigten Bezug; das Ergebnis steht bei derselben Patientenakte.

Bereits verständliche Dokumentteile bleiben nutzbar. Fragen Sie gezielt nach der einzelnen Ergänzung, statt eine gesamte Unterlagensammlung erneut anzufordern. Sobald die Antwort vorliegt, ergänzen Sie genau diesen Punkt. Der weitere Verlauf knüpft an die vorhandenen Informationen an.

Die Dokumentation gehört in easymed zum jeweiligen Termin. Befund und Verlauf können durch Textvorschläge aus bisherigen Formulierungen unterstützt werden. Eine spätere Nachfrage findet dadurch die betreffende Sitzung und die zugehörigen Unterlagen im selben Zusammenhang.

Das Team am vertrauten Arbeitsablauf orientieren

Für die Einarbeitung ist ein gewöhnlicher Ablauf besonders anschaulich: einen Patienten öffnen, die nächste Vereinbarung im Kalender finden und eine neue Information in der Akte ergänzen. Die Rollen greifen auf denselben Stand zu. Eine kleine gemeinsame Einführung zeigt diesen Weg, ohne eine Reihe wiederholter Generalproben aufzubauen.

Bei der Ersteinrichtung werden Praxisdaten, Behandler, Arbeitszeiten, Leistungen und Kataloge passend angelegt. Das Team startet dadurch mit einer vorbereiteten Grundlage. Für zusätzliche TI-Einrichtungstermine stimmen Sie den technischen Kontakt und die betreffende Praxiszeit ab; die täglichen Aufgaben bleiben übersichtlich verteilt.

Eine Kollegin übernimmt später eine Vertretung und sieht bereits den aktuellen Termin und die ergänzte Unterlage. Sie erläutern ihr nur den nächsten konkreten Schritt. Der gemeinsame Kalender und die Patientenakte unterstützen so den normalen Alltag auch dann, wenn die ursprüngliche Absprache von einer anderen Person geführt wurde.

Den aktuellen TI-Projektstand bei einer Vertretung weiterführen

Eine Person bespricht das TI-Angebot, während eine Kollegin den nächsten Kontakt übernimmt. Dafür braucht sie die konkret gestellte Frage, die erhaltene Antwort und den vorgesehenen Ansprechpartner. Eine kurze Zusammenfassung beim Angebot hält diesen Stand zusammen.

Das TI-Angebot mit dem aktuellen Stand weiterführen
Der Stand der offenen Angebotsfrage unterscheidet bestätigte Voraussetzung, ausstehende Rückmeldung und interne Entscheidung. Die Vertretung findet Frage, vorhandene Antwort und nächsten zuständigen Kontakt.TI-Angebot weiterführenBestätigtVereinbarte VoraussetzungAusstehendNoch erwartete RückmeldungIntern zu entscheidenNächsten Kontakt vereinbaren
Vereinbarte Voraussetzung, erwartete Rückmeldung und nächste interne Entscheidung erleichtern das Anschlussgespräch.

Unterscheiden Sie vereinbarte Voraussetzungen, eine noch erwartete Rückmeldung und die nächste interne Entscheidung. So kann die Vertretung das Gespräch gezielt fortführen. Der Anbieter beantwortet die Anschlussfrage; Ihr Team entscheidet auf dieser Grundlage über den passenden Einrichtungszeitpunkt.

Für Ihre Patientenorganisation arbeiten Sie währenddessen im vertrauten Zusammenhang weiter. Die Logopädie-Praxissoftware von easymed verbindet Terminserien, gemeinsame Familienkontakte und eigene Patientenakten. Die TI-Vorbereitung baut dadurch auf einem bereits einfachen täglichen Informationsfluss auf.

Häufige Fragen

Was sollte eine Logopädiepraxis vor dem TI-Installationstermin bereithalten?

Klären Sie mit Anbieter und IT-Dienstleister den TI-Zugang. Halten Sie die freigeschaltete SMC-B, das E-Health-Kartenterminal, die Praxissoftware und die nötigen Zugangsdaten bereit. Stimmen Sie ab, ob ein Update nötig ist, in welchem Zeitfenster die Einrichtung stattfindet und welche Funktionen anschließend geprüft werden.

Was ist bei einem TI-Gateway im Praxisalltag zu beachten?

Beim TI-Gateway läuft der zentrale Konnektor im Rechenzentrum des Anbieters. In der Praxis kann trotzdem die Einrichtung von Kartenterminals, Arbeitsplatzsoftware und Netzwerkeinstellungen nötig sein. Fragen Sie, wer diese Schritte übernimmt und welche Zugänge Ihr Team zum Installationstermin bereithält.

Wann nutze ich KIM und wann den TI-Messenger?

KIM ist für den sicheren Austausch von Dokumenten und Nachrichten mit anderen TI-Teilnehmenden vorgesehen. Der TI-Messenger passt zu kurzen organisatorischen Rückfragen. Ordnen Sie wiederkehrende Kontakte diesen Abläufen zu und klären Sie beim Anbieter, in welchem System die jeweilige Nachricht bearbeitet wird.

Gibt es eine TI-Pauschale für Logopädiepraxen?

Für nach § 124 SGB V zugelassene Leistungserbringer der Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie sieht die Vereinbarung eine monatliche TI-Pauschale zum Ausgleich von Ausstattungs- und Betriebskosten vor. Zu den Voraussetzungen gehören die Anbindung, funktionsfähige erforderliche Anwendungen wie KIM und eine Eigenerklärung im GKV-Antragsportal. Prüfen Sie dort die für Ihre Zulassung geltenden aktuellen Unterlagen.

Wie hilft easymed bei Terminserien und Rückfragen während der TI-Vorbereitung?

Der gemeinsame Kalender zeigt die aktuelle Terminvereinbarung; Dokumente und Hinweise stehen bei der betreffenden Patientenakte. Verbundene Praxis-E-Mails lassen sich dem Patienten zuordnen. TI-Zugang und KIM richten Sie mit den dafür vorgesehenen Anbietern und Diensten ein. easymed unterstützt so die tägliche Termin- und Patientenorganisation während des TI-Projekts.

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