Die TI-Vorbereitung in der Physiotherapie wird überschaubar, wenn Sie vier Dinge früh klären: persönliche und institutionelle Karten, den TI-Zugangsweg, die benötigte Software und den passenden Einrichtungstermin. Die aktuelle gematik-Checkliste für Heilmittelerbringer beschreibt dafür unter anderem TI-Gateway oder Konnektor, Kartenterminal und Praxissoftware.
Im Praxisalltag verbindet easymed Kalender, Patientenakte und Behandlungsdokumentation. Der Empfang organisiert Termine und ergänzt Informationen beim Patienten; die Therapeutin dokumentiert Befund und Verlauf an der Sitzung. Den TI-Anschluss und die damit genutzten TI-Anwendungen stimmen Sie mit dem TI-Anbieter und dem Anbieter der passenden Software ab. So planen Sie technische Einrichtung und tägliche Teamübergabe zusammen, ohne ihre Zuständigkeiten zu vermischen.
Die Anschlussvorbereitung mit dem Anbieter abstimmen
Für den TI-Zugang nennt die aktuelle gematik-Checkliste den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA), die Institutionskarte SMC-B, ein E-Health-Kartenterminal, einen Internetanschluss und eine geeignete Praxissoftware. Als Zugang kommt ein TI-Gateway oder ein Konnektor infrage. Mit KIM lassen sich Nachrichten und Dokumente sicher austauschen; die Checkliste führt den Vertrag mit einem KIM-Anbieter als optionalen Baustein auf.
Planen Sie die Karten in der richtigen Reihenfolge: Zuerst wird ein eHBA beantragt. Ein Inhaber eines eHBA ist Voraussetzung, um die SMC-B für die physiotherapeutische Praxis zu erhalten. Der eHBA weist die einzelne Fachperson aus, die SMC-B die Institution. Beantragen und aktivieren Sie die Karten rechtzeitig vor dem Installationstermin und vereinbaren Sie, wo Karten und PINs sicher verwahrt werden.
Fragen Sie den Anbieter, welcher Anschlussweg zu Ihrer Praxis und Ihren Geräten passt. Beim TI-Gateway verbindet ein geprüfter Dienstleister mehrere Einrichtungen über einen zentral betriebenen Highspeed-Konnektor mit der TI; ein eigener Einbox-Konnektor muss dafür nicht vor Ort betrieben werden. Ein Konnektor bleibt eine mögliche Alternative. Die gematik plant die Nutzung von Einbox-Konnektoren jedoch höchstens bis Ende 2030. Lassen Sie sich deshalb erklären, welche Komponenten, Softwarestände und Vertragsleistungen der angebotene Weg voraussetzt.
Klären Sie vor der Bestellung konkret, wer Karten und Kartenterminal beschafft, wer die Software einrichtet und welche Dienste tatsächlich genutzt werden sollen. Für KIM benötigen Sie einen eigenen Dienstvertrag und eine KIM-Adresse. Die gematik empfiehlt, die Software- oder IT-Ansprechperson einzubeziehen. Halten Sie Angebot, offene Rückfragen, Kontakt und Installationstermin an einer Stelle fest. So kann das Team den laufenden Praxisbetrieb passend einplanen, während der Dienstleister die technische Einrichtung vorbereitet.
Patienteninformationen zwischen Empfang und Behandlung weiterführen
Der Empfang ergänzt eine neue Information in der Patientenakte und organisiert den Termin im gemeinsamen Kalender. Die Therapeutin öffnet denselben Verlauf, ergänzt die fachlich benötigte Angabe und nennt den vorgesehenen organisatorischen Anschluss. easymed hält Stammdaten, Dokumente und Hinweise bei der betreffenden Person zusammen.
Ein Aufnahmebeispiel macht den Weg anschaulich: Eine Unterlage kommt am Empfang an. Die Therapeutin benötigt eine Ergänzung zu einem konkreten Abschnitt und schlägt anschließend eine passende Terminzeit vor. Der Empfang findet die Rückmeldung beim Patienten und stimmt diese Zeit ab. Ein separater Ausdruck für die Weitergabe ist dafür nicht erforderlich.
Arbeitet der Empfang inzwischen an einer anderen Aufnahme, bleibt die Rückmeldung beim ursprünglichen Patienten auffindbar. Der eindeutige Bezug führt direkt zur passenden Vereinbarung. Mitarbeiterrechte regeln in easymed, welche Bereiche die jeweiligen Rollen sehen und bearbeiten dürfen.
Wenn Ihre Praxis zusätzlich KIM einrichtet, legen Sie auch dafür den Arbeitsweg fest: Wer öffnet eingehende Nachrichten, wer ordnet ein Dokument dem vorgesehenen Vorgang zu und wie erreicht eine Rückfrage die zuständige Therapeutin? Ob die TI-Software diese Schritte mit Ihrer Patientenakte verbindet, klären Sie mit den beteiligten Anbietern. So wird aus einem eingerichteten Zugang ein nachvollziehbarer Ablauf für das Team.
Den TI-Arbeitsplatz am tatsächlichen Empfang einplanen
Der geplante Arbeitsplatz soll zu den üblichen Aufgaben passen: Telefonate, eingehende Unterlagen und Terminabstimmung. Legen Sie Gerät und Kartenterminal so bereit, dass die vereinbarte Einrichtung am vorgesehenen Platz stattfinden kann. Die Empfangsrolle behält zugleich den gemeinsamen Kalender und die Patienteninformationen im Blick.
KI Generiert
Für den Praxisalltag zeigt easymed den Tages-, Wochen- und Monatskalender mit einer Spalte je Behandler. Serientermine und Pufferzeiten unterstützen die Terminorganisation. Eine geänderte Vereinbarung steht dort für das Team sichtbar, statt auf einer eigenen Notizliste weiterzulaufen.
Beim nächsten Kontakt öffnet die Therapeutin die zugehörige Akte. Befund und Verlauf werden am jeweiligen Termin dokumentiert; Textvorschläge aus bisherigen Formulierungen unterstützen das Schreiben. So schließt die Behandlung an die Aufnahme an und liefert für die weitere Organisation einen verständlichen Verlauf.
Erfragen Sie beim TI-Anbieter, wie viele Kartenterminals für Ihre Raum- und Empfangsorganisation vorgesehen sind und welche Netzwerkverbindung sie benötigen. Halten Sie außerdem fest, wer am Installationstag anwesend ist und welche Arbeitsplätze oder Praxissoftware kurzzeitig benötigt werden. Die gematik-Checkliste empfiehlt, den Ablauf und die durchgeführten Funktionsprüfungen zu dokumentieren.
Die Einführungswoche in der Physiotherapiepraxis sinnvoll aufteilen
Teilen Sie die Einführung nach den tatsächlich anstehenden Aufgaben auf. Der Anbieter übernimmt die vereinbarte technische Einrichtung. Das Team lernt den kurzen gemeinsamen Patientenweg kennen: Aufnahme, Kalendervereinbarung und Dokumentation. Ein gut gewähltes Zeitfenster verbindet diese Einführung mit den laufenden Praxisterminen.
Bei der Ersteinrichtung von easymed werden Praxisdaten, Behandler, Arbeitszeiten, Leistungen und Kataloge passend angelegt. Die beteiligten Personen starten mit dieser vorbereiteten Grundlage. Für Empfang und Behandlung reichen danach jeweils die passenden Schritte ihrer Rolle; nicht jeder muss den gesamten Einrichtungsweg übernehmen.
Planen Sie eine kurze gemeinsame Abstimmung für offene organisatorische Fragen. Eine vereinbarte Rückmeldung kann direkt bei der betreffenden Person ergänzt werden. Das Team arbeitet anschließend am aktuellen Stand weiter, ohne denselben Fall wiederholt als allgemeine Generalprobe aufzubauen.
Die TI-Finanzierung im Praxisbudget mitdenken
Für zugelassene Physiotherapiepraxen sieht die GKV-Finanzierungsvereinbarung eine monatliche TI-Pauschale zum Ausgleich von Ausstattungs- und Betriebskosten vor. Der Antrag läuft über das Portal des GKV-Spitzenverbands; für die Abrechnung sind unter anderem eine Eigenerklärung und die Kennungen der Praxiskarte und des Heilberufsausweises vorgesehen. Die Auszahlung erfolgt laut Vereinbarung quartalsweise.
Ein Punkt lässt sich leicht übersehen: Die aktuelle gematik-Checkliste beschreibt KIM als optionalen Baustein für den technischen Anschluss. In der auf der GKV-Seite veröffentlichten Finanzierungsvereinbarung für Physiotherapeuten ist die Unterstützung von KIM in aktueller Version dagegen als Voraussetzung für die TI-Pauschale aufgeführt. Wenn Sie die Pauschale einplanen, fragen Sie den Anbieter vor Vertragsabschluss gezielt nach KIM-Unterstützung und prüfen Sie die aktuellen Bedingungen im GKV-Antragsportal. Führen Sie Angebot, laufende Kosten und erwartete Pauschale als getrennte Positionen auf.
Was gehört in eine brauchbare Meldung bei einer TI-Störung?
Eine hilfreiche Meldung beschreibt den konkreten beobachteten Schritt: Welche Anwendung wurde geöffnet, was sollte geschehen und welche Anzeige erschien? Nennen Sie den Zeitpunkt und den betreffenden Arbeitsplatz. Der vereinbarte Supportkontakt kann dadurch bei der tatsächlichen Situation ansetzen.
Ein Beispiel: Am Empfang wurde ein Vorgang begonnen, die erwartete Bestätigung steht aber noch aus. Beschreiben Sie genau diesen Stand. Ergänzen Sie, ob bereits eine Antwort des Supports vorliegt und welcher nächste Schritt vereinbart wurde. Eine verständliche kurze Meldung ist hilfreicher als eine Sammlung allgemeiner Vermutungen.
Für die interne Fortsetzung genügt die konkrete organisatorische Information. Die zuständige Person stimmt den nächsten Kontakt ab; Empfang und Behandlung wissen, wo der Vorgang weitergeht. Patientenangaben werden über den dafür vorgesehenen geschützten Kommunikationsweg weitergegeben.
Die Physiotherapie-Praxissoftware von easymed unterstützt den täglichen Weg von der Aufnahme über die Terminorganisation bis zur Dokumentation. Wenn Sie die TI-Einführung planen, vergleichen Sie die benötigten Karten und Dienste mit der aktuellen gematik-Checkliste und stimmen den Installationstermin mit Ihrem Anbieter ab.