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Software und Digitalisierung

TI-Vorbereitung in der Physiotherapie: Empfang und Behandlung einfach verbinden

So planen Physiotherapiepraxen Karten, TI-Zugang, Software und Einführung. easymed führt Empfang, Kalender und Behandlungsdokumentation im Praxisalltag zusammen.

easymed.digital Redaktion 6 Min. Lesezeit
Physiotherapeut und Empfangskraft prüfen die Übergabe zwischen ihren Arbeitsplätzen.

Die TI-Vorbereitung in der Physiotherapie wird überschaubar, wenn Sie vier Dinge früh klären: persönliche und institutionelle Karten, den TI-Zugangsweg, die benötigte Software und den passenden Einrichtungstermin. Die aktuelle gematik-Checkliste für Heilmittelerbringer beschreibt dafür unter anderem TI-Gateway oder Konnektor, Kartenterminal und Praxissoftware.

Im Praxisalltag verbindet easymed Kalender, Patientenakte und Behandlungsdokumentation. Der Empfang organisiert Termine und ergänzt Informationen beim Patienten; die Therapeutin dokumentiert Befund und Verlauf an der Sitzung. Den TI-Anschluss und die damit genutzten TI-Anwendungen stimmen Sie mit dem TI-Anbieter und dem Anbieter der passenden Software ab. So planen Sie technische Einrichtung und tägliche Teamübergabe zusammen, ohne ihre Zuständigkeiten zu vermischen.

Die Anschlussvorbereitung mit dem Anbieter abstimmen

Für den TI-Zugang nennt die aktuelle gematik-Checkliste den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA), die Institutionskarte SMC-B, ein E-Health-Kartenterminal, einen Internetanschluss und eine geeignete Praxissoftware. Als Zugang kommt ein TI-Gateway oder ein Konnektor infrage. Mit KIM lassen sich Nachrichten und Dokumente sicher austauschen; die Checkliste führt den Vertrag mit einem KIM-Anbieter als optionalen Baustein auf.

Planen Sie die Karten in der richtigen Reihenfolge: Zuerst wird ein eHBA beantragt. Ein Inhaber eines eHBA ist Voraussetzung, um die SMC-B für die physiotherapeutische Praxis zu erhalten. Der eHBA weist die einzelne Fachperson aus, die SMC-B die Institution. Beantragen und aktivieren Sie die Karten rechtzeitig vor dem Installationstermin und vereinbaren Sie, wo Karten und PINs sicher verwahrt werden.

Fragen Sie den Anbieter, welcher Anschlussweg zu Ihrer Praxis und Ihren Geräten passt. Beim TI-Gateway verbindet ein geprüfter Dienstleister mehrere Einrichtungen über einen zentral betriebenen Highspeed-Konnektor mit der TI; ein eigener Einbox-Konnektor muss dafür nicht vor Ort betrieben werden. Ein Konnektor bleibt eine mögliche Alternative. Die gematik plant die Nutzung von Einbox-Konnektoren jedoch höchstens bis Ende 2030. Lassen Sie sich deshalb erklären, welche Komponenten, Softwarestände und Vertragsleistungen der angebotene Weg voraussetzt.

Klären Sie vor der Bestellung konkret, wer Karten und Kartenterminal beschafft, wer die Software einrichtet und welche Dienste tatsächlich genutzt werden sollen. Für KIM benötigen Sie einen eigenen Dienstvertrag und eine KIM-Adresse. Die gematik empfiehlt, die Software- oder IT-Ansprechperson einzubeziehen. Halten Sie Angebot, offene Rückfragen, Kontakt und Installationstermin an einer Stelle fest. So kann das Team den laufenden Praxisbetrieb passend einplanen, während der Dienstleister die technische Einrichtung vorbereitet.

Patienteninformationen zwischen Empfang und Behandlung weiterführen

Der Empfang ergänzt eine neue Information in der Patientenakte und organisiert den Termin im gemeinsamen Kalender. Die Therapeutin öffnet denselben Verlauf, ergänzt die fachlich benötigte Angabe und nennt den vorgesehenen organisatorischen Anschluss. easymed hält Stammdaten, Dokumente und Hinweise bei der betreffenden Person zusammen.

Empfang und Therapeutin arbeiten an derselben Patientenakte
Ein Aufnahmebeispiel EmpfangskraftEingang zuordnen undoffene Frage weitergeben. TherapeutinFachliche Informationergänzen, Termin vorschlagen. Gemeinsame PatientenakteRückmeldung beim Patientenfür den Empfang bereit.
Eingang, fachliche Ergänzung und nächste Terminvereinbarung behalten ihren gemeinsamen Patientenbezug.

Ein Aufnahmebeispiel macht den Weg anschaulich: Eine Unterlage kommt am Empfang an. Die Therapeutin benötigt eine Ergänzung zu einem konkreten Abschnitt und schlägt anschließend eine passende Terminzeit vor. Der Empfang findet die Rückmeldung beim Patienten und stimmt diese Zeit ab. Ein separater Ausdruck für die Weitergabe ist dafür nicht erforderlich.

Arbeitet der Empfang inzwischen an einer anderen Aufnahme, bleibt die Rückmeldung beim ursprünglichen Patienten auffindbar. Der eindeutige Bezug führt direkt zur passenden Vereinbarung. Mitarbeiterrechte regeln in easymed, welche Bereiche die jeweiligen Rollen sehen und bearbeiten dürfen.

Wenn Ihre Praxis zusätzlich KIM einrichtet, legen Sie auch dafür den Arbeitsweg fest: Wer öffnet eingehende Nachrichten, wer ordnet ein Dokument dem vorgesehenen Vorgang zu und wie erreicht eine Rückfrage die zuständige Therapeutin? Ob die TI-Software diese Schritte mit Ihrer Patientenakte verbindet, klären Sie mit den beteiligten Anbietern. So wird aus einem eingerichteten Zugang ein nachvollziehbarer Ablauf für das Team.

Den TI-Arbeitsplatz am tatsächlichen Empfang einplanen

Der geplante Arbeitsplatz soll zu den üblichen Aufgaben passen: Telefonate, eingehende Unterlagen und Terminabstimmung. Legen Sie Gerät und Kartenterminal so bereit, dass die vereinbarte Einrichtung am vorgesehenen Platz stattfinden kann. Die Empfangsrolle behält zugleich den gemeinsamen Kalender und die Patienteninformationen im Blick.

Eine Aquarellillustration zeigt eine Empfangsmitarbeiterin am Telefon und eine Physiotherapeutin mit geschlossener Mappe am Tresen; im Hintergrund wartet eine Person, auf dem Tisch liegt ein offenes Notizbuch. KI Generiert
Telefonate, Unterlagen und Terminabstimmung passen zum vorgesehenen Arbeitsplatz und zum gemeinsamen Kalender.

Für den Praxisalltag zeigt easymed den Tages-, Wochen- und Monatskalender mit einer Spalte je Behandler. Serientermine und Pufferzeiten unterstützen die Terminorganisation. Eine geänderte Vereinbarung steht dort für das Team sichtbar, statt auf einer eigenen Notizliste weiterzulaufen.

Beim nächsten Kontakt öffnet die Therapeutin die zugehörige Akte. Befund und Verlauf werden am jeweiligen Termin dokumentiert; Textvorschläge aus bisherigen Formulierungen unterstützen das Schreiben. So schließt die Behandlung an die Aufnahme an und liefert für die weitere Organisation einen verständlichen Verlauf.

Erfragen Sie beim TI-Anbieter, wie viele Kartenterminals für Ihre Raum- und Empfangsorganisation vorgesehen sind und welche Netzwerkverbindung sie benötigen. Halten Sie außerdem fest, wer am Installationstag anwesend ist und welche Arbeitsplätze oder Praxissoftware kurzzeitig benötigt werden. Die gematik-Checkliste empfiehlt, den Ablauf und die durchgeführten Funktionsprüfungen zu dokumentieren.

Die Einführungswoche in der Physiotherapiepraxis sinnvoll aufteilen

Teilen Sie die Einführung nach den tatsächlich anstehenden Aufgaben auf. Der Anbieter übernimmt die vereinbarte technische Einrichtung. Das Team lernt den kurzen gemeinsamen Patientenweg kennen: Aufnahme, Kalendervereinbarung und Dokumentation. Ein gut gewähltes Zeitfenster verbindet diese Einführung mit den laufenden Praxisterminen.

Einrichtung und eigene Teamrolle passend einplanen
Die Einführungswoche EinrichtungAnbieter und Zeitpunktwie vereinbart einplanen. TeamablaufAufnahme, Termin, VerlaufMit vorbereiteter Grundlagedie eigene Rolle verstehen. Kurze Fragenabstimmungim passenden Zeitfenstergemeinsam einplanen.
Anbieter und Einrichtungszeitpunkt sowie die kurze Einführung in Aufnahme, Kalender und Dokumentation ergänzen sich.

Bei der Ersteinrichtung von easymed werden Praxisdaten, Behandler, Arbeitszeiten, Leistungen und Kataloge passend angelegt. Die beteiligten Personen starten mit dieser vorbereiteten Grundlage. Für Empfang und Behandlung reichen danach jeweils die passenden Schritte ihrer Rolle; nicht jeder muss den gesamten Einrichtungsweg übernehmen.

Planen Sie eine kurze gemeinsame Abstimmung für offene organisatorische Fragen. Eine vereinbarte Rückmeldung kann direkt bei der betreffenden Person ergänzt werden. Das Team arbeitet anschließend am aktuellen Stand weiter, ohne denselben Fall wiederholt als allgemeine Generalprobe aufzubauen.

Die TI-Finanzierung im Praxisbudget mitdenken

Für zugelassene Physiotherapiepraxen sieht die GKV-Finanzierungsvereinbarung eine monatliche TI-Pauschale zum Ausgleich von Ausstattungs- und Betriebskosten vor. Der Antrag läuft über das Portal des GKV-Spitzenverbands; für die Abrechnung sind unter anderem eine Eigenerklärung und die Kennungen der Praxiskarte und des Heilberufsausweises vorgesehen. Die Auszahlung erfolgt laut Vereinbarung quartalsweise.

Ein Punkt lässt sich leicht übersehen: Die aktuelle gematik-Checkliste beschreibt KIM als optionalen Baustein für den technischen Anschluss. In der auf der GKV-Seite veröffentlichten Finanzierungsvereinbarung für Physiotherapeuten ist die Unterstützung von KIM in aktueller Version dagegen als Voraussetzung für die TI-Pauschale aufgeführt. Wenn Sie die Pauschale einplanen, fragen Sie den Anbieter vor Vertragsabschluss gezielt nach KIM-Unterstützung und prüfen Sie die aktuellen Bedingungen im GKV-Antragsportal. Führen Sie Angebot, laufende Kosten und erwartete Pauschale als getrennte Positionen auf.

Was gehört in eine brauchbare Meldung bei einer TI-Störung?

Eine hilfreiche Meldung beschreibt den konkreten beobachteten Schritt: Welche Anwendung wurde geöffnet, was sollte geschehen und welche Anzeige erschien? Nennen Sie den Zeitpunkt und den betreffenden Arbeitsplatz. Der vereinbarte Supportkontakt kann dadurch bei der tatsächlichen Situation ansetzen.

Den konkreten Schritt verständlich an den Support melden
Kurze Supportmeldung AnwendungWas wurde geöffnet? AktionWas sollte geschehen? AnzeigeWas erschien am Bildschirm? Zeitpunkt und Arbeitsplatz nennen.Vereinbarten Kontakt nutzen.Ergebnis beim Vorgang ergänzen.
Anwendung, erwartete Aktion und Anzeige erhalten Zeitpunkt und Arbeitsplatz als passenden Bezug.

Ein Beispiel: Am Empfang wurde ein Vorgang begonnen, die erwartete Bestätigung steht aber noch aus. Beschreiben Sie genau diesen Stand. Ergänzen Sie, ob bereits eine Antwort des Supports vorliegt und welcher nächste Schritt vereinbart wurde. Eine verständliche kurze Meldung ist hilfreicher als eine Sammlung allgemeiner Vermutungen.

Für die interne Fortsetzung genügt die konkrete organisatorische Information. Die zuständige Person stimmt den nächsten Kontakt ab; Empfang und Behandlung wissen, wo der Vorgang weitergeht. Patientenangaben werden über den dafür vorgesehenen geschützten Kommunikationsweg weitergegeben.

Die Physiotherapie-Praxissoftware von easymed unterstützt den täglichen Weg von der Aufnahme über die Terminorganisation bis zur Dokumentation. Wenn Sie die TI-Einführung planen, vergleichen Sie die benötigten Karten und Dienste mit der aktuellen gematik-Checkliste und stimmen den Installationstermin mit Ihrem Anbieter ab.

Häufige Fragen

Welche Karten müssen für die TI-Einführung rechtzeitig vorliegen?

Beantragen Sie zuerst den eHBA; laut gematik ist ein eHBA-Inhaber Voraussetzung für die SMC-B der Praxis. Beantragen und aktivieren Sie beide Karten rechtzeitig vor dem Installationstermin. Planen Sie außerdem das vorgesehene Kartenterminal und eine sichere Verwahrung der PINs ein.

Braucht ein TI-Gateway einen Konnektor in der Praxis?

Beim TI-Gateway stellt der Anbieter den Zugang über einen zentral betriebenen Highspeed-Konnektor bereit; ein eigener Einbox-Konnektor muss dafür nicht vor Ort betrieben werden. Kartenterminal, Netzwerk und Praxissoftware werden weiterhin passend eingerichtet. Fragen Sie den Anbieter, welche Variante zu Ihrem Setup passt.

Ist KIM für den TI-Anschluss optional?

Für den technischen Anschluss führt die gematik KIM als optionalen Baustein. Die Finanzierungsvereinbarung für zugelassene Physiotherapiepraxen nennt die Unterstützung von KIM in aktueller Version als Voraussetzung für die TI-Pauschale. Wenn Sie diese Pauschale einplanen, klären Sie KIM-Unterstützung und die aktuellen Bedingungen vor dem Vertragsabschluss.

Wie plane ich den TI-Installationstermin für den Praxisbetrieb?

Erfragen Sie, ob die Einrichtung während des laufenden Betriebs möglich ist. Wenn nicht, wählen Sie mit dem Anbieter ein Zeitfenster, in dem Sie die Praxissoftware weniger brauchen. Klären Sie Terminalzahl, Netzwerk und anwesende Teamrollen; dokumentieren Sie anschließend die vereinbarten Funktionsprüfungen.

Was gehört in eine Meldung bei einer TI-Störung?

Nennen Sie die geöffnete Anwendung, die erwartete Aktion, die sichtbare Anzeige, den Zeitpunkt und den Arbeitsplatz. Ergänzen Sie den Stand der Supportantwort und den nächsten vereinbarten Schritt. So kann der Support bei der beobachteten Situation ansetzen.

Wie verbindet easymed Empfang und Behandlung in der Physiotherapie?

Der Empfang organisiert den Termin im gemeinsamen Kalender und ergänzt Informationen bei der Patientin oder dem Patienten. Die Therapeutin öffnet dieselbe Akte und dokumentiert Befund und Verlauf an der Sitzung. easymed führt diese Aufgaben im gemeinsamen Praxisablauf zusammen; den TI-Anschluss und seine Anwendungen stimmen Sie mit den zuständigen Anbietern ab. Mehr dazu erfahren Sie bei easymed.

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